Mein Großvater erzählte immer etwas von einer eisernen Reserve seines Bruders. Wochen, manchmal Monate blieb er der Stadt fern und kam dann urplötzlich für nur wenige Tage zurück, um irgendetwas zu erledigen und bald darauf wieder zu verschwinden. Meist war er schweigsam doch eines Abends in guter Whiskylaune, erzählte er davon, dass er endlich bald genug hätte und zurückkommen würde.
Er erzählte von schwerer und harter Arbeit um bald seinen wohlverdienten Ruhestand genießen zu können. Nach einem Unfall erkrankte er jedoch schwer und in seinen letzten Atemzügen verriet er meinem Großvater, dass nur dem aus unserer Familie die eiserne Reserve zustünde, der alle Spuren da draußen in der Wildnis finden würde.
Bei Onkel Toms Hütte sollten wir anfangen zu suchen, doch in unserer Familie gab es keinen Onkel Tom! Gerüchte machten sich in der Stadt breit und man sprach von Mord, Totschlag und viel Gold … Jahre vergingen und die Hoffnung schwand bei allen, die meinten zu wissen wo sie nach den Hinterlassenschaften meines Großvaters Bruder suchen sollten. Es gab keinen brauchbaren Hinweis. Bis wiederum ich von meinem Großvater erfuhr, dass da vielleicht noch etwas wäre … ein Tagebuch. Das Tagebuch einer Mine mit den Aufzeichnungen aus seinem letzten Monat! Ich war wie gefesselt und merkte schnell, dass er es mit der Buchführung sehr genau nahm. Umso verwunderter war ich über mir unstimmige Aufzeichnungen im Juni 1885. Die Fördermengen standen in diesem Monat in keinem Verhältnis zum Verbrauch an TNT … Schaut mal selbst:

Solltest Du etwas entdeckt haben, gehe ich mal davon aus, dass für Dich die ganzen Zahlen nun einen Sinn ergeben. Um nicht wie ich auf dem Holzweg zu landen, möchte ich Dir noch einen ernst gemeinten Rat und ein paar Hinweise geben.
SPIELREGELN:
Mein Rat ist, sich an Großvaters Spielregeln zu halten: Kein großer Zirkus wenn es losgeht. Er hielt es dezent, was den Lichtschein der Lampe betraf und nahm nicht mehr als vier weitere Begleiter mit. Ruhig sollte es zugehen, denn auf Verfolger und Neider konnte er gut verzichten! Seine Nachbarn waren ein neugieriges Volk. Deshalb: Immer nur eine Schicht zur Zeit! Das war seine Devise.
Der Kalender ist freiwillig - hilft aber enorm denjenigen, die von weiter weg kommen um nicht mit anderen Teams zu kollidieren. Wäre nur fair ihn zu nutzen - wenn nicht: Gerne bei den Ownern anfragen!
ARBEITSABLAUF:
Was seine Arbeit anging, nahm er es immer sehr genau mit der Buchführung. Je Station ein Code. Zahlen waren eben sein Ding. Ich rate Dir deshalb ebenfalls genaue Notizen zu machen. Auch eine Rechenhilfe wäre dafür sicherlich von Vorteil. Die Spur von der er sprach sei größtenteils nur bei Nacht sichtbar, die Farbe spielt dabei keine Rolle. Kurze Pausen hat er wenn überhaupt nur an den doppelten Markierungen gemacht. Ich empfehle Dir, eine vollständige Ausrüstung mitzunehmen um die Spuren zu suchen, wenn Du Dich auf den Weg machst. Großvater hatte immer seine gelbe Laterne dabei, eine Handlampe für das untere Lichtspektrum, einen 9V Block für sein Funkgerät, den alten Kompass für alle Fälle, Arbeitsbekleidung, feste Schuhe, usw. Er war für alle Fälle gerüstet. Seine Schicht dauerte meist ca. 6 Stunden. Je nachdem wie er zurechtkam. Die letzten Tage arbeitete er vermutlich mehr mit dem Kopf als mit den Händen und Werkzeug. Am besten Du machst es ihm nach. Ich bin mir sehr sicher, Du brauchst kein Werkzeug um etwas auseinander zu bauen. Eher wird der alte Ratefuchs die Spur anders versteckt haben. Solltest Du mal vom rechten Weg abkommen gehe am besten zurück und versuche es noch mal. Die Reihenfolge der Markierungen ist entscheidend für die Aufzeichnungen. So viel weiß ich …

NUN ZU DEN WICHTIGEN HINWEISEN ... :
♠ S1 – Sonne
Mit dem kleinen Sonnenreflektor im Rücken nimm´ die Peilung auf und finde die Hütte. Nimm die Sonnenzahl und ermittle die Koordinaten um ans Ziel zu gelangen.
♥ S2 - Hütte
Gleich mal vorweg: Es ist hier nicht so verlassen wie es scheint! Es gibt hier einen, den sie nur "Wyatt Earp" nennen. Er hat einen Blick für Fremde und komische Vögel in der Stadt. Besonders wenn sie sich auffällig im Dunklen bewegen. Er kennt die Geschichte vom Gold und greift nicht mehr ganz so schnell zum Colt wie früher, was aber kein Grund ist ihn herauszufordern. Es wäre gut, wenn Ihr im Winter bis 20 Uhr hier durch seid. Nun aber zum wesentlichen:
Es ist lange her, dass hier Onkel Tom gewohnt hat. Den Holzladen hat er längst abgeschlossen und ist spurlos verschwunden. Eines seiner letzten Worte war: „Betrachte den Katalog im rechten Licht! Damit kommst Du weiter!“ Eingezogen ist hier nie wieder jemand. Ich bin mir sicher, er hat irgendwo ganz in der Nähe einen weiteren Hinweis hinterlassen, in welche Richtung er verschwunden ist. Dort ist vermutlich auch der Hausschlüssel zu finden. Du solltest ihn sicher verwahren und erst wieder zurücklegen, wenn Du ihn wirklich nicht mehr brauchst. Von hier folgst Du am besten der Spur. Vermutlich ist sie nicht zu übersehen.
♣ S3 - Schild
Ab hier verliert sich die Spur- oder sie ist nur schwer zu sehen. Eines verriet mir Großvater noch: „Entschlüssle den geheimen Code und bilde die Summe“. Richtig kombiniert, würde ich schon peilen, wo es weiter gehe und könne einfach der Spur folgen. Anfangs ist die gerade Luftlinie nicht immer der beste. Schau Dich einfach um und finde den alten Eselspfad.
♦ S4 - Stein
Zu dieser Stelle verlor mein Großvater nicht viele Worte. Sicherlich hatte er seine Gründe. Der Code sei eindeutig. Der, den sie nur „Onkel“ nannten sei schließlich der gewesen, der hier zuerst nach Schätzen suchte und mit dem er dann nachher die Mine aufbaute. In Gedanken an die alten Zeiten versunken ging Großvater dann meist einfach den Pfad weiter. Immer den Wegweisern folgend kannst Du ihn gar nicht verfehlen.
♠ S5 - Spinne
Ein seltsamer Ort an den man kommt. Man fühlt sich aus allen Winkeln beobachtet. Nachtaktives Getier ist hier weit verbreitet. In verschiedenen Farben und Größen. Großvater mochte die kleinen jedoch ausgesprochen gerne. Sie seien gar nicht so schlimm wie sie aussehen, meinte er immer. Das Weiße mochte er am liebsten. Hier gibt es auch die alte Inschrift, mit der man wieder auf den richtigen Weg zurückkommt.
♥ S6 - Baum
Von der alten Grubenbahn ist nicht mehr viel übrig. Eigentlich gar nichts. Metalldiebe sollen sie in einer Nacht vollständig abgebaut haben. Lediglich ein Verbindungsteil für Schwellen blieb übrig. Großvater hat es gut befestigt und so hat es die letzten Jahre gut überstanden. Er konnte sich immer wieder gut daran orientieren. Als Code dienten ihm hier die Bohrungen für Bolzen. Dem Weg weiter folgend ging es es mal links, mal hoch und wieder runter … Das Stück hat es wirklich in sich. Um letztendlich sein Lager zu finden, muss man noch mal gut Ausschau halten, wenn man sich nicht gut auskennt.
♣ S7 - Lager
Hier hat Großvater meist Rast gemacht, um die Esel und Maultiere kurz zu füttern und an dem nahe gelegenen See zu tränken. Schließlich mussten sie das schwere Erz schleppen. Einmal kam es jedoch zu einer unangenehmen Begegnung. Einer seiner Neider trachtete ihm nach seinem Leben und verfehlte ihn nur kurz. Er zielte zu hoch und das Geschoss blieb über seinem Kopf stecken. Man kann es mit etwas Glück noch heute finden. Logischerweise verrät es die genaue Richtung aus der Großvater angegriffen wurde. Als furchtloser Kerl nahm er sogleich die Verfolgung auf. Kurz darauf etwa 100m Luftlinie entfernt, kam es zu einem zweiten Schusswechsel. Auch diesmal bot Großvater wieder ein Baum Schutz und er konnte seine Verfolgung in die Richtung fortsetzen, aus der der Schuss kam. Nach ungefähr 180m Luftlinie brach er die Verfolgung ab. Von dem Angreifer war nichts mehr zu sehen oder zu hören. Glücklicherweise fand er hier bequem auf den Eselspfad zurück. Weit war es bestimmt nicht mehr zu seinem geheimen Versuchsaufbau.
♦ S8 - Lore
Der alte Versuchsaufbau wurde in mühsamer Arbeit errichtet. Hier sollte die richtige Technik getestet werden, die dann nachher im Hauptschacht installiert wurde. Sie ist mit Vorsicht zu betreiben und nicht für Grobmotoriker gedacht. Es ist alles wohl durchdacht. Von der Winde bis hin zur Belüftung und dem Tor. Nachdem Du die Sicherheitskontrolle der Fördertechnik erfolgreich durchgeführt hast, sollten Dir Code und Richtungsangabe für den nächsten Schritt vorliegen. Über den Pfad gelangst Du weiter, wenn Du den Wegweisern folgst. Bevor Du Dich allerdings auf den Weg machst, solltest Du das Tor zum Versuchsaufbau wieder gut schließen, so wie es vorgesehen ist. Dafür gibt es nur eine Stellung.
♠ S9 - Laterne
Sie ist nicht nur ein Wegweiser dafür, dass Du Dich auf dem richtigen Pfad befindest, sondern hält auch das nächste zu entschlüsselnde Geheimnis für Dich bereit! Aus verschiedenen Blickwinkeln ins rechte Licht gerückt sollte es keine Schwierigkeit sondern lediglich eine Fleißaufgabe sein. Für den richtigen Code seien die „einstelligen Quersumme der vier Seiten aufsteigend zu sortieren“. Seid vorsichtig und gebt auf Euch acht!
♥ S10 - Zwangspause
Hin und wieder klagte Großvater über Schmerzen am Bein, wohl verursacht durch eine alte Schrotkugelverletzung. Eines Tages hatte sich die Geschichte entzündet und er musste handeln. Eine Kugel nach der anderen entfernte er sich selbst und war so alsbald wieder wohlauf. Zur Sicherheit deponierte er seinen Erste-Hilfe-Kasten hier – man weiß ja nie …
♣ S11 - Spaten
Am Ende auf lichtem Felde findet man Großvaters altes Werkzeug. Kein Wegweiser – aber die „Initialen“ sollte man sich merken. Dem schweren Werkzeug entledigt, geht es weiter. Der Weg bzw. die Spur ist je nach Jahreszeit mehr oder weniger gut zu sehen.
♦ S12 - Grubenlampe
Mist! Genau an dieser Stelle gab Opas alte, gelbe Funzel den Geist auf. Irgendwas ist ja immer. Da könne man nix machen, meinte er. Um sich nicht unnötig damit zu belasten, hat Großvater sie einfach an Ort und Stelle gelassen. Natürlich nicht auf den ersten Blick sichtbar, aber mit den nötigen Informationen versehen, wie es wo weiter geht und welchen Code man braucht. Ein paar Meter müsse man dann aber doch noch wieder den Wegweisern folgen, um zur nächsten Station zu kommen. Letztendlich war mir klar: Die Nummern auf dem Lampenglas halfen mir nicht weiter ... das war eine Sackgasse.
♠ S13 - Schutthalde
Irgendwo soll hier Großvaters guter Zündstoff verborgen sein. Keine Angst – der ist längst abgelaufen und ungefährlich. Allerdings muss man hier erstmal Großvaters Zündmechanismus verstehen. Eine komplexe Parallelschaltung. Nur wer den richtigen Blick hat findet die Erleuchtung und kann die richtig verkabelten Nummern zusammenrechnen. Das sollte Euch helfen.
♥ S14 - Mine
Irgendwo hier war mal die alte Mine, meinte Großvater. Weil das Betreten aber zu gefährlich wäre, hat er Euch ein kleines Abbild hinterlassen. Das wäre sicherer und deshalb hat er auch den alten Eingang in einer Nacht- und Nebelaktion gesprengt. Die goldene, eiserne Reserve, die Du suchst, ist allerdings längst nicht mehr in der Mine. Der alte Fuchs hatte eben vorgesorgt. Nur wer die Sprache der Bergmänner spreche und seine Berechnungen im Schein seiner Grubenlampe löst, könne es finden. Nach Norden ginge es über den Chuck-Wagon-Trail addiert zum Shady Maple, vorbei am Cactus Point addiert zum Lil' Rock bis hin zum Longhorn Crossing subtrahiert vom Outlaw Outhouse. Hätte man es bis hier hin geschafft, was nur wenigen gelang, ginge es weiter nach Osten. Den Ruckus River vom Old Dog Graveyard abgezogen, den Black Forest dem One Horse Town hinzugefügt sowie den Arrowhead Mountain weniger dem Buckaroo Lake. Eine komische Wegbeschreibung - oder eher eine Positionsangabe? Doch genau so soll es sein ... Einen Teil der Karte konnte ich Dir kopieren. Der wird Euch sicherlich helfen.
P.S. Bitte vergesst nicht, Eure Stromversorgung wieder zu entfernen ...

♣ S15 - Gold
Hier angekommen sind nicht viele. Du solltest nun alles haben, was Du brauchst um an das Vermögen zu kommen. Eine kleine Hürde hat Großvater allerdings noch für Dich auf Lager. Wäre ja zu schön gewesen, oder? Bei so vielen Zahlen muss alles noch mal nach den vier Himmelsrichtungen sortiert werden. Eine Hilfe findest Du bestimmt vor Ort.