Grundmoränenlandschaft im Geopark EarthCache
Grundmoränenlandschaft im Geopark
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 (other)
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Dieser Earthcache führt euch auf den Drebitzberg, eine Erhebung in der kuppigen Grundmoräne des Pommerschen Stadiums der Weichsel-Kaltzeit. Das hier zu betrachtende Relief wurde vom Gletschereis und Schmelzwasser der letzten Eiszeit vor 115000 bis 11600 Jahren geformt. Von dieser Aussichtsplattform habt ihr einen phantastischen Blick auf die flach wellige Grundmoränenlandschaft mit dem anschließenden Choriner Endmoränenbogen und drei glazial geformte Seen.
Im GeoPark Eiszeitland am Oderrand ist die Glaziale Serie mit Grundmoräne, Endmoräne, Sander und Urstromtal komplett erhalten und wie in keiner anderen Region Deutschlands so modellhaft auf nur wenigen Kilometern ausgeprägt. Im Nordosten Brandenburgs richtet sich die Abfolge dieser vier Hauptelemente weitestgehend von Norden nach Süden. Die beispielhafte Ausprägung der vier Hauptelemente in diesem Gebiet war eine wesentliche Voraussetzung für das Erkennen der gesetzmäßigen Zusammenhänge zwischen den Prozessen während und nach der Eiszeit und der Entstehung der Landschaftsformen.
Die Entstehung der Grundmoräne
Das aktive Inlandeis transportierte große Mengen an Geschieben mit sich. Die enorme Dicke des Eises verursachte an dessen Basis einen so hohen Druck, dass es selbst bei Minusgraden zum Schmelzen des Eises kam. Der Wasserfilm zwischen Gletscher und Untergrund fungierte als Schmierfilm, auf dem das Eis leichter vorrücken könnte.
Im Rückland der Endmoräne verblieb nach Abschmelzen des Gletschers die Grundmoräne. Sie besteht aus einem ungeschichteten, unsortierten, mergeligen Gemenge aus Ton, Schluff, Sand, Kies, Steinen und teilweise auch Blöcken. Diese Materialien wurden im und unter dem Gletscher transportiert und - im Gegensatz zur Endmoräne - auch unter dem Gletscher abgelagert. Felsen wurden abgeschliffen, winzige Staubpartikel und Sand wurden ebenso mitgeführt wie riesige Findlinge. Nur die härtesten Gesteine blieben unter dem gewaltigen Druck des Eispanzers bestehen, der Rest wurde zermahlen und zerrieben.
Das Sediment der Grundmoräne- der Geschiebemergel
Nach seiner Zusammensetzung bezeichnet man das so unter dem Gletscher entstandene Sediment als Geschiebemergel. Er ist das typische Sediment der Grundmoräne und ist heute ein interessanter Zeuge für eine frühere Vereisung der Landschaft. Der Anteil der einzelnen Korngrößenfraktionen im Sediment kann stark schwanken. Sowohl tonig-schluffige als auch sandige oder steinige Geschiebemergel kommen vor. Ebenso variabel ist die Farbe des Geschiebemergels im Aufschluss. Es überwiegen zwar Grautöne, aber auch gelbliche, rötliche oder bläuliche Farben treten auf. Der Karbonatgehalt des Geschiebemergels stammt in Norddeutschland aus umgelagerter und zerriebener Schreibkreide, in Süddeutschland aus den Nördlichen Kalkalpen. Durch nachträgliche Verwitterung kann das Karbonat aus dem Geschiebemergel ausgewaschen (gelöst) werden. Es entsteht dann kalkfreier Geschiebelehm. Dieser Geschiebelehm bildet die Grundlage für fruchtbare Böden.
Geschiebemergel
Heute werden die flach welligen bis hügeligen Grundmoränenbereiche überwiegend für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Geschiebemergel wurde schon in frühen Jahren des Ackerbaues zur Düngung bzw. "Kalkung" von weniger fruchtbaren Böden genutzt.
Formen der Grundmoränenlandschaft
flach wellige Grundmoränenlandschaft
Nach der Oberflächenform können flach wellige bis ebene und kuppige Grundmoränen unterschieden werden, die alle auch zahlreiche Seen enthalten. Die weiten Grundmoränenflächen im Nordosten des Geoparks zeichnen sich durch ihr geringes Relief aus (ebene Grundmoräne). Im Zuge des Eiszerfalls schnitten abfließende Schmelzwasser markante Rinnen in diese Oberfläche hinein. In der Umgebung der Endmoränen wird das Relief unruhiger. Die kuppigen Grundmoränen begleiten oft in einem breiten Streifen die Endmoränen, d. h. sie sind meist entlang der Endmoränen anzutreffen.
Im Allgemeinen sind die Grundmoränen des Altmoränenlandes noch reliefärmer als die des Jungmoränenlandes. Typisch für Grundmoränenlandschaften sind zahlreiche geschlossene Hohlformen, die Sölle. Weitere Formen, die sich oft in Grundmoränenlandschaften finden, sind Drumlins, glaziale Rinnen und Oser. Grundmoränenlandschaften sind in Norddeutschland und im Alpenvorland sehr weit verbreitet. In Norddeutschland nehmen sie nördlich der Endmoränenzüge sehr große Flächen ein.
In der Regel erstrecken sich die Grundmoränen nordöstlich der Endmoränen.
Die flächenmäßig weite Verbreitung der Grundmoräne im Nordosten Brandenburgs veranschaulicht die Karte:

Bitte beantwortet folgende Fragen:
1. Wie hoch ist die Grundmoräne an dieser Stelle? (Höhenmessung an Wegpunkt 1 durchführen!)
2. Schaut euch genau um! Welche für die Grundmoräne typischen Seenformen könnt ihr von hier aus sehen und welche andere besondere glaziale Geländeform befindet sich zwischen zwei der Seen? (Wegpunkt 1)
3. Beschreibe die Zusammensetzung des Geschiebemergels am kleinen Aufschluss! (Wegpunkt 2)
4. Freiwillig: Füge ein Foto von dir/deinem GPS auf dem Drebitzberg deinem Log bei!
Die korrekten Antworten gelten dann als Logbedingung! Schickt eine Mail mit euren Antworten an uns! Nach dem Absenden der Antworten könnt ihr gleich loggen. Falls etwas nicht in Ordnung ist, melden wir uns. Ihr braucht nicht unsere Logfreigabe abwarten! Wir wünschen euch viel Spaß bei dieser geologischen Entdeckungsreise!

Quellen: Infotafeln vor Ort, Wikipedia, geopark-eiszeitland.de, eiszeitroute.com, eiszeitstrasse.de, Geologischer Garten Stolzenhagen, wissenstexte.de, eigenes Foto
Additional Hints
(No hints available.)
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