Das Schloss
Erstmals urkundlich erwähnt wird Lauenstein 1241. Noch heute zeugt die Burgruine vom mittelalterlichen Bau. Das Schloss ist im Wesentlichen vom Stil der Renaissance geprägt. Der beeindruckende Wappen- und der Vogelsaal, das Musikzimmer sowie viele andere Details machen die Kunstsinnigkeit des Bauherren Günther von Bünau (1557-1619) und dessen nachfolgenden Generationen sichtbar. Zahlreiche qualitätvolle Konsolköpfe - angefertigt aus Sandstein zu Anfang des 17. Jahrhunderts - haben sich unter anderem in der Kapelle und zwei Turmzimmern erhalten. Der rekonstruierte Park im Barockstil und der Schlossgarten mit seiner Pflanzenvielfalt rahmen die Anlage.
Das Museum
Das Osterzgebirgsmuseum Schloss Lauenstein bietet Einblicke in die vielgestaltige Kunst, Kultur und Geschichte des östlichen Erzgebirges. Das Hauptgebäude wurde in den vergangenen Jahrzehnten umfassend saniert und restauriert. Heute zeigt das 1979 gegründete Museum in mehr als 30 Räumen eine abwechslungsreiche Daueraustellung, die Jung und Alt auf eine spannende Zeitreise einlädt.
Illustriert wird die Geschichte der Kursächsischen Postmeilensäulen und der Eisenbahn im Müglitztal. Ein weiterer Bereich erzählt über das Wirken des Baumeisters der Dresdner Frauenkirche, George Bähr (1666-1738). Dieser wurde im benachbarten Fürstenwalde geboren und wuchs in Lauenstein auf. Über die Stadt- und Schlossgeschichte, das ehemalige Gefängnis und das Leben und Arbeiten der in Geising geborenen Thomaskantoren Johann Schelle (1648-1701) und Johann Kuhnau (1660-1722) erfahren die Gäste ebenso viel Wissenswertes wie über die Lauensteiner Ackerbürger, die einst das Leben der Stadt prägten. Ein Rundgang durch die Kellergewölbe der ehemaligen Burg und ein Blick in das Verlies entführen den Museumsbesucher in die Zeit des Mittelalters.
Die Bildergalerie zeigt Werke namhafter sächsischer Künstler, darunter Porträts von Kurt Querner, sowie regionale Landschaften von Werner Haselhuhn, Alfred Hesse und Heribert Fischer-Geising. Die Ausstellung widmet sich auch naturkundlichen Themen, so beispielsweise der Entwicklung der osterzgebirgischen Landschaft mit ihren Wäldern, Steinrücken und Tieren. Und wer sich für die Geschichte und Bedeutung der Jagd interessiert, kommt im Schloss ebenfalls auf seine Kosten.