Gleich am Tümpel steht eine, von Verwitterung arg gezeichnete Bank, die bestens zum Beobachten genutzt werden kann.
Geduldige Beobachter werden so manchen Waldbewohner sichten können, besonders aber Amphibien, die hier am Tümpel leben.
Wussten Sie, dass die meisten einheimischen Amphibienarten den Grossteil ihres Lebens an Land verbringen und nur zur Fortpflanzung Gewässer aufsuchen? Der Wald ist einer der wichtigsten Lebensräume für Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander.
Die Haut von Amphibien ist weder durch ein Fell noch durch Federn oder Schuppen vor Umwelteinflüssen geschützt. Schleimdrüsen halten die nackte Amphibienhaut konstant feucht, was für die Sauerstoffaufnahme durch Hautatmung notwendig ist. Während Trockenperioden oder bei direkter Sonneneinstrahlung geht die Feuchtigkeit der Haut jedoch schnell verloren. Deshalb sind Amphibien auf feuchte, schattige Lebensräume und Rückzugsmöglichkeiten angewiesen. Der Wald ist dank seinem feuchten Mikroklima als Aufenthaltsort für Amphibien prädestiniert.
Häufiger an Land als im Wasser
Amphibien nehmen wir meistens während ihrer Fortpflanzungszeit wahr, also dann, wenn sie im Wasser sind. Unüberhörbar ist das Gequake der seltenen Laubfrösche, Molche lassen sich beim Luftholen beobachten, und jedes Kind hat schon Kaulquappen im Flachwasser von Weihern schwimmen sehen. Schnell leitet man daraus ab, Amphibien seien vornehmlich Wassertiere. Dies ist jedoch ein Trugschluss, denn die meisten einheimischen Amphibienarten verbringen den Grossteil ihres Lebens an Land.
So können Sie Amphibien helfen
- feuchte Wälder nicht entwässern
- Abzugsgräben im Wald nicht mehr unterhalten
- bereits entstandene Fahrspuren nicht verfüllen
- Kleingewässer, Tümpel und Weiher anlegen (sporadisch austrocknende Gewässer sind am besten)
- Schlagabraum zu Haufen aufschichten
- dickes Totholz liegen lassen
- in regnerischen Nächten Forststrassen nicht befahren, weil dann Amphibien besonders aktiv sind
Bitte achtet auf die Natur und ihre Bewohner!
Catch the Devil