Letterbox: Postbote Gerd Clemens erinnert sich... Letterbox Hybrid
Letterbox: Postbote Gerd Clemens erinnert sich...
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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"Klassisches" Letterboxing durch Rüdersdorf, Ortsteil "Alte Grund"
Ja früher, da war …da konnte man und sowieso und überhaupt: Es war eben VIELES anders!! Bis zur friedlichen „Revolution“ hatte ich mein gelbes Postrad, natürlich ohne E-Antrieb aber mit einem Ständer (ja, ab und an) und ich war froh, wenn der die alte Mühle nicht zum Kippen brachte. Und natüürlich, die riesige Posttasche, in die aber die paar Briefe und Einschreiben, der „Neue Tag“ und das "Deutsche Neuland" ganz locker reinpassten. Genauso locker konnte ich meine Runde abradeln oder zur Not auch auf Schusters Rappen zu Ende bringen. Aber dann ab 1990: Kataloge, Werbung und dicke Briefe von der alteingesessenen Allianz bis zur zickigen Züricher Zahnprothesen-Zuzahlungsversicherung, nee das war zu ville für mich und mein Gefährt. Aber schöne Erinnerungen sind geblieben. Die will ich mit Euch teilen und die alten Wege mit Euch ablaufen, so wie früher. Wenn Ihr alles genau betrachtet, was ich Euch beschreibe und Euch paar Notizen macht, dann könnt Ihr zum Schluss erleben, was der alte Postkollege Gerd Clemens unter einem „Toten Briefkasten“ verstand und immer noch versteht. Koordinaten und solch modernes Zeug brauchte ich nicht. Ich hatte ALLES im Koppe. Damit Ihr Neulinge aber nicht völlig planlos durch Rüdersdorf rennt, gebe ich Euch eine Starthilfe: Bei N52°28.125 13°48.045 (das hat mir mein Enkel Luis aufgeschrieben) könnt Ihr das Auto abstellen. Das nützt unterwegs recht wenig wegen der neu eingerichteten Einbahnstraßen und der Engpässe, die immer noch existieren. Das Navi darf bis kurz vor Schluss inne Tasche bleiben. Alles klar? Na denn mal los! Hier habt Ihr fünf Richtungen zur Auswahl, nehmt die Würzige und legt so etwa 140 Meter zurück. Oh, oh, hier schlägt es 11(geradeaus) 12(rechtsrum) oder 13(linkswech)?? Das Ihr richtig seid, seht Ihr an der ersten DDR-Solarthermie-Anlage rechter Hand und etwas weiter genießt mal kurz das Postkartenpanorama. Nun steigt der, wie Ihr wohl sagt, T-Wert. Wie oft bin ich mit meiner Postmühle an dieser engen Stelle ins Schlittern gekommen, aber ihr jungen Leute seid ja flexibel und gut drauf. Zur Orientierung hat am Ende des Weges damals knapp vor der Wende unsere Post vier gelbe Markierungen hinterlassen, denen folgt nach rechts bis zum brandneuenTor. Ab hier gilt: Klappe halten!! Die Anlieger mögen keinen Krawall und sind auch sonst ziemlich introvertiert. Aber eine Tür vom Hauptgebäude, das ganz aus Rüdersdorfer Kalkstein besteht, solltet Ihr betrachten und die Türscheiben(A) zählen. Jetzt dürft Ihr die Begegnungsstätte verlassen und auch das große, uralte grüne Tor wieder ordentlich verschließen. Aber nicht ohne das von der Nachbarschaft profitierende Handwerk zu registrieren und dessen Hausnummer(B) aufzuschreiben. Das war der erste Teil und meine spezielle Abkürzung wenn die Zeit mal drängte. So, jetzt schräg rüber zu der Buckelpiste und schon wieder ein Engpass: Addiert die großen Ziffern!!!(C), das kleine blaue Schild könnt Ihr vergessen. Nun weiter in Richtung der Einengung und am Ende links oder rechtsrum? Egal, der Köter wird Euch schon Bescheid geben, ich habe da immer die Sendungen im hohen Bogen übers Tor geschmissen. Wer bis hierher mit dem Rad fuhr, wird sicher absteigen. Aber macht doch wie Ihr wollt, ich jedenfalls will weiter. Rechter Hand kommt ein Grundstück ins Blickfeld, wo 2003, so habe ich gehört, Probeaufnahmen zum Dschungelcamp gemacht wurden. Etwas davon ist noch zu sehen. Damals hat der Sicherheitsdienst alles abgeriegelt und sogar das protzige Doppeltor mit 'nem Vorhängeschloss versehen. Dessen Typ solltet Ihr euch merken, er wird noch gebraucht. Wir wollen die Laubenpieper nicht in ihrer Idylle stören und machen am Tor auf dem Hacken kehrt und wenden uns der Hauptstraße zu. Den zweiten Teil der Tour haben wir sozusagen inne Tasche. Das war so knapp die Hälfte. An dieser Ecke holte ich mir immer mein Dienstbrötchen oder auch mal ein leckeres Stück Mohnkuchen und zum Quasseln war auch noch Zeit. Schräg gegenüber war bis in die 90er eine Tapetenfabrik. Als der Laden nicht mehr rund lief, wurde er dicht gemacht, entkernt, saniert mit Handel und Gewerbe besiedelt und steht seit mindestens zehn Jahren leer. Eigentlich war ich damals froh darüber, 50% Arbeitsbelastung waren schlagartig weg. 1997 habe ich hier meine Einbauküche gekauft, das Firmenlogo (notieren) ist alles was blieb. Wer mal durch die Scheiben linst, sieht noch 'ne Vinylsammlung an Wand und Decke im Erdgeschoss. Dieser Leerstand hat sogar zwei Hausnummern (D), schreibt beide bitte auf. 100 Meter weiter auf gleicher Seite hat es eine kleine aber feine Buchhandlung, deren Fassade schön restauriert und gemalert ist. Die Anzahl der rosa Blüten(E) solltet Ihr zu Papier bringen. Wieder ein Stück meiner alten Runde geschafft und das Ende fast in Sicht. Wenn es uns mal nicht so gut geht, folgen wir heute dem Hinweis mit dem „P“ hinten dran. Eine Sackgasse liegt vor uns, aber nur für Kraftfahrzeuge. Ihr seht, mit dem Postauto war hier nicht viel zu machen. Der Neubau links an der Ecke mit viel rot anne Fassade, in dessen riesige Kästen(F) habe ich nix mehr geschoben. Zählt sie trotzdem! Wenn wir nun dem Verlauf der Einbahnstraße folgen, sehen wir nach rund 100 Metern rechts einen sanierungsbedürftigen Altbau. Hier wohnte mein Kollege Heinz (was für ein Heinz!) lange Jahre drin, bis er zu seiner neuen „Flamme“ in deren schönere Wohnung zog. Heinzens Gardinen hängen noch und auch die Vasen(G) auf der Mansarde sind noch nicht runter gefallen. Bevor das passiert, zählt sie lieber!! Dem Elektro-Laden schenken wir keine Beachtung, ist zu teuer! Langsam geht's dem Ende zu, wird ja auch Zeit!! Ehe rechts die Katzenköppe anfangen, noch ein Blick halb links auf die Gegenseite. Dieser Laden hat mich nie interessiert, auch meinen Kollegen Heinz nicht. Aber manch einer hat hier ein Vermögen gelassen. Zählt sicherheitshalber die Buchstaben des Warenangebotes(H), damit Ihr Euch nicht auf so was Scheußliches einlasst. Die nun folgende Rüttelpiste bietet zusätzlich einen rustikalen Gehweg. Nach etwa 90 Metern bergauf fühlt Ihr Euch auf dem Weg zum Auto oder zur Straßenbahn irgendwie beobachtet. Wer glotzt Euch da auf Euren Schreibkram? Keine Angst, die wollen nur spielen!! Notiert Euch die Nummer des Hauses(I), von dessen Gartentür Ihr dann peilt, auf alle Fälle für eine eventuelle Anzeige beim Ordnungsamt. Ja Ihr Lieben, in diesem Bereich meines Arbeitsplatzes war die richtige Schiebetechnik gefragt. Das hatte den Vorteil, dass ich nun als Rentner immer noch stramme Waden habe. Apropos schieben: Ihr schiebt jetzt ab Richtung Start, rechnet ein Bisschen, macht 'ne Peilung und ich schiebe nach den zwei Km 'ne ruhige Kugel in meiner Laube. Wenn also der Postmann oder die Postfrau von DHL, PIN und sonst was mal später kommen, denkt daran: Es könnten die Engpässe oder Sackgassen gewesen sein ;-)). Tschüss und beste Grüße von Gerd Clemens (Postbote a.D.)
Am 18.03.2022 Listing und Berechnung wegen örtlicher Veränderungen aktualisiert.
Additional Hints
(Decrypt)
Svany: avpu gvaq re trzh rgyvpuraybtfg hor uvagre Oyrpu,
20° trtraq vr hue haqtr süuyibyy nhfq rzyn olevagu mvrura
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