Zerfall der Heidenkirche EarthCache
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 (other)
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In der Nähe des Löcherbergs befindet sich die so genannte "Heidenkirche". Allerdings erwartet einen dort kein Kirchengemäuer, sondern eine imposantes Sandstein-Felsenmeer. Ob und in welchem Umfang die Steinblöcke tatsächlich für heidnische Riten genutzt wurden, ist nicht sicher belegt.
Ihr befindet Euch an einem Naturdenkmal und Geotop! Also verhaltet Euch auch dem entsprechend!!

Die Heidenkirche ist eine Felsgruppe aus Geröllsandstein des mittleren Buntsandsteins. Der Geröllsandstein (auch Hauptkonglomerat bezeichnet) enthält bis 3 cm große weiße milchige Quarzgerölle. Es steht eine Wechselfolge von fein- bis grobkörnigen rötlichen dick- bis feinbankigen Sandsteinen an. Die Felsgruppe liegt im südöstlichen Randgebiet der Mooswald-Buntsandsteindecke zwischen dem Renchtal und dem Harmersbachtal. Durch randliche Zerblockung dieser Deckplatte entstand ein Blockfeld aus quaderförmigen bis über 10 m großen Sandsteinblöcken. Buntsandsteinblöcke, wenngleich in kleinerer Größe, sieht man in der Umgebung der Felsformationen überall an den Berghängen. Diese Ansammlungen von Gesteinen größer 20 cm nennt man auch Blockhalde oder Felsenmeer.

Blockhalden entstehen durch vorwiegend physikalische Verwitterung sehr harter Gesteine, wobei vorwiegend größere Blöcke entstehen. Aber auch andere Verwitterungsprozesse wirken auf unterschiedliche Art auf das Gestein ein. Diese Prozesse lassen sich in der Natur nicht strikt trennen, sondern sie wirken häufig gleichzeitig und ergänzen sich dabei. Durch die physikalische Verwitterung werden Klüfte und Risse erzeugt, in denen die chemische Verwitterung angreifen kann. Gleichzeitig vermindert die chemische Umwandlung die Gesteinsfestigkeit und den Zusammenhalt, was das Angreifen der physikalischen und biogenen Verwitterung erleichtert. Die Intensität der Verwitterung an einen bestimmten Ort ist vor allem vom Klima, der Wiederständigkeit des Gesteins und von der Zugänglichkeit des Gesteins für die wirkenden atmosphärischen Prozesse abhängig. Eine sehr interessante Form der Verwitterung ist die hier beginnende Wabenverwitterung.

Die Wabenverwitterung ensteht vorwiegend durch chemische Einwirkungen und Kräfte und nicht, wie man früher annahm, durch Winderosion. Sie bezeichnet eine charakteristische Verwitterungsform z.B. in Sedimentgestein, bei der durch Lösung und Wiederverfestigung des Bindemittels (z. B. Kalk oder Kieselsäure) wabenartige Strukturen entstehen. Im Sandstein, werden die durch Sickerwässer gelösten Minerale allmählich zersetzt. Eisenhydroxyd und Kieselsäure wirken nach der Ausscheidung aus dem Gestein verfestigend - Kränze entstehen. Die Natur betätigt sich an den Sandsteinfelsen als Bildhauer und die verschiedenen Verwitterungsprozesse dauern bis heute an.
Verwitterungsformen
| Physikalische Verwitterung |
Chemische Verwitterung |
Biogene Verwitterung |
| Frostsprengung |
Hydrolyse |
physikalisch-biogene Verwitterung (Wurzelsprengung) |
| Temperaturverwitterung |
Lösungsverwitterung (Wabenverwitterung) |
chemisch-biogene Verwitterung |
| Salzsprengung |
Oxidationsverwitterung |
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| Druckentlastung |
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An den Heidenkirche-Felsen sind auch deutliche herausgewitterte Schichtungsstrukturen (Sedimentstrukturen) zu erkennen, die wir nun betrachten wollen.
Die Schichten weisen auf eine fluviatile(durch Wasser) Ablagerung der Sande und Geröllmassen hin. Diese Ablagerungen erfolgten in der Zeit des Trias und Jura vor 251 bis 141 Mio. Jahren als es zu verschiedenen Meeresüberflutungsphasen und Trockenzeiten kam. Sedimentstrukturen spiegeln die Ablagerungsbedingungen wieder. Sie geben z. B. Hinweise auf den Transport der Sedimente, Strömungsrichtung, fließendes Gewässer u.s.w.

Man unterscheidet hier unter anderem zwischen: horizontalen Ablagerungen: Ausgangspunkt ist ein stehendes Gewässer/Meer ohne großartige Bewegungen. Kreuz-und Schrägschichtungen: Sie entstanden durch unterschiedliche Strömungsverhältnisse, z.B. bei Flachgewässern, Stränden oder die Schichten entstanden durch Starkregenereignisse, bei denen viele Sedimente mitgeführt und abgelagert wurden. Convolute-bedding Strukturen entstanden oft durch Erdbeben oder schnelle Überdeckung mit anderen Sedimenten. Einfach gesagt: ein Durcheinanderbringen der geordneten strukturierten Ablagerungen durch plötzliche Ereignisse.
Schau Dich vor Ort um und beantworte und folgende Fragen:
1.Fühle an einer Wabe den Sandstein und vergleiche mit einer anderen Stelle am Felsen, an dem keine Wabenverwitterung zu erkennen ist! (Fingernageltest) Beschreibe Deinen Eindruck ? Härte ? Oberfläche? Farbe?
2.Welche Form der Verwitterung kannst du vor Ort noch erkennen ? Erkläre eine Art kurz mit eigenen Worten!
3. Welche Schichtungen kannst du an den Felsen erkennen?
Ein Foto von Euch oder Eurem GPS ist keine Pflicht, würde uns aber freuen! Bitte die Antworten nicht im Log erwähnen. Du kannst sofort loggen, aber sende die Antworten bitte über mein Profil: " send message" an uns. Sollte es Probleme mit den Antworten geben, melden wir uns.
Jeder ist für sein Handeln selbst verantwortlich.Bitte nicht im Dunkeln besuchen! Festes Schuhwerk! Kleinkinder nicht alleine lassen! Rutsch und Sturzgefahr!
Diesen Earthcache kann man auch wunderbar mit dem Multi Heidekirche und den dazugehörigen Bonus verbinden. So entsteht eine kleine Runde von ca 4,5km.
Quellen: Wiki, LFU-BW, Geologische Infothek, Fotos Zeichnungen eigene
Additional Hints
(No hints available.)
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