Gut ausgebaute Abortanlagen gab es bereits um 2800 v. Chr. in Mesopotamien. In den Städten des Altertums mündeten die Abflüsse in die großen Abwasserkanäle, die sogenannten Kloaken. Die bekannteste war die Cloaca Maxima in Rom die noch heute in Betrieb ist. Die Römer besaßen auch Wasserclosetts, also Latrinen, bei denen die Fäkalien hygienischer durch fließendes Wasser entfernt wurden. Natürlich nur in öffentlichen Anlagen und Häusern der römischen Oberschicht. Diese Technologie ging mit dem Ende des römischen Reiches verloren.
Im Mittelalter gab es nur in isoliert stehenden Gebäuden Burgen oder Klöstern Toiletten. Diese waren nicht wie heute ober zur Römerzeit sondern einfache Nischen und Erker die oft einfach ins Freie führten. Im städtischen Bereich wurden Toiletten in der Regel als Sickergruben angelegt. Ein Hotspot für Krankheiten denen unzählige Menschen zum Opfer fielen.
Im Jahr 1596 erfand Sir John Harington das Wasserklosett erneut, seine Erfindung geriet aber wieder in Vergessenheit. 1775 erhielt der englische Erfinder Alexander Cummings das Patent für seine Ausführung eines Wasserklosetts.
Wo in Deutschland die erste Toilette mit Wasserspülung installiert wurde ist strittig. Bekannt ist, dass im Schloss Ehrenburg in Coburg 1860 eine installiert wurde. Sie wurde damals für Queen Victoria, die dort häufig zu Gast war, eigens aus England importiert.
Die heutige Form der Toiletten ist natürlich vollkommen anders und moderner als um 1860. Kommunale Abwassersysteme Transportieren unser Produkt zur nächstgelegenen Kläranlage. Eine solche sehen wir hier ganz in der Nachbarschaft.
Es war nur eine Frage der Zeit bis mobile Toiletten erfunden wurden. Dies geschah 1973 von Fred Edwards, einem in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten.
Er hatte keine Lust mehr, seine Notdurft bei Manövern in Gesellschaft seiner Kameraden verrichten zu müssen. Er bemängelte die fehlende Privatsphäre und fand es unzumutbar, mit den Gerüchen und Geräuschen der anderen konfrontiert zu werden. In seiner Garage schraubte er die mobile Version eines stillen Örtchens zusammen: Ein Pissoir und eine Fallgrube mit Loch, die durch Bretter den Blicken der Öffentlichkeit entzogen wurde. Seine mobile Toilette, die er Dixi nannte, war so erfolgreich, dass er das Militär verließ und sich in Deutschland ganz und gar der Produktion von Toiletteneinheiten widmete.
Heute ist der weltweit führende Anbieter solcher Toiletten TOI TOI & DIXI.