Was ist der Unterschied zwischen Tiergarten, Tierpark, Wildpark oder Zoo? Diese Frage wird oft gestellt. Allerdings gibt es keine kurze, einfache Antwort. Im Internet findet man verschiedene Versuche, die Begriffe zu definieren. Der hiesige Besuchermagnet heißt inzwischen ebenfalls "ZOO Stralsund", aber zumindest die älteren Einheimischen werden ihn auch weiterhin als Stralsunder Tierpark bezeichnen.
Tierpark Stralsund
Der Stralsunder Tierpark ist eine Einrichtung der Pflege heimischer Tierarten in der Hansestadt Stralsund. Das Gelände am Stadtwald umfasst ca. 16 Hektar. Der Tierpark wurde 2005 als „Zoologischer Garten“ anerkannt, führt aber weiter den Namen „Tierpark“. Neben zahlreichen einheimischen Tieren, werden auch viele Tiere anderer Kontinente gezeigt. Die Haltung einer großen Gruppe Weißer Esel ist in Deutschland sehr selten. Auf dem Gelände befindet sich zudem ein originales, hierher umgesetztes Ackerbürgerhaus; zudem wurde die Mahnkesche Mühle (ehemaliger Standort: Mahnkesche Wiese) hier wieder aufgebaut. Zur Info mal zwei Aufnahmen der Mühle, links aus dem Jahr 2005 kurz vor dem endgültigen Verfall in der Nähe der heutigen Rügenbrücke, rechts im Jahr 2012 nach dem erfolgreichen Wiederaufbau.

Der Stralsunder Tierpark hat sich zum Ziel gesetzt, seltene, teilweise vom Aussterben bedrohte heimische Haustierrassen zu erhalten und zu züchten. Die Weißen Esel, das Rauwollige Pommersche Landschaf, die Girgentana-Ziege, die Ostpreußische Skudde oder auch das Kaukasische Zwergzebu zählen zu diesen Tieren. Nachfolgend ein paar Informationen zur Geschichte.
Hirsch- und Rehgehege Küterbastion
Der Stralsunder Lehrer Frido Schmidt gründete 1928 den „Tiergartenverein Stralsund“, der im Jahre 1928 auf der Küterbastion vor dem Kütertor ein Gehege für Hirsche und Rehe anlegte. Die Tiere konnten kostenlos besichtigt werden. Der Verein finanzierte den Betrieb des Geheges über Spenden. Wegen der schwierigen Versorgungslage im Zweiten Weltkrieg musste das Gehege am 8. März 1944 geschlossen werden.
Fasanerie Küterbastion
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde auf dem Gelände zunächst ein Schulgarten angelegt. Im angrenzenden Knieperteich wurde 1956 die traditionelle, bereits 1630 urkundlich belegte, Schwanenzucht wieder aufgenommen. Für einen Tierpark war das Gelände auf der Küterbastion viel zu klein, sodass das Gartenamt der Stadt Stralsund dort 1959 eine Fasanerie anlegte, die zur 3. Ostsee-Woche mit vier Volieren für Ziergeflügel und einem Gehege mit Rhesusaffen öffnete. 1960 wurde die Fasanerie fertiggestellt und 1962 um ein Terrarium ergänzt. Die Anlage wurde 1989 saniert, musste jedoch nach 34 Jahren Betrieb 1993 geschlossen werden, da sie innerhalb kurzer Zeit immer wieder zum Ziel von Zerstörungen und Diebstählen geworden war. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Kinderspielplatz.
Tierpark im Stadtwald
Im Stadtwald der Stadt wurden ebenfalls 1959 erste Freigehege für Schwarzwild angelegt, die den Grundstein des heutigen Tierparks bildeten. Ziel war ein Wildgehege ohne Einzäunung; dies wurde allerdings 1964 aufgegeben und der Tierpark eingezäunt. 1960 schuf man hier zusätzliche Anlagen für Rotwild sowie Volieren für Fuchs und Wolf, 1961 kamen Anlagen für Ponys und Esel, Nutrias, Waschbären, Marderhunde und zwei Braunbären hinzu. 1964 konnte erstmals ein Zuchterfolg vermeldet werden; für die gezüchteten Esel wurden Kaukasische Zwergzebus eingetauscht. In den nächsten Jahren wurde der Tierpark unter Leitung von Hartmut Olejnik nach einer Grundsatzentscheidung im Jahr 1965 systematisch mithilfe vieler freiwilliger Helfer und der Hilfe aus Stralsunder Betrieben und Einrichtungen zum Heimattiergarten ausgebaut. Von 1965 bis 1969 war der Eintritt frei, danach musste ein Eintrittsgeld in eine „Kasse des Vertrauens“ entrichtet werden. Zahlreiche Neubauten wurden bis zum 10. Tierparkfest, das regelmäßig gefeiert wurde, errichtet: 1962 eine Greifvogelvoliere, 1964 ein Wirtschaftsgebäude, 1966 die Schafanlage, 1967 die Rinderanlage, 1968 ein Versorgungskiosk. 1969 wurde ein Gedenkstein eingeweiht. Auch in den nächsten zehn Jahren wuchs der Tierbestand und der Ruf der Stralsunder Anlage innerhalb der Tierparks der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), aber auch international. Dies wird 1970 durch den ersten Nachwuchs bei den Bären wieder belegt. Ein Gehege für Pumas und die Freilichtbühne werden 1970 gebaut. Im Jahr 1971 wurde der Tierpark eine selbständige Einrichtung in städtischer Trägerschaft. In diesem Jahr werden erstmals über 100.000 Besucher gezählt: 110.810 Menschen sahen sich auch die 1971 geschaffenen Pferdeställe, Kaninchenanlage und den Wassergeflügelteich an. 1973 begann auch der Bau des Affenhauses, welches 1974 fertiggestellt wurde. Seit 1974 müssen die Besucher auch ihren Eintritt an einem Kassenhaus bezahlen. Eine Mehrzweckhalle wurde 1978 fertiggestellt, und 1981 ein Sozialgebäude. 1982 wurde das Gelände des Tierpark stark erweitert und viele der Anlagen wurden saniert. In den 1980er Jahren war der Tierpark im Fernsehen der DDR in einer Tierpark-TV-Serie zu sehen. 1984 wurde eine Voliere für die Stralsunder Hochflieger gebaut, 1986 das Papageienhaus. 1991 wurde der Eingang von der Barther Straße an den Grünhufer Bogen verlegt. Im Jahr 2005 konnte den Affen ein neues, größeres Haus mit Freigehege eröffnet werden, für das viele Stralsunder gespendet hatten. Im Jahr 2006 wurde ein neues, weitläufiges Gehege für die Braunbärin Jule eingeweiht; derzeit wird an einer vergrößerten Leopardenanlage gearbeitet. Von 2006 bis 2011 wurde die Mahnkesche Mühle am Originalstandort abgetragen und auf dem Tierparkgelände originalgetreu wieder errichtet. Mithilfe von Sponsoren und Tierpatenschaften soll der Betrieb des Tierparks gesichert und erweitert werden.
Tierbestand
Damwild, Hängebauchschweine, Siamkatzen, Silberfuchs und ein Braunbärmännchen wurden 1962 erworben. Der Tierbestand erweiterte sich um Zackelschafe, Goldschakale und Dingos (1965), Schafe, Löwe (Leihgabe) und Wisente (1966), Rinder, Watussis, Yaks, Wasserbüffel, Steppenrinder, Heidschnucken und Hutaffen (1967), Sibirische Schlittenhunde, Blaufüchse, und Meerkatzen (1968) sowie diverse Schafrassen (Karakul-, Vierhorn-, Mongolen- und Mähnenschafe) (1969). 1971 werden Jämtlandziegen, Nasenbären und Ungarische Wollschweine erworben. Weitere Anschaffungen in den kommenden Jahren sind u. a. Löwen, Kragenbären und Nackthunde (1973). Zum 20. Tierparkfest konnte man auf weiter Neuanschaffungen zurückblicken: Baribalbären, Elche, Indische Hängeohrziegen, Uhus (1974), Guanako, Luchse, Korsak (1975), Fettsteißschafe, Lamas, Trampeltiere, Tarpane, Schwarzer Panther (1976), Auerochsen, Leoparden, Nandu (1977), Steppenadler und Schnee-Eule (1978), Graupapageien (1982), Mangalica-Schweine, Tigerscheckponys (1983), Goffinikakada, Gelbhaubenkakadu, Karakal (1985), Prälatfasan, Mink (1989), Benttkänguruh, Ozelot, Rosapelikan, Weißer Esel, Pythonschlangen (1990), Rabengeier und Javaneraffen (1991), Geparden, China-Leoparden, Steinadler, Raufußbussard, Falbkatzen, Polarwolf und Weißbüschelaffen (1992), Bezoarziegen, Agutis und Przewalski-Pferde (1993) ließen den Gesamtbestand 1993 auf 95 Haustierrassen, 158 Tierarten bzw. über 1.000 Individuen ansteigen. Im Jahr 2005 waren es etwa 800 Individuen aus 133 Tierarten, darunter 70 Haustierrassen. Hinzugekommen waren u. a. Muntjaks. Ende 2006 wurden 783 Tiere aus 133 Arten gezählt.
(Quelle: Wikipedia, inkl. der Fotos der Mühle)
ZOO Stralsund
Der Zoo im Stralsunder "Freizeitpark Grünhufer Bogen" - einmalig in Deutschland
Der Zoo Stralsund befindet sich unweit der unter UNESCO-Schutz stehenden historischen Altstadt Stralsunds und ist Bestandteil des Freizeitparks Grünhufe. Dieser deutschlandweit einmalige Freizeitpark vereint das Sport- und Freizeitbad "Hansedom", ein MC-Donald Restaurant, das Einkaufszentrum "Strelapark" und den Stralsunder Zoo. Besucher können das gut erschlossene Gebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen oder einen der 5000 kostenlosen Parkplätze nutzen und den ganzen Tag in den Einrichtungen des Freizeitparks verleben. Der Zoo Stralsund bietet eine einmalige Reise vom Bauernhof bis in den Dschungel Schon von weitem werden die Gäste des Stralsunder Zoos von seinem Wahrzeichen, der großen Holländer Windmühle, gegrüßt. Abseits vom Straßengetümmel kann der Besucher in eine grüne Oase eintauchen. Dabei gibt es in einer gepflegten Parklandschaft einen reichhaltigen Tierbestand mit interessanten Wildtieren und seltenen Haustieren zu entdecken. Dazu gehören eine friedlich dahin ziehende Bisonherde, quirlige Präriehunde, ein Polarwolfrudel, Syrische Braunbären, Schimpansen, Känguruhs in einer begehbaren Anlage und ein großes Löwenrudel. Tropisches Flair herrscht im Südamerikahaus. Eine Spezialität des Zoos sind seltene, vom Aussterben bedrohte Haustierrassen wie das kaukasische Zwergzebu, das Pommernschaf oder die seltenen Weißen Esel. Hühner, Pfauen, Enten und Gänse können sich frei im Park bewegen und kreuzen dabei hin und wieder den Weg der Besucher. Zahlreiche Gehege sind begehbar gestaltet, wodurch die Besucher einen engen Kontakt zu vielen Tieren aufnehmen können. Passend zu den Haustieren finden sich historische Gebäude wie ein Ackerbürgerhaus auf einem Schaubauernhof, eine Göpelscheune oder eine historische Holländerwindmühle. Der Park ist mit zahlreichen gepflegten Grünanlagen, einem Bauerngarten, einem Weinberg, von welchem echter Stralsunder Tierparkwein gewonnen wird, mit botanischen Raritäten und mit gemütlichen Sitzgelegenheiten reich ausgestattet. Ein großer Spielplatz mit einem tollen Baumhaus erwartet die kleinen Besucher, während sich die Großen am Tierparkbistro "Zooase" stärken können. Zahlreiche Tiere dürfen mit Futter, das an der Kasse erhältlich ist, gefüttert werden. Öffentliche Fütterungen werden regelmäßig gezeigt. Ein besonderes Highlight ist die Tiershow. Jeweils Sonntag und Mittwoch um 14.30 Uhr werden im Sommerhalbjahr tierische Stars mit Fell und Federn vorgestellt. Darunter frei fliegende Aras, ein Lachender Hans, die Truthahngeier "Kalle und Kulle", schnittige Greifvögel, ein Trampeltier, ein Frettchen und ein Lama.
Service für die Gäste
Der Tierpark Stralsund hält eine große Palette von Angeboten bereit: Tierparkführungen, Wandertage, gemütliche Abende am Grill oder am Lagerfeuer, Kremserfahrten, die Tiershow, Kindergeburtstage, Tierpatenschaften, Thementage und Spezialführungen. Feste Termine im ZOO-Kalender sind: die Osterveranstaltung, die öffentliche Schafschur am 1. Mai, der Kindertag am 1. Juni, das Tierparkfest am ersten Juli Wochenende, die Pferdeparade am letzten Augustwochenende sowie der Halloween-Rundgang am 31. Oktober Der Förderverein des Zoos mit seinen über 100 Mitgliedern unterstützt die zahlreichen Zooprojekte.
(Quelle: treffpunkt-ostsee)
Der Stralsunder Tierpark / Zoo ist wirklich einen Besuch wert. Ich gebe Euch daher gerne 3 mögliche und auch kostenfreie Parkmöglichkeiten mit auf den Weg. Der angegene Parkplatz P1 ist direkt in der Nähe des jetzigen Haupteingangs auf dem Gelände des Strelaparks. Falls ihr vor oder nach dem Besuch des Tiergartens zusätzlich noch eine kleine Runde den Moorteich erwandern möchtet, gibt es noch P2 (ehemaliger Eingang Tierpark) oder P3 (nahegelegenes Wohngebiet) als Alternative. Sowohl von P2 als auch von P3 aus kann man auf einem ca. 4,3km langen Rundweg den Moorteich gehend, walkend oder joggend umrunden. Im Übrigen ein Paradies für die heimische Läufergemeinde.
Die Dose findet Ihr bei:
N 54°19.???
E 013°03.???
Wer gerne möchte, kann am Final noch meinen Coin TB50J7C discovern. Hier kommen übrigens fast ständig, meist auch ganz überraschend, Biking-, Jogging-, Walking-, Shopping- oder auf Grund der vielen anliegenden Kleingartenanlagen alle möglichen Muggel vorbei. Daher wie gewohnt bitte unauffällig verhalten und möglichst nicht unbedingt im Rudel auftreten.
Ach ja, und auf Grund der Cachegröße bitte einen Stift mitbringen!