Die einzelnen Stationen sind Mikros (Filmdosen), in denen Fragen zu den entsprechenden Tieren gestellt werden. Diese kannst du, wenn du das Listing gelesen hast, leicht beantworten.
Die Mikros sind alle so versteckt, dass sie vom Weg aus zu bergen sind. Auch die Hinweise werden dir weiterhelfen, sodass du nicht zwischen Wurzeln oder im Moos herumwühlen musst. Das überlassen wir den Wildschweinen ;) Nur das Final liegt etwas vom Weg entfernt, aber dafür gibt es ein Spoilerfoto.
Viel Spaß!
PS: Herzlichen Dank an sunshine-sr fürs Sägen :)
1. Rotwild
Zur Familie der Hirschartigen (Cerviden) zugehörig, ist Rotwild heute unsere größte heimische frei lebende Wildart, mit einer Größe (Kopfhöhe) bis 2,40 m. Rotwild war ursprünglich in offenen oder licht bewaldeten Auenlandschaften beheimatet. Der zunehmende Druck durch Besiedelung und die Zerschneidung von großen Teilen der Landschaft durch Verkehrswege hat dazu beigetragen, dass diese Tierart nur noch in weitgehend voneinander isolierten Gebieten vorkommt. Auch ist aus dem früheren Steppentier inzwischen ein reiner Waldbewohner geworden. Aktuell wird der Rotwildbestand in Deutschland auf ca. 90.000 Stück geschätzt. Charakteristisches Markenzeichen des „Königs der Wälder“ ist das mächtige Geweih, das jedes Jahr abgeworfen und neu gestaltet wird. Mit 10-12 Jahren besitzt der Hirsch das mächtigste Geweih. Hirschkühe sind gänzlich kopfschmucklos.
2. Biber
Der Biber ist mit einem Gewicht von 20-25 kg und einer Länge von 80-90 cm (ohne Schwanz) das größte europäische Nagetier und unterliegt nicht dem Jagd- sondern dem Naturschutzrecht. Die Schwimmhäute zwischen den Zehen und sein haarloser breiter Schwanz, der wie eine Kelle geformt ist, sowie der dichte Pelz sind Anpassungen an ein Leben in stehenden oder langsam fließenden Gewässern. Der Pelz wird regelmäßig mit einem fetthaltigen Sekret, dem so genannten Bibergeil (Castoreum), aus Drüsensäckchen in der Nähe des Afters gepflegt. Bis ins 19. Jhd. wurde Bibergeil gegen Krämpfe und Nervosität aufgrund der enthaltenen Salicylsäure (ähnl. Aspirin) eingesetzt. Heute hat Bibergeil lediglich in der Homöopathie oder als Bestandteil von Parfüms eine Bedeutung.
Charakteristisches Markenzeichen des Bibers ist sein Bau, der aus dünnen Baumstämmen, Zweigen und Ästen aufgebaut ist und einen Eingang hat, der unter Wasser liegt. Das Bauinnere befindet sich dagegen wieder über dem Wasserspiegel. Durch das für Biber charakteristische Aufstauen von Gewässern kommt es nicht selten zu Überschwemmungen.
3. Wolf
Der Wolf, der Stammvater aller Haushunde, war das Tier des Jahres 2003. Damit wurde ein Tier ausgewählt, dass in Deutschland lange Zeit ausgestorben war. Mittlerweile ist der Wolf über Polen zurückgekehrt.
Wölfe haben ein großes Repertoire an Körpersprache, Lauten und Duftstoffen. In Körpersprache und Mimik drücken sie ihre Stimmung und ihren sozialen Rang aus.
Wölfe besiedeln feste Territorien, die Hunderte von Quadratkilometern groß sein können. An markanten Punkten markieren sie das Revier mit Kot und Urin. Durch Heulen grenzen sie ihr Revier ab und nehmen Kontakt zu anderen Wölfen auf.
Wölfe sind reine Fleischfresser und ihr Beutespektrum reicht von der Maus bis zum Elch, wobei sich der Beuteplan an dem orientiert, was verfügbar ist. In Europa ernähren sie sich hauptsächlich von Hirschen, Rehen, jungen Wildschweinen und von Nutztieren, wie Schafe und Ziegen. Insgesamt braucht ein ausgewachsener Wolf ca. vier Kilogramm Fleisch täglich.
Wölfe leben in einem Sozialverband, der aus den Elterntieren und Nachkommen aus den vorangegangenen Jahren besteht. Die Rudelgröße schwankt je nach Lebensraum zwischen drei und – in seltenen Fällen – 20 Tieren.
Die Ranzzeit dauert bei Wölfen etwa von Dezember bis Februar. Während der Paarungszeit kommt es im Rudel zu Machtkämpfen und einer Überprüfung der Rangordnung. Nach etwa 63 Tagen Tragzeit bringt die Wölfin in einer Höhle zwei bis acht Junge zur Welt. Die Aufzucht der Jungen wird vom Rudel gemeinsam durchgeführt.
4. Hermelin
Das Hermelin oder Großes Wiesel ist ein einheimischer Erd- und Stinkmarder. Im Sommerfell ist das Hermelin auf der Oberseite des Körpers braun und auf der Unterseite weiß. Die Schwanzspitze ist schwarz. Im Winterfell ist es vollständig weiß, mit Ausnahme der weiterhin schwarzen Schwanzspitze. Das Hermelin ist normalerweise dämmerungs- und nachtaktiv, in Gefangenschaft allerdings auch tagaktiv. Die Hauptnahrung besteht aus Nagetieren, die häufig viel größer sind als das Hermelin selbst. Es frisst aber auch Vögel, deren Eier, Lurche, Fische und Insekten. Das angriffslustige Hermelin ist ein Einzelgänger, nur zur Paarung im Mai-Juni duldet es für wenige Stunden einen Partner. Außerhalb der Paarungszeit bekämpfen sich zwei sich begegnende Tiere. Der Kampf wird von heftigem und lautem Keckern und gellendem Wutgeschrei begleitet. Das Weibchen bringt nach einer verlängerten Tragzeit (Eiruhe) im nächsten Frühjahr in einer Erdhöhle 3-9 blinde Junge zur Welt. Mit 5-6 Wochen öffnen die Jungtiere die Augen. Zu dieser Zeit beginnen sie auch, ihre Aktivitäten nach draußen zu verlegen. Im Herbst löst sich dann die Familie auf.
5. Muffelwild
Das Mufflon ist das einzige in Europa vorkommende Wildschaf und verglichen mit den in Asien und Nordamerika vorkommenden Wildschafen viel kleiner. Wahrscheinlich wurden die heute in Mitteleuropa lebenden Bestände zu Beginn des 20. Jahrhundert ausgesetzt. Seine ursprüngliche Heimat ist der Mittelmeerraum. Muffelwild lebt überwiegend in bewaldeten Gebieten. Hier kommt es durch die tagaktiven Tiere, ähnlich wie beim Rotwild, nicht selten zu erheblichen Schälschäden. Die Entwicklung des prächtigen Schnecken-Gehörns beginnt bei den Widdern ab dem vierten Monat, wobei das Hauptwachstum in den ersten fünf bis sechs Lebensjahren liegt. Die weiblichen Schafe sind meist hornlos oder bilden nur kleine Stümpfe aus. Sie tragen 22 Wochen und bringen 1-2 Lämmer zur Welt.
(Quelle: www.jagd-bayern.de)