Geschichte Priborn
Priborn ist eine slawische Gründung (Stamm der Obodriten). Der Name leitet sich aus „Pryborn“ = „Mitkämpfer“ ab. Der Ort wurde am 26. Mai 1239 erstmals anlässlich der Verpachtung der Wassermühle urkundlich erwähnt. Fürst Nikolaus von Werle schloss einen Erbpachtvertrag mit dem Kloster Amelungsborn. Seine Söhne bestimmten 1285 Priborn zum Ort der Landdinge (Gerichtsbarkeit) im Lande Röbel.
Am 17. März 1291 gelangte die Mühle wieder in den Besitz der Fürsten, als Gegenleistung für einen Anteil an der Fischereigerechtigkeit in der Müritz. 1302 war die Mühle im Besitz der Grafen Burchart und Ullrich von Lindow. Seit dem Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Wassermühle nicht mehr erwähnt. Im Mittelalter gab es mehrere Wechsel der Eigentümer des Dorfes.
Ab 1732 war die Familie von Ferber Besitzer in Priborn, Melz und Karbow. Ernst von Ferber errichtete zwischen 1870 und 1880 das zweigeschossige Gutshaus. Die neugotische Dorfkirche wurde in dieser Zeit gebaut. 1883 wurden vier Freibauernhöfe erwähnt. 1943 wurden erste elektrische Anschlüsse im Dorf verlegt. Am 2. Mai 1945 wurde das Dorf kampflos durch sowjetische Truppen besetzt. Der letzte Besitzer des Gutes war bis zur Bodenreform 1945 Horst von Ferber. 1945 wohnten in Priborn 214 Einwohner, davon waren mehr als die Hälfte Umsiedler und Flüchtlinge.
In der DDR entwickelte sich Priborn zu einem „Vorzeigedorf“, wobei die LPG mit dem Vorsitzenden Fritz Dallmann das Leben im Dorf prägte.
Quelle: Wikipedia
Die Kirche Priborn
Die Kirche ist ein vollständig neuer Bau aus den 60-er Jahren des 19. Jahrhunderts. Der rechteckige Backsteinbau mit 6-eckigem Turm und eingezogenem, polygonalen Chor ist reich mit getreppten Backsteinblenden und Friesen versehen. Ein kleiner Anbau mit fialartigen Aufsätzen war wahrscheinlich eine Pforte. Die Kirche verfügt über hohe, spitzbogige Fenster mit gestuften Gewänden. Der Chor ist mit Schiefer gedeckt und an den Ecken des Schiffes befinden sich fialartige Aufsätze mit eingelassenen Kreuzen und spitzem Schieferdach. An den Längsseiten und am Turm sind flache bzw. getreppte Stützpfeiler angebracht.
Quelle: kirchentour.de