Aufnahme verwendet unter freundlicher Genehmigung des Autors: Christian Fischer
Die Moräne
Eine Moräne ist eine dicke Schicht aus „Verunreinigungen“ des Eises, das in der Saale- und Weichseleiszeit die norddeutsche Tiefebene bedeckte. Nach Abschmelzen der Gletscher blieben Steine, Sand, Kies, Lehm und Mergel zurück, die im dicken Eispanzer in dieses Gebiet transportiert wurden.
Unterschieden werden Wandermoränen und abgelagerte Moränen. Wandermoränen werden mit den Gletschern bewegt und sind nicht statisch an einen Ort gebunden. Abgelagerte Moränen dagegen sind Ablagerungen, die sich nach dem Transport mit den Gletschern nicht mehr bewegen und das Landschaftsbild nachhaltig prägen.
Die Geest
Die Geest ist eine durch die Eiszeiten geprägte Geländeform, die durch Sandablagerungen entstanden ist und im Gegensatz zur Marsch steht. Die Geest ist von Natur aus eine höher gelegene Geländeform, wodurch diese auch Geestrücken oder Sandrücken genannt wird. Durch die wenig fruchtbaren Sande ist die Nutzung der Geest eingeschränkter als in der Marsch.
Der Name leitet sich aus der Substantivierung der niederdeutschen Adjektive „gest“ („trocken“, „unfruchtbar“) und „güst“ („unfruchtbar“ bei milchgebenden Tieren) ab.
Quelle aller Informationen: www.wikipedia.de - in eigene Worte umformuliert ...
Zu diesem Earthcache:
Dieser Earthcache führt Dich zum nördlichen Rand des ehemaligen Elbe-Urstromtals an die Kante des Geestrückens der Bergedorfer Geest. Du befindest Dich hier in einem Naturschutzgebiet – daher ist der Hinweis wohl logisch, dass Du Dich hier bitte auf den Wegen fortbewegst!
Zum Lösen des Earthcaches benötigst Du neben einem Höhenmesser (z.B. im GPS-Gerät) auch ein Smartphone mit Barcode-Scanner. Mit dessen Hilfe wirst Du die meisten Aufgaben zu diesem Earthcache lösen können – eine weitere Aufgabe löst Du mit Hilfe Deines GPS-Gerätes oder eines anderen Höhenmessers.
Bei gutem Wetter kannst Du von hier einen herrlichen Ausblick genießen – und nebenbei eine erholsame Rast an diesem besonderen Ort der Entstehungsgeschichte der norddeutschen Geest einlegen. Nimm Dir die Zeit und beantworte nach Deinem Besuch die gestellten Fragen bitte gründlich.
Du erhältst mit diesem Cache neben den Listingkoordinaten auch einen zweiten Wegpunkt. Auch den Ort des zweiten Wegpunktes musst Du zur vollständigen Lösung des Earthcaches aufsuchen – insofern: Nimm bitte etwas Zeit mit zur Lösung des Caches!
Die Aufgaben zum Lösen dieses Earthcaches:
An den Listingkoordinaten stehst Du vor einer Informationstafel über den Groten Heesen. Auf dieser Tafel erfährst Du einiges über die Geschichte und die geologische Ausprägung dieses Ortes. Mit Hilfe der Tafel kannst Du folgende Fragen beantworten:
1. Auf dem Hochplateau entstand aus den aus dem Urstromtal heraufgewehten und abgelagerten Schwemmsanden eine nährstoffarme und wasserdurchlässige Bodenschicht. Wie nennt man die – etwas öde anmutende – Fläche, die auf dem Groten Heesen dadurch entstand?
2. Das Plateau, auf dem Ihr hier steht, war noch bis ins 19. Jahrhundert größer und ragte weiter in das Elbe-Urstromtal hinein. Wieviel Meter ragte das Plateau damals noch in das Urstromtal und wodurch entstand der heutige Verlauf der Geestkante?
Du findest auf der Infotafel einen QR-Code, der Dich zu Informationen über 200.000 Jahre Geschichte dieses Ortes führt. Scanne bitte diesen QR-Code, um die weiteren Fragen beantworten zu können:
3. Das Gebiet des Groten Heesen ist aus einer Moräne insbesondere in der Saale-Eiszeit entstanden. Vor wie vielen Jahren war das Eis aus dieser Kaltzeit hier abgeschmolzen?
4. Die Gletscher der Weichseleiszeit erreichten Boberg und somit den Groten Heesen nicht, aber es entstand ein gewaltiger Strom, der das Elbe-Urstromtal bildete. Vor wie vielen Jahren lag die Elbe erheblich tiefer als zu heutiger Zeit?
5. Die Landschaft unterhalb des Geesthanges entstand erst in den letzten Tausenden von Jahren. Was erreichte Hamburg erst vor ca. 4.500 Jahren?
6. Seit ca. 2.000 Jahren greift der Mensch in diese Landschaft ein. Durch was wurde die Geestkante am Groten Heesen ca. 50m zurück verlegt und „wer“ ist verantwortlich für diese Veränderung der Geestkante (Antwort ist nicht „Mensch“!)?
Zum Abschluss noch zwei Aufgaben, die nicht mit Hilfe der Infotafel und dem QR-Code gelöst werden.
Du findest an Station 2 dieses Earthcaches eine weitere Infotafel, die Dir einige weiterführende Informationen zu den Auswirkungen aus Frage 6 gibt. Auch hier ist es interessant, den Barcode-Scanner auf dem Smartphone einzusetzen – allerdings ist dies zur Lösung der Frage nicht notwendig!
Folgende Aufgaben bringen Dich zum Abschluss dieses Earthcaches:
7. Beschreibe bitte mit eigenen Worten beim Blick von den Listingkoordinaten, wie die Struktur in den über den QR-Code erhaltenen Skizzen in der Natur zu finden sind. Nutze dazu bitte die Informationen zu "Boberg vor 3.000 Jahren"! Beschreibe auch, in welcher Entfernung und mit welchem Höhenunterschied vom Aussichtspunkt aus sich welche geologische Struktur aus der Zeichnung befindet. Wer möchte kann mir freiwillig auch zusätzlich eine Skizze senden, in der die in Aufgabe "8" ermittelten Höhen eingezeichnet sind.
8. Miss bitte mit Hilfe Deines mitgebrachten Höhenmeters die Höhe über NN sowohl an der Listingkoordinate als auch am zweiten Wegpunkt und sende mir die beiden Werte per Mail zu!
Freiwillig (!): Lade mit Deinem Log ein Foto von Dir und/oder Deinem GPSr an der Listingkoordinate mit dem Elbtal im Hintergrund hoch!
Deine Lösungen sendest Du mir bitte über mein Profil oder an die folgende Mailadresse: siggibaer[dot]gc[add]googlemail[dot]com.
Du kannst nach dem Absenden der Antworten sofort loggen und musst keine Logfreigabe von mir abwarten. Sollte etwas nicht korrekt sein melde ich mich bei Dir!
Nun viel Vergnügen an diesem schönen und informativen Ort und jederzeit Happy Hunting!
Beste Grüße
Holger aka siggibär