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Relikte im Wald: Der Aufschluss EarthCache

Hidden : 6/13/2016
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

Dieses Relikt unterscheided sich ein wenig von den anderen:
Es ist deutlich älter und auch nicht menschlichen Ursprungs...
Es ist eine steinige Besonderheit am Wegesrand, in der sonst eher sandigen Hildener Heide.

Begebe Dich zu den obigen Koordinaten. Dies ist auch mit einem halbwegs robusten Rollstuhl oder Kinderwagen möglich.

Vor Ort findest Du einen, für diese Gegend eher seltenen Aufschluss des devonischen Grundgebirges der sogenannten Bergischen Heideterasse.

Die hier zu sehende Landschaft ist noch relativ jung: Vor 10.000 Jahren gab es hier noch kaum Vegetation, erst langsam legte sich, vom starken Wind aus dem Westen herangetrieben, eine dicke Sandschicht auf das vorher kaum vor Erosion geschützte Gestein. Diese Heideterrasse erstreckt sich zwischen unterer Sieg und Ruhrmündung am Fuß des Bergischen Landes als Teil eines 80 Kilometer langen und wenige Kilometer breiten Streifens. Sie besteht aus Sanden und Kiesen, die wiederum überwiegend von jüngeren Sandablagerungen bedeckt sind. An manchen Stellen liegt auch der Sockel des devonischen, also rund 419 bis 359 Millionen Jahre alten, Grundgebirges, sowie flachgelagerte sandige und zum Teil auch tonige Tertiärschichten, gebildet vor 65 bis 2,6 Millionen Jahren frei. So wie hier am Sandbach, der sich im Laufe der Jahrtausende tief in diese Deckschicht hineingefressen hat. Dieses hier zu sehende Gestein ist also das Fundament der Bergischen Heideterrasse, es gibt den Blick frei auf die Anfänge dieser Region, es ist das älteste Stück Natur, welches in dieser Gegend zu sehen ist. Außerdem ist es die einzige Stelle, an der im weiten Umweld überhaupt das Grundgebirge frei liegt.

Die Entstehung des Grundgebirges

Vor mehr als 350 Millionen Jahren wurden die mächtigen Gesteinspakete des Rheinischen Schiefergebirges als weicher Meeresboden abgesetzt und falteten sich dann als Teil der umfassenderen Gebirgsbildung auf. Durch Abtragungsprozesse wurden jedoch auch die ältesten Gesteinsschichten des Grundgebirges erfasst und die bei der Gebirgsbildung herausgehobenen Sättel weitgehend eingeebnet, sodass heute nur noch der stark abgeflachte Gebirgsrumpf vorhanden ist.
Aufschlüsse des Grundgebirges treten zwar noch am Rande des Bergischen Landes auf, aber nicht mehr im Bereich der Mittelterrasse, wo sie von den lockeren, jüngeren Deckschichten überlagert werden.

Die Entstehung der Terrassen

Als die eingeebnete Rumpffläche des devonischen Grundgebirges im Tertiär in Bewegung geriet, wurde sie in einzelne Rumpfschollen zerlegt. Entlang ihrer Bruchlinien sank das Gebiet der heutigen Niederrheinischen Bucht ein und wurde als Folge mehrfach vom Meer überflutet. Zeitweise reichte die Nordsee daher bis an den an den Rand des Mittelgebirges bei Bonn. Das Meer und die ihm zuströmenden Flüsse transportierten feineres und auch gröberes Material in die Bucht und füllten sie zunehmend mit Kiesen, Sanden und Tonen. Diese bilden die heute anstehenden Materialien der Bergischen Heideterrasse.
Der eigentliche Mittelterrassen-Teil des Gebietes besteht überwiegend aus geschichteten Sanden und Kiesen. Bei den 10 bis 40 Meter mächtigen Schichten handelt es sich um die im Pleistozän, also im Zeitraum von vor 2,5 Millionen Jahren bis etwa 9660 vor Christus, vom Rhein herangeführten Aufschüttungsmaterialien.

Die Gliederung der Terrassen

Der größte Teil der Heide-, Moor- und Waldlandschaft wird von der Mittelterrasse getragen. Sie umfasst durchschnittlich zwei bis drei Kilometer Breite wohingegen die Heidelandschaft sich auf drei bis fünf Kilometern Breite teilweise bis an den Rand des Bergischen Landes erstreckt.
Während die Westgrenze der Bergischen Heideterrasse relativ gut zu erkennen ist, da hier der Rand der Mittelterrasse zur Niederterrasse deutlich um acht bis 10 Meter abfällt, ist ihre Ostgrenze nur schwer exakt festzulegen. Zwar ist der Höhenunterschied zwischen Mittel- und Hauptterrasse etwa 60 Meter, letztere zieht sich aber als häufig unterbrochenes Schotterband entlang des Bergischen Landes und der Übergang vom Bergischen Land zur Bucht ist daher abwechslungsreich und unruhig gestaltet.
Die Terrassenebene der Mittelterrasse selbst fällt von Osten her zum Rhein hin auf einer Breite von fünf Kilometern um 30 bis 40 Meter ab.

Profil der Terrasse bei Solingen:

Die jüngsten Ablagerungen

Die Mittelterrasse ist auf weiten Flächen von mittel bis feinkörnigen Sanden bedeckt. Diese Decksande sind wahrscheinlich tertiären Ursprungs, also rund 65 bis 2,6 Millionen Jahre alt, und unter Wind- und Wasserbeteiligung in der Nacheiszeit umgelagert worden. Die jüngsten Ablagerungen auf der Bergischen Heideterrasse sind allerdings stellenweise Sandaufwehungen, die den eigentlichen Decksandschicht des Gebietes noch aufgesetzt sind.

Quelle: Bergische Heideterrasse

Es gilt es nun, ein paar Aufgaben zu lösen, deren Antworten Du vor Ort und im Listingtext findest. Diese Antworten kannst Du uns über unser Profil schicken:


  1. Was war der Auslöser für die Entstehung der Terrassen?
  2. Aus welchem Erdzeitalter stammt das vor Ort zu sehende Grundgestein?
  3. Beschreibe die Struktur des zu sehenden Gesteins und überlege, wie diese entstanden sein könnte.
  4. Wie hoch ist der Aufschluss in etwa?
  5. Wie mächtig liegen die sandigen und kiesigen Deckschichten darauf – und wie kamen sie dort hin?
  6. Wie alt ist die Sande der oberste Schicht wahrscheinlich, und wann lagerten sie sich ab?

Über ein Log-Foto von Euch oder Eurem GPS am Aufschluß würden wir uns sehr freuen, es ist aber keine Logbedingung!

Eine Logfreigabe brauchst Du nicht abwarten, wenn etwas falsch sein sollte, werden wir uns melden


Dieser Earth Cache iegt in einem Naturschutzgebiet, die offiziellen Wege dürfen dort
(und müssen zur Cachebearbeitung) nicht verlassen werden!



Zu guter Letzt: Vielen Dank an die Mitarbeiter der Biologischen Station Mittlere Wupper für die Zusammenarbeit und die Nutzungserlaubnis für den wissenschaftlichen Teil des obigen Textes.
Mehr Infos unter Biologische Station Mittlere Wupper.

Additional Hints (Decrypt)

Yrfra uvysg ;-)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)