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Breitenbacher Telefonmuseum Traditional Cache

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Quimico: Der technologische Fortschritt ist nicht aufzuhalten.

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Hidden : 10/3/2015
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

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Geocache Description:

Im Zentrum Breitenbachs, gleich gegenüber der barocken Pfarrkirche St. Petrus, befindet sich das Breitenbacher Telefonmuseum. Auf einer Fläche von knapp zwei Quadratmetern, aufgeteilt in einen offenen sowie einen geschlossenen Bereich, sind historische Telefon-Gerätschaften zu sehen. Der Eintritt ist gratis.

Die Erfindung des Telefons geht auf mehrere Personen zurück, die etwa ab den 1830er Jahren zur Weiterentwicklung von der Signal- zur Sprachübetragung beigetragen haben. Wer schließlich als der wahre Erfinder des Telefons gelten darf, ist umstritten. In jedem Fall zu nennen sind Johann Philipp Reis, Elisha Gray und Alexander Graham Bell.

Dem hessischen Lehrer Johann Philipp Reis (1834–1874) gelang es erstmals, eine funktionierende elektrische Fernsprechverbindung aufzubauen. Im Zuge seiner Erfindung hatte er auch das Kontaktmikrophon entwickelt und das Wort „Telephon“ eingeführt.


Johann Philipp Reis mit der Versuchsanordnung seines Telephons (1861)

Als nachempfundenes Trommelfell diente ihm ein Stück Naturdarm mit einem feinen Platinstreifen als simuliertes Gehörknöchelchen. Trafen Schallwellen auf dieses „Trommelfell“, versetzten sie es in Schwingungen, die den Stromkreis zwischen Metallstreifen und Drahtfeder unterbrachen. Als Empfangsgerät mit Lautsprecher-Funktion diente ihm eine Stricknadel mit einer darauf aufgebrachten Kupferdrahtspule.

Der vielseitige amerikanische Handwerker Elisha Gray (1835-1901) befasste sich auch mit Elektrizität und Telegrafie. 1875 begann Gray Versuche mit der elektrischen Übertragung von Tönen, deren Ergebnis er in einem Patentgesuch niederlegte. Diesem Patentantrag kam jedoch Alexander Graham Bell um zwei Stunden zuvor, und Bells Antrag wurde dem von Gray vorgezogen.

Der im schottischen Edinburgh geborene und später nach Kanada emigrierte Taubstummenlehrer Alexander Graham Bell (1847-1922) führte Versuche mit einem „harmonischen Telegraphen“ zur Mehrfachtelegrafie bzw. der gleichzeitigen Übertragung mehrerer Informationen durch. Dabei erkannte er, dass für die Wiedergabe von Sprache Veränderungen des Stromflusses anstelle von dessen wiederholter Unterbrechung nötig sind. Bell hatte in den Erkenntnissen der elektromagnetischen Induktion, die auf den Physiker Michael Faraday zurückgehen, zwar schon eine Lösung für die Umsetzung gefunden. Es mangelte jedoch an den zur Durchführung notwendigen Fachkenntnissen.


Alexander Graham Bell führte 1892 das erste Ferngespräch zwischen New York und Chicago

Im März 1875 experimentierte Bell mit dem Reis'schen Telefonapparat und profitierte von der für ihn wichtigen Grundlagenforschung des Deutschen. Daher machte sich Bell mit seinem Assistenten Thomas A. Watson daran, einen Apparat zu bauen, der – ähnlich dem Reis’schen Telefon – die Schwingungen einer Membran in elektrische Schwingungen umwandelte.

Am 7. März 1876 erhielt Bell das Patent für sein Telefon. Ihm kam dabei zugute, dass wenige Jahre zuvor das Patentamt den Verzicht auf die Vorlage eines funktionierenden Modells zum Patentantrag beschlossen hatte. Denn in der Folge zeigte sich, dass Bells Patentanmeldung überhaupt nicht funktionieren konnte. Doch das zugesprochene Patent ermöglichte es Bell, allen anderen Konkurrenten die Aktivitäten auf dem Gebiet des Telefons untersagen zu lassen.

Als Bell bei der späteren praktischen Ausführung seines Telefons unter anderem einen regelbaren Widerstand verwendete, der nicht in seiner Patentschrift aufgeführt war, wohl aber in Elisha Grays Antrag ausführlich vorkam, begann ein Patentstreit. Es wurden die Stimmen lauter, die eine illegale Verbindung zwischen Bell und dem Patentamt sahen.



Die für den Erfolg des Telefons notwendige Berühmtheit brachten schließlich Wissenschaftler im Gefolge des damaligen Kaisers von Brasilien, Pedro II., dem das Telefon auf einer Ausstellung im Juni 1876 vorgeführt wurde. Die Wissenschaftler sahen in dem Apparat „das größte Wunder, das je auf dem Gebiet der Elektrizität vollbracht worden ist“ und trugen so entscheidend zur Verbreitung bei.

Bell selbst war der Wert seiner Erfindung durchaus bewusst, und so gründete er 1877 die Bell Telephone Company, die in den Vereinigten Staaten den Bau eines Fernsprechnetzes übernehmen sollte. Die Bell Telephone Company benannte sich 1885 in American Telephone and Telegraph Company (AT&T) um und wurde der bis heute weltgrößte Telefonkonzern.

Dies alles basierend auf einer um zwei Stunden vor Elisha Gray eingereichten Patentschrift, in der das von Alexander Graham Bell beschriebene Telefon nicht einmal funktionsfähig war.



[Quelle (gekürzt und tlw. umformuliert): Wikipedia]

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