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Geologie rund um den (Mini-)Wasserfall EarthCache

Hidden : 12/29/2015
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Dieses Listing ist nur in Deutsch verfügbar.
This Listing is available only in German Language.*




Einleitung


Dieser Earthcache führt euch zu einer schönen kleinen Ecke im Wald, an der sich ein Naturwasserfall befindet (Anm.: Man sagt, es sei sogar der höchste im ganzen Oberbergischen.). Erwartet aber bitte keine Niagarafälle, das ganze ist hier doch deutlich (!) überschaubarer und ein "Sprung" von der Fallkante würde euch vermutlich nicht einmal blaue Flecken bescheren.

Dennoch - oder gerade deshalb - kann man hier wunderbar eine Reihe geologischer Besonderheiten beobachten, die durch den Wasserfall entstehen, ohne dass man sich dafür - anders als bei den großen Brüdern - in Lebensgefahr bringen muss.

Doch beginnen wir einmal mit etwas Hintergrundwissen. Lest euch also zunächst einmal die folgenden Erläuterungen genau durch, ihr werdet sie vor Ort brauchen.


* Geologische Einflüsse eines Wasserfalls auf die Umgebung


Bei einem Wasserfall handelt es sich um den Abschnitt eines Fließgewässers, an dem die Strömung mindestens teilweise in freien Fall übergeht. Dabei befinden sich oft stufige Absätze bzw. Kaskaden in der Fallstrecke, so dass - je nach Steilheit der Talstufe - daraus auch treppenartige (mehrstufige) Gebilde, ja sogar mehrfache Wasserfälle entstehen können. Typische Phänomene sind u.a. Kolkbildung am Fuß des Wasserfalls, vermehrte Frostsprengung an den Felsen im Gischtbereich, sowie erhöhte Luftfeuchte.


Wasserfälle bilden sich besonders oft dort, wo unter widerstandsfähigem Gestein leicht ausräumbares folgt. Am Übertritt des Wassers in den Bereich, wo das weichere Gestein ausstreicht, entsteht aus einer anfänglichen Auskolkung eine Stufe mit Gumpe und schließlich die Unterspülung des härteren Gesteins. Über dieser Höhlung bricht mit der Zeit das Gestein nach. Die Lage des Wasserfalls verschiebt sich dadurch im Laufe der Zeit stromaufwärts und die Umgebung wird dadurch geologisch neu geformt.

** Was ist Frostsprengung ?


Bei der Frostsprengung handelt es sich um eine physikalische Form der Verwitterung. Hierbei dringt Wasser in die Poren und Klufträume des Steins ein und gefriert. Durch die Volumenausdehnung wird der Stein schließlich "gespalten". Entsprechend ist ihr Auftreten i.d.R. auf Gebiete mit kalten Wintern beschränkt. Nahezu überall ist das anstehende Gestein von Spalten durchzogen, den sogenannten Klüften. Dabei kreuzen sich die Schichtflächen und die Klüfte im rechten Winkel zueinander. Die Wirkung der Frostverwitterung ist in allen Klimaten zu beobachten, die eine winterliche Jahreszeit mit vielen Frostwechseln besitzen. Wo das anstehende Gestein an Felsen und Berggipfeln entblößt ist, werden Blöcke durch Wasser, das in den Klüften gefriert, von Gestein abgetrennt.


** Was ist eine Gumpe ?


Hierbei handelt es sich um ein Tosbecken in der Prallzone des Wasserfalls mit starker Tiefenerosion bzw. beckenartige Strudeltöpfe, die von Sturzbächen/Wasserfällen in den felsigen Untergrund eines Bachbetts erodiert werden. Sie entstehen oft in dichter Folge und gestalten dann das Bachbett stufenförmig. Dadurch bildet der Bach Kaskaden. Die hiermit verbundene weitere Vergrößerung dieser Strudeltöpfe unterscheidet die Gumpen von Kolken.


** Was ist eine Auskolkung ?


Unter einem Kolk versteht man eine kleine, wassergefüllte Vertiefung, die im Laufe der Zeit eine Aushöhlung zur Folge hat. Genauer gesagt handelt es sich hierbei um eine Erosionserscheinung in einem Flussbett in Form einer Vertiefung in der Fließgewässersohle oder der Uferwand. Auslöser können Unregelmäßigkeiten in der Festigkeit des Untergrundes sein oder Fließhindernisse wie Baumwurzeln oder Steine in Sand- und Schotterbetten, sowie Wasserfälle. Kolke entstehen auch in Festgestein durch die sogenannte Fluvialdynamik des Wasserlaufs. Mitgeführter Sand und Gesteinsbruchstücke schleifen die Gewässersohle ab, wodurch der Fluss das Gestein erodiert. Durch Strudel und Wasserwalzen bilden sich trichter- oder kesselförmige Vertiefungen. Die auskolkende Tätigkeit des fließenden Wassers heißt Evorsion, die Initialform eines Kolks Strudelnische.


Die Aufgaben


Um diesen Earthcache zu loggen beantwortet bitte die im folgenden genannten Fragen. Ihr dürft sofort loggen. Ich melde mich, falls etwas nicht stimmt und helfe dann bei der Beantwortung der Fragen.

  1. Ist hier bereits eine Kolkbildung mit Tiefenerosion erkennbar ? Wenn ja, wie tief würdet ihr das Wasser an der Stelle schätzen ?
  2. Entsteht am Fuße des Wasserfalls bereits ein Überhang (ggf. auch mal hinter/unter den Wasserfall fühlen mit der Hand) ?
  3. Sind auch Kaskaden und Gumpen vorhanden ?
  4. Rechts vom Wasserfall fließt ebenfalls in etwas schwächerem Ausmaß Wasser den Fels hinunter. Schaut euch dort einmal weiter unten das Gestein an und vergleicht es mit dem Gestein in etwa selber Höhe auf der linken Seite, wo kein Wasser fließt. Was fällt euch auf ? (Sehen und fühlen)
  5. Finden sich Spuren von Frostsprengung ? Wenn ja in welchem Bereich bzw. in welchen Bereichen ?
  6. Last but not least - ein Wunsch und ausdrücklich kein Muss: Das obligatorische Foto von euch vor Ort. Aber bitte möglichst so, dass keine Lösungen gespoilert werden.

Zur Ausrüstung ...


... sollten - da es erwartungsgemäß feucht wird , eventuell Gummistiefel gehören (geht mit ein wenig Vorsicht aber auch ohne). Außerdem spritzt es ordentlich, zieht euch also wasserfeste Kleidung an, falls es euch stört ein wenig nass zu werden.


Quellenangabe


Die Informationen, wie auch die Zeichnung stammen von Wikipedia. Das Foto habe ich vor Ort selber aufgenommen.

Additional Hints (No hints available.)