Bis zu seiner Verhaftung durch die Gestapo im März 1936 lebte der jüdische Kaufmann Karl Rosenberg zusammen mit seiner Frau Herta in der Simmerer Straße 47 in Köln-Sülz. Wegen seiner Kontakte zu einer kommunistischen Widerstandsgruppe wurde er Anfang 1937 zu einer Haftstrafe von 8 Jahren verurteilt, von denen er 6 Jahre in einem Zuchthaus in Siegburg verbüßte. Im Februar 1943 wurde er nach Auschwitz deportiert, wo er am 4. April 1943 starb.
Rosenbergs Frau Herta wurde ebenfalls verhaftet und gebar im Gefängnis Klingelpütz ihre Tochter Ruth. Im Prozess 1937 sprach das Gericht sie frei, da ihr Kontakte zur Kommunistischen Partei nicht nachzuweisen waren. Als sie in Berlin im November 1938 die sog. "Kristallnacht" erlebte, wurde ihr klar, dass es für Juden in Deutschland keine Zukunft mehr geben würde. Kurz vor Ausbruch des Krieges gelangen ihr und ihrer Tochter die Flucht nach London.
Gestiftet wurde der Stolperstein für Karl Rosenberg von Schülern des Berufskollegs Ehrenfeld. Das Geld kam durch einen Sponsorenlauf zusammen.