Die Schutzhütte der Bemmschläger-Zunft Rheinbrohl bietet bei jedem Wetter die Gelegenheit zur Rast. Doch was sind die Bemmschläger eigentlich? Dazu einen Auszug aus einem Artikel von Andres Kossmann:
„Wir machen mit den Rheinbrohler Glocken hier oben Musik“, beschreibt Zunftschreiber Rudolf Schmitz knapp die Tätigkeit. Das Bemmschlagen ist ein feierliches Glockenspiel, das in Rheinbrohl in der Osterzeit und anlässlich hoher kirchlicher Feiertage gepflegt wird. Dabei wird eine große Glocke automatisch geläutet und gibt so den Takt vor. Damit diese Glocke beim Ein- und Ausschwingen nicht unregelmäßig anschlägt, wird deren Klöppel von einem Bemmschläger so lange abgefangen, bis die Glocke den richtigen Schwung hat. Erst dann wird er gegen die Glockenwand angeschlagen. Zwei kleinere Glocken werden an ihren Schwungrädern festgestellt, deren Klöppel werden vor die Glockenwand gespannt und dann über ein Drahtseil in einer althergebrachten Melodie angeschlagen. „Bemm schlagen“ ist ein in Rheinbrohl geprägter Begriff und bedeutet „Melodie schlagen“. […]
Damit das Handwerk nicht ausstirbt, betreuen die Bemmschläger eine eigene Waldhütte, an der der Nachwuchs an einem eigens erbauten „Glockensimulator“ üben kann; außerdem beteiligen sie sich an vielen örtlichen Festivitäten. Die Ersterwähnung der Zunft stammt aus dem 1763.
Das „Bemmschlagen“ ist an sich eine rheinische Tradition und keine Rheinbrohler „Erfindung“. Jedoch kam dieses immer mehr zum Erliegen, als im Zweiten Weltkrieg Kirchenglocken entfernt und danach durch elektronische Läutewerke ersetzt wurden. In Rheinbrohl lebt es bis heute.“
(Quelle: http://www.paulinus.de/archiv/archiv/1142/bistuma1.html; dort kann man bei Interesse den ganzen Artikel finden )
Da der Nanocache an eine so blöde Stelle gerutscht ist, dass er leider nicht mehr herausgeholt werden kann, habe ich jetzt stattdessen einen Mikrocache an der Schutzhütte platziert.
Bitte bringt einen Stift mit. Ihr könnt ganz bequem und trocken an einem Tisch in der Schutzhütte loggen. Wer sich die Schutzhütte ganz genau anschaut, kann noch den Bonuscache finden (jetzt mit eigenem Listing: GC643DR).
Ihr könnt auf direktem Wege wieder zurückgehen; ihr könnt aber auch ins Tal und diesen Cache gut mit dem Cache „Gedenkkreuz Johann Frömbgen“ (GC61CC1) verbinden.
Um die OC-Sache auch in unserer Gegend noch etwas weiter voran zu bringen, möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass ihr zwischen diesem Cache und dem Cache "An der Wegkreuzung" (GC62VZ6) zwei OC-Only-Caches suchen und finden könnt (der dritte musste leider ins Archiv). Wer also noch nicht bei opencaching.de angemeldet ist, sollte sich eine Anmeldung ruhig noch einmal überlegen - die Mitgliedschaft ist für alle kostenfrei und alle haben Zugriff auf alle Daten und können alles nutzen, was die Seite hergibt. Eine gute und unterstützenswerte Idee, finde ich.
Die Gegend ist sehr wildreich und mit etwas Glück werdet ihr auf eurem Weg einigen Wildtieren begegnen (lasst deshalb auch bitte unbedingt eure Hunde angeleint, wenn sie sich nicht sicher abrufen lassen). Bemerkenswert und besonders ist das Vorkommen einer starken Rotwild-Population, die man vor allem in der herbstlichen Brunftzeit oft sehr gut hören (und manchmal auch sehen) kann.
Viel Erfolg allen Suchenden wünscht Waldseetaucher