Auf dem Hörkopf, nahe Stephanshausen, findet man mitten im Wald Basaltgestein und eine Vertiefung, die in Verbindung mit dem Basalt an einen Vulkankrater erinnert. Der Hörkopf selbst ist eine fast kreisrunde Erhebung und man könnte meinen, dass hier einst ein Vulkan ausgebrochen ist.
Wenn man ein Loch graben würde (was aber verboten ist!!), würde man zudem auf feine Schichten vulkanischer Asche stoßen. Die Vulkanasche hat aber nichts mit dem Basalt zu tun und der Basalt entstammt keinem Vulkan.
Die Asche, die man hier im Boden findet, stammt vom Ausbruch des Laacher See Vulkans und ist schlappe 13.000 Jahre alt. Die Basaltsteine jedoch haben ein Alter von schätzungsweise 400-350 Mio. Jahren. Im Devon, als sich an der Stelle des heutigen Taunus ein sanftes Meer mit südseeähnlichen Küsten befand, lagerten sich mächtige Schichten von Sand und Ton ab. Durch das Eigengewicht wurden die Schichten in tiefere Regionen des Erdmantels gedrückt, wo sie durch hohe Temperaturen und starkem Druck eine strukturelle Veränderung erfuhren. So entstanden die Schieferschichten des Rheinischen Schiefergebirges.
Durch tektonische Vorgänge wurden die Gesteinsmassen emporgehoben, erkalteten und wurden brüchig. An manchen Stellen konnte Magma in die Risse eindringen, im Falle des Hörberges war es eine nach oben steigende Magmablase, die in das brüchige Schiefergestein eindrang.
Über dieser Magmablase befanden sich aber immer noch mehrere Kilometer dicke Gesteinsschichten, zu einem Vulkanausbruch kam es also nicht. Das Magma konnte in aller Ruhe abkühlen. Beim Erkalten von Magma bilden sich Olivin-Kristalle. Kühlt die Gesteinsschmelze langsam ab, werden die Kristalle groß, kühlt sie schnell ab, gibt es nur kleine Kristalle. Im Laufe der Jahrmillionen wurden die über dem Basalt liegenden Schichten abgetragen und das Basaltgestein freigelegt. Da Basalt härter ist als das umgebende Schiefergestein, wird es auch langsamer abgetragen und so erklärt sich die Erhebung des Hörberges.
Nun zum Cache, bzw. zu Deinen Aufgaben: Beantworte die nachstehenden Fragen bzw. löse die Aufgaben. Sende mir die Antworten und logge anschließend direkt. Solltest Du mit Deinen Antworten völlig daneben liegen, melde ich mich bei Dir.
1.a. Auf dem Hörberg angekommen, siehst Du eine Vertiefung. Nenne mir zwei Gründe, warum es sich hierbei nicht um einen Vulkankrater handeln kann.
1.b. Wodurch mag die Vertiefung sonst entstanden sein?
2.a. Nimm eine Vermessung der Vertiefung vor und nenne mir die grösste Länge sowie die Tiefe.
2.b. In der Nähe der Koordinaten findest Du zwei Topo-Punkte. Messe den Abstand.
3. Ebenfalls in der Nähe siehst Du ein Stück einer Basaltsäule (ca 1m lang). Ermittle das Gewicht der Säule.
Mögliche Vorgehensweise:
Notiere Dir zunächst eine Schätzung des Gewichts.
Vermesse die Säule um deren Volumen bestimmen zu können.
Suche ein kleines Stück Basalt (es muss in einen Messbecher passen) und nimm es mit nach Hause. Wiege den Stein. Ermittle sein Volumen, indem Du ihn in einen mit Wasser gefüllten Messbecher gibst und die Veränderung des Wasserstandes feststellst. Verfeinere das Ergebnis durch Ermittlung der Abmessungen.
Nachdem Du Volumen und Gewicht der Gesteinsprobe (und somit die Dichte von Basalt) ermittelt hast, kannst Du das Gewicht der Basaltsäule hochrechnen. Vergleiche das Ergebnis mit Deiner Schätzung
4. Untersuche einen Basaltstein mit einer Lupe. Ist der Basalt Deiner Meinung nach schnell oder langsam abgekühlt?
Über ein Foto, das Du mit dem Log hochlädst, würden wir uns freuen.
Quellen:
Jahrbuch des Nassauischen Vereins für Naturkunde, Band 99, Seite 86 ff.,
„Der Taunus – eine Zeitreise“ von A.Stahr und B.Bender
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