Als Free Solo wird beim Klettern die Begehung einer Kletterroute im Alleingang unter Verzicht auf technische Hilfs- und Sicherungsmittel bezeichnet. Der Ausdruck impliziert in der Regel fatale Folgen eines Absturzes, so dass z. B. kurze Kletterrouten direkt über dem Meer nicht als Free Solo, sondern eigenständig als Deep Water Soloing angesehen werden. Aber keine Angst, hier ist kein Meer zu sehen. Auch die Begehung von sehr hohen Boulderproblemen, sogenannten Highballs, wird nicht als Free-Solo-Klettern angesehen. Free Solo ist nicht mit dem Freiklettern bzw. Freeclimbing zu verwechseln, bei dem im Allgemeinen sehr wohl gesichert wird. Stattdessen ist es als besondere Spielform des Freikletterns einzuordnen.
Und genau Free Solo ist der Aufstieg, der durchaus luftig ist, zu meistern. Der Platz ist absolut nicht muggelfrei und verbietet schon von daher eine Kletterausrüstung. Eine Leiter reicht nicht bis oben, kann aber helfen die ersten Meter zu meistern, unbedingt nötig ist sie nicht.