Seit dem 19. Oktober 1897 wurde der Transport der Rohstoffe und Fertigprodukte zwischen dem Bahnhof Treben-Lehma und der Papierfabrik in Fockendorf mit einer Drahtseilbahn realisiert.
In Fockendorf wurde bereits seit 1692 Papier hergestellt. 1939 wurden z.B. als tägliche Tagesproduktion 90 Tonnen Papier ausgewiesen. An Roh- und Hilfsstoffen wurden dafür täglich benötig: 125 Raummeter Holz, 35 - 40 Tonnen Zellstoff, 5 Tonnen Altpapier und 10-15 Tonnen Kaolin, außerdem Herzleim, Farbstoffe und diverse andere Papierhilfsstoffe.
Fast alles wurde mit der Seilbahn transportiert.
Die Hängeseilbahn hatte eine Länge von 1892m und war bis zur Einstellung des Betriebes im Herbst 1990 in Betrieb (mit Unterbrechung von 1946-1956 wegen der Demontage als Reparationsleistung für die Sowjetunion). Die Sielbahnhunde folgten in einer Entfernung von 125 m und waren mit einer Geschwindigkeit von 1,5 m/s unterwegs. Es waren Tag- und Nacht Transportarbeiter mit der Be- und Entladung der Seilbahnwagen beschäftigt. Bei Sturm wurde der Betrieb eingestellt, weil die Gefahr bestand, dass Wagen aus dem Seil geworfen wurden (mehrfach geschehen). Es gab zwei Sielbahnschutzbrücken für die Straßenquerungen.
1994 wurde die Seilbahn vom Denkmalschutz als technisches Denkmal bezeichnet. Leider war zu diesem Zeitpunkt bis auf spärliche Reste schon alles demontiert.
Die Papierfabrik Fockendorf wurde später ebenfalls stillgelegt und beherbergt heute ein Museum.