Geologische Route Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal
Hinweis
Alle von uns als Earthcache dargestellten Aufschlüsse sind frei zugänglich. Jeder Besucher handelt hierbei selbst verantwortlich. Von Felskanten, Steilwänden und Steinbrüchen kann immer eine Gefahr in Form von Abbruch bzw. Steinschlag ausgehen. Um die Aufgaben unserer Earthcaches zu erfüllen muss man sich nie in Gefahr begeben. Es ist weiterhin nicht erforderlich und nicht erlaubt Geotope zu beschädigen (Steine schlagen, etc.).
Die Geologische Route durch den Naturpark
Die geologische Route durch den Naturpark soll vor Ort Einblicke in die erdgeschichtliche Entwicklung geben. Im Gebiet des Naturparks treten überwiegend Gesteine an die Oberfläche, die sich zur Zeit der Trias vor ca. 205 - 250 Millionen Jahren bildeten. Die Begriffe Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper bezeichnen keine Gesteine, sondern Gesteinsfolgen, die aus verschiedenen Gesteinen zusammengesetzt sind.

Karte des Naturparks auf www.naturpark-ehw.de/unser-naturpark
Geo Punkt 13: Der Keuperaufschluss bei Ütteroda
Dieser ca. 20 m hohe Aufschluss aus grau-lila bis rotbraune Gesteine befindet sich westlich der Ortschaft Ütteroda und wurde früher als Materialgrube genutzt. Aufgeschlossen sind hier Steinmergel und Keuper. Diese entstanden am Ende der Muschelkalkzeit im Germanischen Becken vor etwa 210 Mio. Jahren. Zu dieser Zeit herrschte semiarides Klima. Der Teil des Thüringer Beckens war zu jener Zeit eine große Festlandsebene die oft lange Zeit trocken lag und wüstenähnliche Bedingungen hatte, aber ab und an von Starkregenereignissen betroffen war, die langanhaltend waren, dass sich sogenannte Playa-Seen bildeten. Durch den Wechsel von niederschlagsreichen (Überflutung) und sehr trockenen Perioden lagerten sich Mergel (Ton, Kalk) und Keuper (Sand, Kalkschlamm) in Schichten übereinander ab und bildeten so diese Wechsellagerungen der unterschiedlichen Gesteine und Farben. Obwohl diese Ablagerungsbedingungen auf einer großen Landfläche in Thüringen vorlagen finden sich nur noch wenige Stellen dieser kargen, nahezu vegetationsfreien Flächen, den sog. „Badlands“. Diese Stelle im Creutzburger Graben ist durch tektonische Absenkung erhalten geblieben. Diese Grabentektonik verursachte auch die sichtbaren Verwerfungen im Aufschluss. Diese erkennt man gut an den dünnen hellen Schichten, die sich eigentlich waagerecht durch den gesamten Aufschluss ziehen müssten. Neben den Verwerfungen gibt es auch ein Einfallen der Schichten nach Südwesten, diese Verbindung nennt man Schollentreppe.

Blick auf den Aufschluss
Begebt euch zu den angegebenen Koordinaten und beantwortet anhand eurer Beobachtungen die folgenden Fragen und schickt uns hier die Antworten.
Ihr dürft gleich loggen, wenn es Probleme gibt dann melden wir uns.
Schön wäre es, wenn ihr ein Foto mit hochladen würdet, dies ist zum Loggen des Caches aber nicht zwingend erforderlich.
Fragen:
Vergleicht die beiden Gesteine miteinander.
1. Unterscheiden sich die Gesteine nicht nur in ihrer Farbe, sondern auch in ihrer Festigkeit?
2. Meinst du das die Gesteine eine hohe Festigkeit aufweisen (Lassen sie sich leicht zerbrechen)?
Im Listing wird von „Verwerfungen“ gesprochen.
3. Erkennst du sie und wenn ja, wie weit wurde das Gestein „versetzt“?
4. Wie entstand die Schrägstellung?
5. Aus welchen Richtungen wirkten die tektonischen Kräfte hier wohl ein?
Quellen / Bilder / weitergehende Informationen:
Bilder und Skizzen von Nine&Dido
Geologie erleben – Geologische Route durch den Naturpark
Geologische Besonderheiten in Thüringen – Landesamt für Vermessung und Geoinformation
Murawski / Meyer: Geologisches Wörterbuch
http://www.naturpark-ehw.de
Infotafeln des Naturparks
Happy Hunting wünschen

