Die Neuburger Hütte war ein markantes Bauwerk von Oberhofen, bis sie 1963 durch einen Brand völlig zerstört wurde. Sie stand auf einem felsigen Vorsprung auf 1.972 m Seehöhe unterhalb des Sonnkarköpfels und oberhalb der Melkalm. Die Hütte geht ursprünglich auf die Hocheder Hütte zurück. Die kleine, unbewirtschaftete Selbstversorgerhütte wurde in den Jahren 1888/1889 zur leichteren Besteigung des Hocheders erbaut. 1905 wurde die Hütte an die Sektion Neuburg an der Donau des deutschen u. österreichischen Alpenvereins verkauft.
Nach dem Um- und Ausbau der Hütte kamen zur Eröffnungsfeier am 29. Juli 1906 über 300 Personen. Der erste Sektionsvorsitzende, Hauptlehrer Sebastian Dirr und seine Alpenvereinsmitglieder haben auch ein rund 40 Kilometer langes Bergwegenetz teilweise neu angelegt und betreut. Die Sektion Neuburg an der Donau führte die Hütte mit großer Freude und viel Einsatz.
Während des ersten Weltkriegs blieben die Besucher aus. Durch Bauschäden, Instandhaltung der Wege, Plünderungen und sinkende Besucherzahlen entstanden große finanzielle Probleme. Enttäuscht waren die Sektionsmitglieder über die Einbrüche und den Vandalismus sowie die örtlich mangelnde Unterstützung bei der Ermittlung der Täter. Dies waren Gründe für den Entschluss zum Verkauf der Hütte.
1921 übernahm die Akademische Sektion des Alpenvereins Innsbruck die Neuburger Hütte.
1956 kaufte die Pächterin Rosa Gusek die Hütte und bewirtschaftete sie bis zum 4. Oktober 1963. An diesem nebeligen Tag brach um die Mittagszeit Feuer in der Hütte aus. Das Gebäude brannte bis auf die Grundmauern ab. Im Raub der Flammen endet die Geschichte der Neuburger Hütte. Die Hütte wurde nicht mehr aufgebaut. Auf einem Teil der ehemaligen Grundmauern entstand später eine kleine, private Jagdhütte, die Sonnkarhütte.
Das Chronisten- und Museumsteam Oberhofen hat bereits 2011 begonnen, die Geschichte der Neuburger Hütte mit Unterstützung der DAV Sektion Neuburg aufzuarbeiten und in der Folge wurde im Juni 2013 eine Ausstellung im Heimatmuseum eröffnet und eine Chronik herausgegeben.
Am Wochenende 20.-21. Juni 2015 feierten ca. 70 der 800 Mitglieder der DAV-Sektion Neuburg ihr 125-jähriges Gründungsjubiläum auf der Oberhofer Melkalm mit einer Bergmesse, einem Festakt, mit Musik und Sau vom Grill. Anlässlich des Jubiläums zimmerte ein Vereinsmitglied eine Bank, die an diesem Wochenende den Oberhofern übergeben und am Stoanen Mandl, einem wunderschönen Aussichtspunkt unweit der ehemaligen Neuburger Hütte, aufgestellt wurde.
Beim Aufbau der Bank entstand die Idee, hier, beim nächsten Besuch, einen Geocache zu verstecken.
Blick von der Jubiläumsbank zur Sonnkarhütte, dem Platz der ehemaligen Neuburger Hütte