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Flammenmergel im Zwergental EarthCache

Hidden : 1/3/2016
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Flammenmergel im Zwergental



Dieser Earthcache befindet sich im wunderschönen

Naturschutzgebiet „Östlicher Teutoburger Wald“.


Der Teutoburger Wald ist ein Mittelgebirgszug, welcher sich vom

Tecklenburger Land bis nach Horn-Bad Meinberg erstreckt.

Vor etwa 70-65 Millionen Jahren begann die Entstehung des

heutigen Teutoburger Waldes. Zu dieser Zeit kam es zwischen

den Schollen der Rheinischen Masse und dem Niedersächsischen

Tektogen zu einem Bruch (Osning Spalte). Die Schollen schoben

sich übereinander und richteten sich teils senkrecht auf und

kippten teilweise sogar um. Bis vor etwa 65,5 Millionen Jahren

(Mesozoikum) war das Gebiet von Meeren bedeckt. Vor ca.

251-199,6 Millionen Jahren (Trias) bildeten sich mächtige

Sedimentablagerungen. In der unteren und oberen Kreidezeit

bildeten sich weitere Sedimentschichten. Unter eigenem Druck

verfestigten sich die Sedimente und es entstanden Sand-

und Kalkstein.


Der aufzusuchende Flammenmergel-Steinbruch ermöglicht Euch

einen guten Einblick in die Geologie dieser Region. Besonders

imponierend ist die hohe Felswand.



Steinbruch


Flammenmergel ist ein tonig-kalkig-kieseliges Sediment, welches in

Nordwestdeutschland auftritt. Dieses Sediment verbreitete sich

vom nördlichen Harzvorland bis zum Weserbergland.

Entstanden ist dieses Sediment als Meeressediment. Als

Meeressedimente oder marine Sedimente bezeichnet man in der

Geologie jene Sedimente, die sich in Meeresbecken ablagern bzw.

abgelagert haben.


Über den Entstehungszeitraum gibt es in der Literatur

unterschiedliche Aussagen:


1. Unterkreide – Albium - 112,9–100,5 Mio. Jahre


2. Oberkreide - Cenomanium - 100,5–93,9 Mio. Jahre


Seine Färbung ist gelb bis ocker.


Die namensgebenden schlierenartigen Flammen darauf

sind dunkelgrau bis schwarz.

Diese Flammen gehen auf Wühlspuren grabender Organismen

zurück, die im Wesentlichen aus eingeschwemmten kieseligen

Schwammnadeln bestehen. Die so angereicherte Kieselsäure

bildet im verwitterten Zustand schwarze Schlieren.


Er tritt in unterschiedlicher Mächtigkeit auf:


Niedersachsen: Landkreise Holzminden, Hildesheim

und Northeim (zwischen Sackmulde und Hils): 90 – 190m


Nordrhein-Westfalen: Bielefeld: 110m


Nordrhein-Westfalen: Altenbeken: 10 – 15m


Die Beurteilung der unterschiedlichen Verwitterbarkeit,

Klüftigkeit, Festigkeit und hydrogeologischer Parameter wird

durch den wechselden Gehalt von sedimentärer Kieselsäure und

an Feinsand in Quarzitlagen möglich.


Der Flammenmergel zeichnet sich zum Beispiel durch

Kleinklüftigkeit aus. Umso kieseliger das Gestein und umso

größer der Kalk- und Sandgehalt, desto größer ist die Zunahme der

Klüftigkeit.


Des Weiteren hat er eine relativ hohe Aufnahmefähigkeit für

Wasser.


Abgebaut wurde der Flammenmergel für den Straßen- und

Wegebau. Im Straßenbau wurde der Flammenmergel

z.B. als Packlage verwendet.



Begriffserklärungen:


Tektogen - Bereich der Erdkruste mit einheitlichem

tektonischen Bau


Klüftigkeit - Aussage über den Grad der Zerklüftung

eines Gesteinskörpers





Fragen und Aufgaben:


1. In welche Himmelsrichtung weist die Schrägstellung

der einzelnen Schichten im Steinbruch und wie kam es dazu?


2. Sind die Übergänge zwischen den Sedimentschichten in der

Flammenmergelwand klar definiert oder eher fließend?

Gibt es farbliche Unterschiede?

Was glaubst du, warum das so ist?


Optional: Macht ein schönes Foto von der Umgebung.



Logbedingungen:


Nachdem Ihr mir Eure Antworten über die Nachrichtenfunktion

oder direkt per E-Mail an mich gesendet habt dürft Ihr diesen

Cache loggen.

Sollten die Antworten fehlerhaft sein, werde ich mich bei Euch

melden.



Quellen:


Literatur:


"Hydrogeologie der nichtverkarstungsfähigen Festgesteine"

von Herbert Karrenberg - 1980


"Gliederung und Genese des Flammenmergels (Alb)

in Hils- und Sackmulde (Süd-Hannover)"

von Heinz Jordan - 1968


Internet:


www.wikipedia.org; www.zeno.org; www.bgu-geoservice.de;

www.naturpark-teutoburgerwald.de - Stand 20.01.16




Umgebung:


Ganz in der Nähe des Steinbruchs befindet sich ein weiteres

Naturdenkmal der Stadt Bielefeld:



Zwergenhöhle

Die Zwergenhöhle ist die einzige bisher bekannte Höhle in Bielefeld.

Sie entstand durch die Lösung von Kalkstein (Karsthöhle). Dies

geschah durch kohlensäure-haltiges Wasser, welches sich in der

Höhle bis zur Erosion der Längstaler gesammelt hatte.



Allgemeines:


Der Steinbruch darf nicht betreten und die Zwergenhöhle nicht 

besucht werden. Bitte verlasst nicht die Wege und die unmittelbare 

Umgebung der Infotafel. Hinterlasst keine Spuren!







Viel Spaß bei einem schönen Spaziergang und einer erfolgreichen Recherche wünscht


Trooper 1983



Die Fotos in diesem Listing wurden von Sgt. Pinback zur Verfügung gestellt.




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