AEON - Kieskaute Stockheim EarthCache
AEON - Kieskaute Stockheim
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (other)
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AEON - Kieskaute Stockheim
Der Glauberg ist bekannt für seine Keltenwelt und Vulkanlandschaft. Doch das Umfeld des Glaubergs hat noch mehr zu bieten: In Stockheim befindet sich eine der wenigen Möglichkeiten, den Übergang vom Rotliegenden zum Zechstein zu sehen – ein Kapitel der Erdgeschichte, in dem hier in der Region ein Meereseinbruch zu verzeichnen war.
Geotop
Die Kieskaute (Kaute = Grube) bei Stockheim ist ein wertvolles Geotop und demnach als ein schützenswertes Naturdenkmal offiziell ausgewiesen. Sie bietet dem Betrachter einen Einblick in einen Zeitausschnitt am Ende des Erdaltertums vor rund 300 bis 250 Millionen Jahren.
Geotope sind ganz besondere geologische Phänomene, die mit ihrer Einzigartigkeit und Schönheit für bestimmte geologische Phasen und Prozesse stehen und diese als Fenster in die Erdgeschichte uns heute dokumentieren. Neben der geologischen Einzigartigkeit bietet dieses Geotop eine Vielzahl an seltenen Pflanzen und Tieren. Bitte verhaltet euch entsprechend umsichtig und schont die Natur.
Das Erdzeitalter Perm
Vor rund 300 bis 250 Millionen Jahren sah die Erde noch anders aus: es gab nur einen Kontinent, auf dem ein vorwiegend warmes und trockenes Klima herrschte. Damals bildeten sich rote Gesteine, das sog. Rotliegende. Dieses Sedimentgestein besteht vorwiegend aus Schichten von Sandsteinen und groben Konglomeraten. Die Färbung erhält das Gestein durch Beimengungen von bspw. eisenreichen Bindemitteln.
Zu jener Zeit hatte sich das rheinische Schiefergebirge, zu dem übrigens auch der Taunus gehört, zu einem Hochgebirge aufgefaltet. Das von den Gewässern mitgeführte Material, das hauptsächlich aus Sand, Ton, Schluff und Geröll bestand, lagerte sich in den randlichen Becken ab.
Gleichzeitig brach im Perm-Zeitalter von Norden das Zechstein-Meer ein. Die Ablagerungen des Rotliegenden wurden mehrere Hundert Meter überdeckt. Am Grund bildeten sich Kalk und Mergel.
Die Stockheimer Kieskaute
Diesen Wandel kann man in der Stockheimer Kieskaute erleben: Einzig in Deutschland kann man hier die Übergangsschichten vom Rotliegenden zu den Ablagerungen des Zechstein-Meeres sehen.
Im oberen Abschnitt der Wände sind Kalkbänke zu finden; den Beginn der Meeresbedeckung markiert der sog. Kupferschiefer, der sich wie ein dunkles Band durch die Grube zieht. Im unteren Abschnitt ist das Rotliegende zu finden. Diese Schicht des Rotliegenden ist bis zu 400 Meter stark und in Stockheim besonders gut erkennbar – ein weiterer Grund, warum die Stockheimer Kieskaute ein ganz besonderer geologischer Ort ist.
Bevor das Zechstein-Meer einbrach, gab es großflächige Überschwemmungen, die im Umfeld sandig-kiesige Ablagerungen von maximal 1m Stärke hinterließen. Genau an dieser Stelle, so sind sich Experten sicher, floss ein Hauptstrom von Schutt aus dem Taunus in einer Rinne in das Becken. An der Stelle, an der nur feinkörnige Ablagerungen zu finden sind, sei der Fluss flutartig über die Ränder hinausgetreten. Steht man in die Stockheimer Kieskaute, schaut man auf einen urzeitlichen, versteinerten Fluss!
Das Material des Flusses hat sich hier zu einem Konglomerat verfestigt. Das Gestein ist später durch Verwitterungen wieder aufgelockert und in einer Kiesgrube als lokales Wegebaumaterial abgebaut worden. So entstand die Kieskaute.
Quellen
Wetterauer Zeitung vom 10.01.2014
www.wetterauer-hutungen.de
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Fragen
1) Wenn man vor der Kieskaute steht: wo befindet sich das Rotliegende?
2) Findet man das Rotliegende hier in der Kieskaute ausschließlich in seiner typischen Färbung? Falls du auch andere Färbungen des Rotliegenden findest: was glaubst du könnte der Grund hierfür sein?
3) Wo befinden sich die Kalk-Ablagerungen des Zechstein-Meers in der Grube?
4) Beschreibe die unterschiedlichen Schichten der Kiesgrube mit deinen eigenen Worten.
optional: über ein Foto von euch an der Kieskaute freue ich mich.
Additional Hints
(No hints available.)
Treasures
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