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Schicht auf Schicht - Geologie des Schönbuchs EarthCache

Hidden : 5/29/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Ihr befindet euch inmitten eines wunderschönen Naturschutzgebietes. Bitte verhaltet euch dem entsprechend und verlasst bitte auch nicht die Wege!


Im Bereich der Koordinaten findet ihr eine sehr allgemeine Informationstafel und mehrere sehr schöne Aufschlüsse, die sich in ihrer Zusammensetzung ähneln. Sehr beeindruckend sind die verschiedenen farblichen Erscheinungen, die ihr in den Gesteinsschichten vorfinden könnt, die diese Aufschlüsse zeigen. Ihr findet hier eine Besonderheit, da sich die Gesteinsschichten des Schönbuchs gegenüber deren der Gäuflächen abheben.

Die zu sehenden Schichten vor Ort gilt es zu beschreiben und zu bestimmen. Die Informationstafel wird euch dazu keine sehr große Hilfe sein. Haltet euch lieber an die Kurzbeschreibung der einzelnen Schichten im Listing



Entstehungsgeschichte


Fast alle Gesteine im Schönbuch wurden in der Zeit des Keupers, der obersten oder jüngsten Epoche der Trias, vor etwa 200 Millionen Jahren durch Gewässer abgelagert. Der Untere Keuper entstand dabei im Wesentlichen durch Verlandung des damaligen Meeres. Der Mittlere Keuper bildete sich anschließend aus von breiten Flüssen angeschwemmten Gesteinen. Der Obere Keuper wiederum entstand am Strand eines Wattenmeeres, das die Schichten des Mittleren Keupers teilweise überflutete.

Während der insgesamt 10 Millionen Jahre dauernden Zeit des Keupers entstanden so diese drei Einheiten, die insgesamt ungefähr 250 Meter Mächtigkeit aufweisen. Die mittlere Schicht untergliedert sich dabei noch in verschieden harte Gips-, Sandstein- und Mergelschichten. Die Zeit des Keupers endete mit der Überflutung des ganzen Gebiets durch das Jurameer. Dabei lagerten sich über den Schichten des Keupers noch die Schichten des Jura ab, von denen aber im Schönbuch bis auf den stellenweise vorhandenen Schwarzjura (Lias α) alle Schichten später wieder abgetragen wurden. Mit dem Ende der Jurazeit vor etwa 140 Millionen Jahren hob sich das Gelände aus dem zurückweichenden Meer und die Zeit der Ablagerungen endete.

In der Folgezeit wurden auch die Schichten aus der Zeit des Keupers durch Erosion von Wind und Wasser teilweise abgetragen. Die wechselnde Zusammensetzung der Keuperformationen aus weichem Ton und Mergel sowie hartem Sandstein verliehen dem Schönbuch sein lebhaftes Gepräge mit sanften Kuppen, schroffen Übergängen von den Hochflächen zu den Steilhängen im Süden und den tief eingeschnittenen Tälern der Bäche. So wie wir die Landschaft heute kennen und lieben.



Schicht auf Schicht – Geologische Schichten des Schönbuchs


Die nachfolgenden Gesteinsschichten bilden den Untergrund des Schönbuchs und können in verschiedenen Aufschlüssen betrachtet werden. Durch die folgenden Kurzbeschreibungen solltet ihr die an den Koordinaten sichtbaren Schichten bestimmen können.

Als Meeresablagerung vor etwa 180-190 Mio. Jahren entstanden, besteht der Lias, die oberste der geologischen Schichten im Schönbuch, aus harten Kalkbänken und ton- bzw. mergelhaltigen Anteilen sowie sandigen Zwischenlagen. Er wird häufig landwirtschaftlich genutzt.

Der Obere Keuper (Rhät-Sandstein) entstand als Ablagerung im Delta großer Flüsse und hat einen sehr hohen Quarzanteil von großer Härte, weshalb er oft als Bau- und Pflasterstein zum Einsatz kam.

Die weinroten Tone des Knollenmergels entstanden aufgrund Verlagerung feinster Teile durch Stürme aus der östlich gelegenen "böhmischen Masse" in einem trockenwarmen Klima. Seinen Namen verdankt er den bis zu faustgroßen Kalkknollen, die er enthält.

Der gelbe bis braune Stubensandstein entstand ebenfalls durch Verlagerung - in diesem Fall durch Lockermaterial aus den Gebirgen im Südwesten und Osten des Schönbuchs. Er bildet dessen oberen Keuperstufenrand und wurde für die Fertigung von Mühlsteinen, Skulpturen und Bausteinen, aber auch zur Glasherstellung und in verwitterter Form als Fegsand eingesetzt.

Die Bunten Mergel - vor etwa 200 Mio. Jahren gebildet - bestehen überwiegend aus Tonstein- und kieselig-sandigen Lagen. Früher wurden die Bunten Mergel auf den steilen Weinbergen als Ersatz für abgeschwemmten Boden genutzt.

Der grauviolette bis graugrüne, feinkörnige Schilfsandstein wurde im Delta großer Flüsse abgelagert und bildet heute die erste große Keuperstufe, an deren Basis häufig Quellen entspringen. Trotz seiner raschen Verwitterung wurde er früher häufig im Bau und in der Bildhauerei verwendet.

Der Gipskeuper ist eine Schichtenfolge aus Gipslagen, denen er seinen Namen verdankt, grauen und roten oder grünlichen Mergeln. Er entstand als Meeresablagerung. Seine Gipsschichten werden noch heute abgebaut.

Der Untere Keuper (Lettenkeuper) steht erst außerhalb des Naturparks in den Gäulandschaften an und wird überwiegend ackerbaulich genutzt. Sein Name leitet sich von den gelegentlich vorkommenden Flözchen aus unreiner Kohle, der sogenannten "Lettenkohle", her.





Fragen


1. Beschreibe die Gesteinsschicht(en) vor Ort bzgl. ihrer Farbe und Struktur.

2. Was glaubst du, um welche Gesteinsschicht(en) es sich hier handelt? Begründe bitte deine Meinung.

3. Wie und wann ist diese Gesteinsschicht entstanden und wie sah die Landschaft vermutlich zu dieser Zeit hier aus?


Optional würde ich mich sehr über ein Bild von euch, von oder der Gegend freuen!

Aber bitte keine Bilder von den Aufschlüssen!



Quellen


  • http://naturpark-schoenbuch.de
  • https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6nbuch
  • https://www.planet-schule.de/wissenspool/geomorphologie/inhalt/wissen/schichtstufen/die-einzelnen-schichten.html

Sendet bitte eine e-mail mit den Antworten an mich. Ihr könnt gleich loggen und braucht nicht auf meine Freigabe zu warten. Sollte etwas mit den Antworten nicht stimmen, melde ich mich bei euch.



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