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Schwarzes Gold - Mitteleuropas größtes Erdölfeld

A cache by didi2232 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 01/01/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:

Eigentlich hätte dieser Cache ja ein Earthcache werden sollen, aber nachdem bei einem Earthcache das Objekt auch wirklich vor Ort ersichtlich sein muss und das in diesem Fall schwer ist, wurde es als Earthcache leider nicht anerkannt. Somit habe ich diesen Cache in einen Mystery verwandelt (aber die geologischen Infos im Listing belassen).


Die Meisten kennen das Weinviertel als eine eher flache Kulturlandschaft, welche größtenteils aus Feldern, Wiesen und sanften Hügeln besteht und in dessen Gebiet sich auch das Marchfeld, die Kornkammer Österreichs, befindet.  Aber was viele Leute nicht wissen, ist die Tatsache, dass sich tief unterhalb der Ortschaften Matzen, Prottes und einiger umliegenden Gemeinden das größte, zusammenhängende Erdölfeld von Mitteleuropa befindet und das Österreich aufgrund der vielen Bohrungen zu den am besten untersuchten Gebieten der Erde zählt.

Wie entsteht Erdöl?

Erdöl und Erdgas sind die Überreste von kleinen Tieren und Pflanzen, die vor 100 Millionen Jahren im Meer trieben. Als dieses sogenannte Plankton abstarb, sank es auf den Meeresboden und setze sich am sauerstoffarmen Meeresboden ab. Durch biologische Zersetzung und andere chemische Prozesse erfolgte dann die Umwandlung in eine Art Faulschlamm. Im Laufe von einigen hunderttausend Jahren wuchsen diese Faulschlammschichten an und wurden teilweise mehr als 100 Meter hoch.

Durch in das Meer mündende Flüsse setzten sich später Tone, Sande und Kies über dem Faulschlamm ab und verfestigten sich zu Gesteinsschichten. Auch diese Gesteinsschichten wurden im Verlauf von Millionen Jahren immer dicker. Dadurch stiegen der Druck und die Temperatur in der darunter liegende Faulschlammschicht.

Somit wurde der Faulschlamm in das Muttergestein (mit der in ihm enthaltenen Erdöl-Ursubstanz Kerogen) umgewandelt und nach dem Reifungsprozess wanderten die Kohlenwasserstoffe aus diesem Muttergestein in durchlässiges, poröses Gesteine und stiegen langsam auf, bis sie von undurchlässigen Gesteinsschichten aufgehalten wurden und sich dort in sogenannten Fallen sammelten.

In diesen Fallen ordneten sich die Kohlenwasserstoffe nach ihrer Dichte an: Zuoberst das leichte Erdgas im obersten Bereich, darunter das Erdöl und ganz unten das Salzwasser, das ebenfalls mit aufgestiegen war.

Wieso gibt es nun im Weinviertel das größte, zusammenhängende Erdölfeld Mitteleuropas?

Beginnend vor etwa 160 Millionen Jahren, im sogenannten Erdmittelalter, lagerten sich über einen Zeitraum von 20 Millionen Jahren mehr als 1000 Meter dicke Mergelschichten ab, die das Muttergestein für das gesamte Erdöl und Erdgas im Wiener Becken bilden. Im Verlauf der nächsten Jahrmillionen wurden diese Mergelsteinserien zugeschüttet und gelangten gleichzeitig durch gebirgsbildende Kräfte tiefer und tiefer. Besonders rasch erfolgte dieses Absinken vor etwa 20 Millionen Jahren im Tertiär.

Das Wiener Becken bildet einen ca. 60 km breiten und 200 km langen in nordwestliche Richtung verlaufenden Trog, und gilt als Prototyp eines tektonischen Einbruchsbeckens. Die Geologie des Wiener Beckens ist zudem durch einige markante Störungslinien und Staffelbrüche gekennzeichnet, die Höhendifferenzen von bis zu 6 km aufweisen, was dem Relief eines ursprünglichen Gebirges vor der späteren Erosion entspricht.

Die meisten Erdöllagerstätten im Wiener Becken befinden sich hauptsächlich in einem Tiefenbereich von 900 bis 2000 m (in Sandsteinschichten aus dem mittleren Miozän (Sarmatium, Badenium, Ottnangium; 12 bis 20 Millionen Jahre alt) und dem Eozän (ca. 45 Millionen Jahre alt). Allerdings sind die Lagerstätten in den jüngeren geologischen Formationen durch Migration aus dem tieferen, sprich älteren Muttergestein entstanden. So finden sich auch einige wenige große Lagerstätten (Schönkirchen-Tief) in Kalksteinen des Trias (200 bis 250 Millionen Jahre alt) in einem Tiefenbereich von 2700 bis 3100 m.

Mitte des letzten Jahrhunderts wurde bei der kleinen Gemeinde Matzen, etwa 25 km nordöstlich von Wien, das größte, zusammenhängende Erdölfeld Mitteleuropas angebohrt. Wie sich nach und nach herausstellte, liegen in diesem Teil des Wiener Beckens Erdöl- und Erdgasvorkommen in über 20 Schichten. In der stratigraphischen Einteilung werden diese sandigen Schichten vom Hängenden zum Liegenden mit fortlaufenden Nummern bezeichnet und Horizonte genannt. So unterscheidet man beispielsweise im Torton dieses Gebietes 16 solcher „Horizonte“, im Sarmat 10, usw. und man spricht beispielsweise nur vom 16. Tortonhorizont.

Die einzelnen sich überlappenden Lagerstätten von Erdöl und Erdgas erstrecken sich über ein Gebiet von rund 150 km². Erdöl findet sich in Tiefen von 600 bis 3100 m, wobei die produktivsten Horizonte bei 1300-1700 m sowie bei 2900 m liegen. Erdgas wird in Tiefen von 500 bis 6100 m angetroffen, wobei die produktivsten Horizonte bei 2000 m sowie zwischen 5000 m und 6100 m liegen.

Die tiefste produktive Kohlenwasserstoffbohrung Europas – „Zistersdorf Übertief 1a“ – wurde 1980 niedergebracht. Sie traf in 7544 m Tiefe auf eine ergiebige Erdgaslagerstätte. Das Bohrloch stürzte jedoch in seinem noch unbefestigten Teil ein, wodurch der Gaszufluss versiegte. Die daraufhin angesetzte Bohrung „Zistersdorf Übertief 2a“ drang 1983 bis in 8553 m Tiefe vor, konnte aber das erhoffte Gasvorkommen nicht erreichen. Diese Bohrung war lange Zeit die tiefste Bohrung Europas außerhalb der damaligen UdSSR und trotzdem diese Bohrung für die damalige ÖMV nicht erfolgreich war, wurden dadurch viele geologische Erkenntnisse gewonnen.

Und so wie die Erdöl-Arbeiter musst auch Du nun bohren - allerdings nach Informationen im WWW:

Frage 1: Welche Nummer trägt die Sonde, welche das größte, zusammenhängende Erdölfeld Mitteleuropas angebohrt hat?

Verwende diese Ziffer als Variable A

Frage 2: An welchem Datum erfolgte diese historische Bohrung?

Schreibe das Datum im Format ttmmjjjj auf und weise den einzelnen Ziffen von links nach rechts die Variablen B, C, D, E, F, G, H und I zu

Nun zur komplizierten Formel für die Final-Koords ...

N48° (H/C)(A).(E*2)(B)(A+E)
E016° (I-H-F)(C-D).(G-B)(I-C)(B+F)

Deine Lösung für die Koordinaten dieses Rätsels kannst du auf geochecker.com überprüfen. GeoChecker.com.

Ihr befindet Euch beim Final an einem für diese Region sehr geschichtsträchtigen Ort und wenn Ihr vom Cache ca. 10 Meter nach Süden geht, wisst Ihr auch warum. Um das Rätsel nicht zu spoilern, ersuche ich Euch keine Fotos vom Final oder von der näheren Umgebung hochzuladen !!!

Happy Caching
didi2232

Quellen

https://www.planet-schule.de/
http://www.wabweb.net/
http://www2.uibk.ac.at/
https://de.wikipedia.org/
http://www.oekosystem-erde.de/
Buch "Öldorado Weinviertel" von Gerhard Ruthammer

PS: Falls jemand noch mehr zum Thema Erdöl erfahren und einen kleinen Spaziergang durch die Ortschaft Prottes und die umliegende Landschaft durchführen möchte, dem empfehle ich die Absolvierrung des Caches "Der Ölmulti" (GCP063).

Additional Hints (Decrypt)

- Sentr 2: Dhrefhzzr = 29
- Svany: AVPUG orvz Troähqr, rvar Xöecreteößr iba 1,80 Zrgre vfg uvyservpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



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