#Lost Places Rheinböllen# Gruftkapelle Puricelli
Puricelli ist der Name einer Industriellenfamilie aus Rheinböllen. Die Nachfahren des italienischen Einwanderers Giacomo Antonio Puricelli leiteten ab 1791 das Eisenwerk Rheinböllerhütte und hatten über Jahrzehnte großen Einfluss auf die Entwicklung des Wirtschaftslebens im östlichen Hunsrück und an der unteren Nahe.1
Viele Leute sind wahrscheinlich schon oft an diesem Gebäude vorbei gefahren, ohne wirklich zu wissen, was sich dahinter verbirgt. 1857 wurde diese Kapelle als Familiengruft für die Familie Puricelli angelegt und 1906 wurde Sie noch erweitert. Im Frühjahr 1945 wurde die Kapelle nach einem Tieffliegerangriff auf den benachbarten Bahnhaltepunkt schwer beschädigt, allerdings bis 1947 in annähernd gleicher Form wieder aufgebaut.2 Im Obergeschoss befindet sich die Kapelle St. Maria und St. Michael und im Untergeschoss die Gruft mit zahlreichen Sakophagen von Familienangehörigen. Die letzte Beisetzung fand am 31. August 1993 von Baronin Clara Kirsch-Puricelli statt. Mit dem Tod der Baronin, die keine Kinder hatte, ist der Name Puricelli nach ca. 330 Jahren in Deutschland ausgestorben.
Zum Finden des Caches muss die Gruftkapelle nicht betreten werden. Bitte verhaltet euch dem Gebiet entsprechend angemessen.
Bitte nur an den Parkkoordinaten parken. Von hier aus könnt ihr innerhalb von 2 Minuten zum Cache laufen. Bitte achtet auf den Verkehr. Vor allem an Werktagen ist aufgrund des ansäßigen Bremsenherstellers hier viel Verkehr.
1 Wikipedia
2 Dieter Diether (2014): Rheinböllen im Wandel der Zeiten, Stadt Rheinböllen, Rheinböllen 2014