Mit dieser Weiher-Serie möchte ich auf die verschiedenen Weiher, Kleinseen und Tümpel aufmerksam machen. Jedes Gewässer hat seine Besonderheit und hat eine wichtige Bedeutung für unsere Pflanzen- und Tierwelt. Spannende Geschichten und Wissenswertes sollen euch die Einzigartigkeit jedes einzelnen Weihers aufzeigen und auf dessen Wert und Geschichte hinweisen.
Ein Weiher definiert als langlebiges, stehendes Flachgewässer ohne Tiefenschicht (Temperaturschichtung), wie sie für Seen typisch ist. Das Licht dringt bis zum Gewässergrund, wodurch das Wachstum grüner Pflanzen ermöglicht wird. Ein Tümpel hingegen trocknet periodisch natürlicherweise aus und der Wasserstand schwankt stark.
Der Stigelensee ist, wie einige andere Kleinseen in der Umgebung, auf eiszeitliches Toteis (Rückstände des Linthgletschers) zurück zu führen ist, das solche Mulden hinterliess. Der See entstand aus Torfabbau in der Turbenweid während des 2. Weltkrieges. Turben, also Torf, diente damals als Brennstoff. Später nutze man den entstandenen Weiher kurzzeitig zur Junghechtaufzucht. Heute ist er ein wichtiges Puzzleteil für verschiedene Vogelarten als Rast- und Nistplatz. Finden doch Teichrohrsänger, Rohrammer und Co. ihre Nistplätze zwischen den dichten Rohrkolben und Schilfgürtel.
Hier führen mehrere Spazierwege sowie der Panoramaweg vorbei, was auch für "Landtiere aller Gattungen" ein wunderbares Erholungsgebiet mit Panoramasicht bietet.