Heilig-Geist-Kirche
Quelle: www.blasewitz1.de
Quellen und weitere Infos: www.blasewitz1.de und "http://kirchgemeinde-dresden-blasewitz.de<"/p>
Seit dem 15. Oktober 1893 hat die Blasewitzer Gemeinde eine eigene Kirche, Blasewitz war lange Zeit keine eigenständige Pfarrgemeinde, und die Kirchgemeinde musste die Dresdner Kreuzkirche sowie Schulzimmer und die Turnhalle der ortnahen Schule für ihr Gemeindeleben nutzen. Das war etwa um 1876.
1880 hatte sich das Bestreben der Blasewitzer bezahlt gemacht und sie konnten einen Kirchenbaufond von 120.000 Mark vorweisen.
1887 wurde der erste Kirchenvorstand durch Superintendent D. Dibelius (Dresden- Kreuzkirche) eingewiesen. Damit wurde Blasewitz eine selbständige Pfarrgemeinde.
Der Standort der künftigen Blasewitzer Kirche sollte möglichst zentral sein, also wurde das Grundstück des Gärtnermeisters Simmgen an der Berggartenstraße für 39.500,00 Mark gekauft.
Im Ergebnis eines Architektenwettbewerbes gelangte der Kirchenvorstand zu einem Planentwurf, welcher der gewünschten Kapazität von 800 Sitzplätzen entsprach. Wettbewerbssieger war der dynamische und als phantasievoll bekannte Blasewitzer Baumeister Karl Emil Scherz.
Am 31. August 1891 erfolgte der erste Spatenstich und am 12. Oktober 1891 die Grundsteinlegung für den roten Klinkerbau. Im August des Folgejahres konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.
Der 17. Mai 1893 ist das Weihedatum der vier Kirchenglocken, gegossen in der Dresdner Glockengießerei Bierling. Davon besitzt die Heilig-Geist-Kirche nur noch eine Glocke - die restlichen drei sowie 69 Orgelpfeifen mussten im II. Weltkrieg für Kriegszwecke dem Hamburger "Glockenfriedhof“ zur Verfügung gestellt werden.
Die Kirche konnte nach nur zwei Jahren Bauzeit am 15. Oktober 1893 von Superintendent Benz geweiht werden. Eine umfangreiche Geldspende von Oskar Richter ermöglichte die Finanzierung zweier Glasgemälde und des Altares mit einem Relief des Bildhauers Oscar Rassau.
Die in rotem Klinker erbaute Kirche ist das erste Bauwerk von K. E. Scherz. Bei den Stilelementen hielt er sich an frühgotische Vorbilder. Der Kirchengrundriss ist funktionell und typisch für die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Äußere wird durch den schlanken Glockenturm und eine klare Fassadengliederung geprägt. Das Kircheninnere beeindruckt durch eine Saalkirche, deren Schiff vierjochig ist. Gurtbögen unterteilen das Kreuzrippengewölbe. Der Eindruck des Raumes wurde damals auch durch die Fensteröffnungen mit Rosetten maßgeblich mitbestimmt - doch diese wurden bei einer späteren Umgestaltung aufgegeben.
Der II. Weltkrieg hatte ebenso das Kirchengebäude stark in Mitleidenschaft gezogen, insbesondere Fenster und Dach waren betroffen. 1969 erfolgte schließlich eine Sicherung der Bausubstanz und eine Erneuerung des Innenraumes durch den Architekten Fritz Steudtner. Altar, Kanzel und Taufstein wurden völlig neu gestaltet - im Grundriss bilden diese ein gleichseitiges Dreieck (Darstellung der Dreieinigkeit). Die ursprünglich romantische Wandbemalung wurde durch einen hellen Anstrich ersetzt. Nur die noch im Originalzustand erhaltene und ebenfalls von K. E. Scherz errichtete Leubener "Himmelfahrtskirche" https://www.geocaching.com/geocache/GCZQKP_dresdner-kirchen-himmelfahrtskirche lässt die einstige Farbigkeit der Heilig-Geist-Kirche erahnen.
Bei der Umgestaltung wurde weiterhin die Emporenbrüstung mit schlichten Sperrholzblenden versehen. Die Fensterrosetten des Langschiffs blieben zugemauert. Auch das westliche Rosettenfenster ist nicht mehr zu sehen - es wird verdeckt durch die 1974 erworbene Eule-Orgel aus der Leipziger Markuskirche.
Die erste größere Baumaßnahme nach dem Ende der DDR-typischen Bau-Mangel-Situation war der Umbau der Dampfheizung der Kirche von Kohle- auf Öl-Betrieb. In den Jahren von 1993-95 folgten Aktionen gegen den bedrohlich gewordenen Holzwurmbefall im Kirchengestühl und am Dachstuhl, die ausbröckelnden Fugen der Klinker-Fassade wurden neu verschmiert, die schon erwähnte große Glasrosette in der Westfassade wurde neu verbleit und restauriert. Dazu kamen Dachdeckerarbeiten und Sandsteinsicherungen im oberen Fassadenbereich.
Im Frühjahr 2005 konnte mit der Erneuerung der Innenausmalung der Kirche - übrigens unter Entfernung der 1969 angebrachten Holzverblendungen der Emporenbrüstung - ein weiterer Schritt zur Erhaltung und Sanierung der Heilig-Geist-Kirche abgeschlossen werden.
Cache-Suche:
Die Koordinaten gehören zum Eingangsportal. Das Grundstück (die Wiese dahinter) muss nicht betreten werden, um alles zu ermitteln, bis zur Tür geht natürlich. Alles was eingezäunt ist, bitte nicht betreten. Der defekte Zaun wird auch noch repariert!
ACHTUNG: Die Leitung des Pfarramtes ist informiert und hat nichts gegen diesen Cache, aber aus Sicherheitsgründen soll das Grundstück hinter der Kirche nicht betreten werden!
Du bestaunst das imposante Gebäude, wirst es dabei vom Fußweg aus betrachten, und dir die vielen Details anschauen. Notiere dir dabei folgende Sachen:
Die größte Anzahl der Kreise gleichen Durchmessers in der großen Rosette? A
Zähle die Anzahl der Spitzen am großen schlanken Turm! B
Wie viele Wasserspeier befinden sich am Hauptschiff? C
Wie viele Wasserspeier befinden sich am Chor? D
Zähle die runden Treppentürme an der Kirche! E
Wie viele Säulen zählst du am Haupteingang? F
Wie viele Wasserspeier sind am kleinen Turm zu finden? G
Wie oft wird dir am Turm die Zeit angezeigt? H
Wie viele große Bogenfenster sind im Chor zu finden? I
Zähle die Siebenpässe (Rosetten) im Hauptschiff! J
Wie viele Stufen musst du zum Eingang hoch steigen? K
Wenn alles notiert ist, solltest du die Dose an dieser Stelle finden:
N (D*A+E)° (F-2K)(B-E).JC(G+I)
E (C+G)° (A*H).DIF
Viel Spaß beim Suchen und Finden!!!