Zum Wallfahrtsort St. Georgenberg führen zwei Wege, eine gemütliche Forststrasse durch den romantischen Mischwald und ein abenteuerlicher Steig durch die beeindruckende Wolfsklamm. Beide Wege haben ihren ganz eigenen Reiz und treffen sich an einer Kreuzung am Fuße des Felsens, auf dem die Kirche thront. Der Höhepunkt des letzten steilen Anstiegs hinauf zu den beiden Kirchen ist sicherlich die Holzbrücke mit dem gotischen Torhaus.
Die Hohe Brücke ist ein einzigartiges Bauwerk aus der Zeit des mittelalterlichen massenhaften Pilgerandrangs zum Wallfahrtsort St. Georgenberg in Tirol. Sie überspannt in gut 40 m Höhe die Schlucht des Georgenbachs und bietet die einzige Möglichkeit, den Wallfahrtsort ohne Klettern zu erreichen. Die jetzige Steinbogenbrücke, deren Unterbau spätestens 1497 beim Neubau nach einem Brand gemauert wurde, wird von einer hölzernen etwa 50 Meter langen Balkenkonstruktion überhöht. 1515 wurde ein Torhaus gebaut, das jedoch 1689 von einer Lawine zerstört wurde. Bereits auf Ansichten, die um die Mitte des 17. Jahrhunderts geschaffen wurden, wird die Brücke als überdacht und mit Schindeln gedeckt dargestellt.
Nach einem verheerenden Waldbrand, der am 31. Oktober 1705 das damalige Bergkloster für dreißig Jahre auslöschte und einen neuen Klosterbau im Tal gleichsam erzwang, bekam der Schwazer Zimmermeister Michael Lentner den Auftrag zu einer neuen Holzkonstruktion, die er 1709 fertigstellte. Ein letzter Umbau des Torhauses, erforderlich nach einem Brand 1819, wurde in neugotischem Stil ausgeführt.
Die 13,5 % ansteigende und merklich geschwungene Brücke hat eine Fahrbahnbreite von 4,8 m und eine Durchfahrtshöhe von 2,8 m, darf jedoch nicht allgemein befahren werden: Der Parkplatz für Tagesbesucher des Wallfahrtsortes befindet sich in etwa zwei Kilometer Entfernung, länger bleibende Gäste müssen ihre Fahrzeuge im Tal, beim etwa fünf Kilometer entfernten Benediktinerstift Fiecht, abstellen. Für die vom Bundesdenkmalamt beaufsichtigte Restaurierung der Hohen Brücke wurde 2004 der Europa Nostra Award vergeben. (Textquelle)
Die Wege durch den Wald und die Klamm haben unterschiedliche Ausgangspunkt und Parkplätze, der Cache ist aber über beide Wege leicht erreichbar, ihr habt also die Wahl. Mit Kindern ab etwa 4 Jahren sollten beide Varianten zu Fuß möglich sein, der Waldweg ist auch für Kinderwägen und natürlich Mountainbiker geeignet. Die Klamm ist im Winter gesperrt und es wird dort eine kleine Gebühr zur Erhaltung der Wege und Steige eingehoben.
Wenn ihr den Spazierweg durch den Wald wählt, solltet ihr euch auch an bachrolis schönem Multi "Nach Sankt Georgenberg" versuchen. Oben angekommen dürft ihr euch das "Geheimnis der Kraftsteine" von MuS162 nicht entgehen lassen.