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Steinbruch Rauschermühle EarthCache

Hidden : 7/4/2016
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Steinbruch Rauschermühle

Der Steinbruch Rauschermühle befindet sich in einem Natur- und Vogelschutzgebiet. Um diesen Earthcache zu besuchen braucht ihr zu keiner Zeit die Wege zu verlassen oder Absperrungen zu überqueren.

 

Im stillgelegten Steinbruch Rauschermühle wurde ein magmatisches Gestein abgebaut, das in der Region „Palatinit“ genannt wird. Es entstand vor knapp 300 Millionen Jahren, als sich durch vulkanische Aktivität glutflüssige Gesteinsschmelze ihren Weg aus den Tiefen der Erdkruste nach oben bahnte. Vielerorts in der Region kam es dadurch zu Vulkanausbrüchen, deren Lava ganze Landstriche bedeckte. Hier an der Rauschermühle blieb die Schmelze jedoch als so genannter Lagergang unter der Erdoberfläche zwischen den vorhandenen Gesteinsschichten stecken. Sie kühlte langsamer ab als die ausgeflossene Lava. Dadurch konnten sich größere Kristalle der mineralischen Hauptbestandteile Feldspat und Pyroxen bilden. Es wird als Andesit bezeichnet.

 

Andesit

Andesit ist ein vulkanisches, kieselsäurearmes Gestein. Daher rührt auch seine dunkle Farbe. Es tritt häufig in Subduktionszonen und in den vulkanischen Zonen der ozeanischen Rücken (bspw. Island) auf. Daher wird der Andesit alternativ auch Islandit genannt. Das Gestein ist fein- bis mittelkörnig, die Gemengteile sind dicht gepackt; oft ist eine Fließrichtung erkennbar und Hohlräume vorhanden, die mitunter mit Mineralen ausgekleidet sind.Andesite treten in Form von Lavaströmen, Lavadomen, als Bestandteil von pyroklastischen Ablagerungen sowie als Gänge und Lagergänge in Erscheinung.


Lagergang

Aus dem Erdmantel empordringendes Magma sammelt sich meist zunächst in einer Kammer im Untergrund eines Vulkans. Wenn der Druck in der Kammer zu groß wird, zerreißt deren Dach. Es bilden sich Spalten, durch die das Magma weiter nach oben gedrückt wird. Diejenigen Gänge, welche die Oberfläche erreichen, fungieren dann als Förderkanäle, durch die vulkanisches Material in die Umgebung austritt.

Aufzeichnungen von Erdbeben, geodätische Vermessungen aktiver Vulkane und Untersuchungen an Gängen in erloschenen Feuerbergen haben allerdings ergeben, dass etwa nur 10 bis 25 Prozent aller von einer Magmakammer wegführenden Gänge bis zur Erdoberfläche vordringen. Die meisten Gänge breiten sich nur ein Stück weit aus und stoppen dann. Der Grund hierfür liegt in der Spannung, die in der Erde herrscht. Ein Gang wird nur gebildet und breitet sich aus, wenn der Spannungszustand im Material, in dem er stattfindet, einen bestimmten Grenzwert überschreitet.

In der Erde werden Spannungen unter anderem durch den Auftrieb von Magma in der Tiefe oder durch das Gewicht eines Krustenblocks hervorgerufen. Übersteigen sie die Festigkeit des umgebenen Gesteins, kommt es zum Bruch, der sich als großräumiger Riss fortpflanzt. Sobald dieser Riss eine Grenzfläche oder eine Gesteinsschicht erreicht, in der ein anderer Spannungszustand herrscht, wirken neue Kräfte auf ihn ein. Dann kann es passieren, dass er seinen Weg ändert oder gestoppt wird. Liegen die Grenzen des gestoppten Ganges parallel zur Schichtung, spricht man von einem Lagergang.

Eine Besonderheit im Steinbruch sind "Adern" von feinkörnigem Gestein welches dem Andesit durchschlagen. Man nennt diese Bildung Ganggestein. Sie bilden in Teilbereichen des Steinbruchs regelrechte Netzwerke. Noch heute kann man diese "Adern" im Steinbruch sehen.

 

 

Nr. 5 zeigt einen Lagergang

Da Lagergänge langsamer als die austretende Lava abkühlen und erstarren, weisen sie oft Anzeichen einer gravitativen Differentiation auf. Dabei sinken Erzminerale und andere früh gebildete Minerale zum Boden des Lagergangs und bilden dort Kumulate, die oft Lagerstätten wertvoller Erze bilden.

So wurde der Steinbruch Rauschermühle ein weltberühmter Fundort für Minerale. Die während der Betriebszeit gemachten Funde stammen zum größten Teil aus einer fast senkrecht verlaufenden geologischen Störungszone im rechten Teil des Bruchs. Die Störungszone bildet ein System von schmalen Spalten und Klüften, die überwiegend mit dem Mineral Calcit gefüllt sind. Darin kamen insbesondere die Minerale Pektolith und Prehnit in bemerkenswerter Schönheit vor.

 

     

Prehnit, Fundort: Steinbruch Rauschermühle                Pektolith, Fundort: Steinbruch Rauschermühle

Quellen: Schautafel, Wikipedia,mineralienatlas.de, Spektrum der Wissenschaft, Juli 2007, S52ff, August Gudmundsson, Sonja L. Philipp

Zum Cache:

1.    Welchem Gestein ist der Andesit äußerlich ähnlich?
2.    Beschreibt mit eigenen Worten die Beschaffenheit des Andesit (Farbe, Erscheinungsform, Oberfläche, Struktur). Hier helfen euch die Gesteinsbrocken in der Nähe der Infotafel und ein Blick auf den Steinbruch weiter!
3.    Noch heute kann man das Ganggestein im Steinbruch erkennen. Was glaubt ihr, warum sich diese "Adern" farblich von dem restlichen Gestein abheben?


Auf alle Fragen findet ihr vor Ort die Antworten.  Ich würde mich sehr über ein Foto von euch vor dem Steinbruch freuen, ist aber natürlich nicht verpflichtend!

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