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Ein Teil des Gesteinskreislauf - Gerölle des Lech EarthCache

Hidden : 9/27/2016
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:





 

Ein Teil des Gesteinskreislauf - Gerölle des Lech

 

Hier an den Koordinaten könnt ihr den Fluss Lech sehen und anhand des Flusses wird es euch möglich sein einen Teil des Kreislaufes der Gesteine zu erkunden und dabei die Gesteine des Lech näher kennenzulernen.

Hierbei kann man recht einfach, unter anderem, 5 Gesteine bestimmen:

Radiolarit:

Dieses Gestein, welches vor ca 150 Millionen Jahren aus Radiolarienskeletten entstand, ist ein hartes Gestein. Es bricht scharfkantig und kommt hier, durchzogen von Calcitadern, in den Farben hell-weißlich über rötlich, grünlich und bräunlich bis zu Schwarz vor. Die Radiolarite solltet ihr vor Ort recht leicht ekennen und bestimmen können.

Bunte Jurakalke:

Dieses Gestein, welches vor ca 190 Millionen Jahren entstand, ist ein eher weiches Gestein. Es kommt hier, durchzogen von Calcitadern, in den Farben Rot, grünlich und weißlich vor. Die Bunten Jurakalke solltet ihr vor Ort recht leicht ekennen und bestimmen können.

Hauptdolomit:

Dieses Gestein, welches vor ca 220 Millionen Jahren entstand, ist sehr erosionsbeständiges Gestein. Der Hauptdolomit ist auf den Schotterbänken des Lech am häufigsten zu finden. Seine Farbe ist grau, durchzogen von weißen Linien, welche aus Calcitkristallen bestehen. Wenn man Hauptdolomit zerschlägt, kann man ihn auch am typischen Geruch von Rohöl erkennen, was von den Gesteinsbildnern, den versteinerten Blaualgen herrührt. Dieses Gestein solltet ihr auch recht einfach finden und bestimmen können.

Wettersteinkalk:

Dieses Gestein, welches vor ca 230 Millionen Jahren entstand, ist ein hartes Gestein mit hohem Kalkgehalt. Es ist dem Hauptdolomit sehr ähnlich, unterscheidet sich aber, da der Fossiliengehalt sehr schlecht ist, in der wesentlich helleren Färbung vom Hauptdolomit.

Oberrhätkalk:

Dieses Gestein, welches im Erdzeitalter Trias und Jura entstand, ist dem Wettersteinkalk sehr ähnlich und auf den Kiesbänken des Lech recht schwer zu finden. Es ist ein gering geschichtetes Gestein mit geringer Festigkeit. Den Oberrhätkalk werdet ihr wohl eher nicht finden und noch schwerer bestimmen können und wurde nur der Vollständigkeit halber hier aufgeführt.

Bei unserem Besuch vor Ort konnten wir auch noch Konglomeratstücke finden, evtl. findet ihr ja auch etwas besonderes und teilt das im Log mit.

 

Der Lech

Der Lech ist ein rechter Nebenfluss der Donau. Der 264 km lange Fluss entspringt in Vorarlberg und fließt durch Tirol und Südbayern, wo er in die Donau mündet. Kurz vor der deutsch-österreichischen Grenze nimmt er die Vils auf, stürzt am Lechfall bei Füssen hinunter und durchquert auf seinem Weg Schwaben und Oberbayern. Die größten Städte am Lech sind Landsberg am Lech und Augsburg, wo er die Wertach aufnimmt. Bei Rain mündet der Fluss in die Donau. Dabei transportiert der Lech, wie jeder Fluss zahlreiche Gesteine in Form von Kies oder auch Geröll genannt. Diese Gerölle können hier an den zahlreichen Bänken, je nach Wasserstand, sehr gut und zugänglich studiert werden. Der Lech transportiert hauptsächlich Kalk-, Dolomit- und Sandstein-Gerölle welche ihr hier in Massen finden könnt. Diese Gesteine sind vergleichsweise weich und das kann anhand der Gesteinshärte nach Mohs auch recht leicht nachgewiesen werden.

Geröll

(zu rollen) besteht aus Steinen, also Gesteinstrümmern, die beim Transport durch Wasser, Erdrutsche, Muren oder sonstige Bodenbewegungen zu Tal bewegt werden und deren Bruchkanten dabei mehr oder weniger abgerundet wurden.

Die Größe der Steine liegt überwiegend zwischen 2 und 20 Zentimetern, nach DIN 4022 ist Geröll größer als 63 mm, allgemein zumindest größer als 2 mm (Psephite), Blockgeröll größenmäßig darüber bis Hausgröße. Kleinere Korngrößen nennt man Kies.

Prinzipiell unterscheidet man

  • fluviatiles Geröll (Flussgeröll)
    Kleingeröll in einem Flussbett wird als Kies bezeichnet; nahe am Wasser ist seine Bewegung als leises Rieseln oder Singen zu hören. Es bildet oft große Kies- bzw. Schotterbänke, die wegen ihrer gleichmäßigen Zusammensetzung der Korngrößen als wichtige Rohstoffe für das Bauwesen dienen. Einzelne Großblöcke nennt man dort Schroppen. Kleinere Rollsteine bezeichnet man in Süddeutschland und darüber hinaus als Wacken.
  • marines Geröll (Brandungsgeröll)
  • glaziales Geröll: Moränen, Findlinge und Geschiebe
  • Schuttgeröll, die Mischform aus Schutt und Geröll, die sich als Fuß (Talus) rund um Felstürmen, entlang der Felswände und in Karen und Steiltälern anlagert – diese liegen am Schuttgrenzwinkel, frischer Steinbruch kann nicht liegen bleiben und rollt als Steinschlag zu Tal. In sich wird der Talus durch Frostarbeit langsam weiterbewegt.
  • Rieselfluh, durch lockere Erde verbundenes Geröll
  • pyroklastische Gerölle.

Hier sehen wir uns das fluviatiles Geröll (Flussgeröll) und zwar den Kies näher an

Kies

Kies (von mittelhochdeutsch kis = grobkörniger steiniger Sand) ist eine Korngrößenbezeichnung und weitverbreitetes Lockersediment bzw. ein Lockergesteinsboden.

Kies als Korngrösse

Grobkies (gG/CGr) Korngrösse 20,0–63,0 mm

Mittelkies (mG/MGr) Korngrösse 6,3–20,0 mm

Feinkies (fG/FGr) Korngrösse 2,0–6,3 mm

Unter 2,0 mm wird der Kies als Sand eingestuft.

Geschiebe

Als Geschiebe bezeichnet man in den Geowissenschaften das Gesteinsmaterial, das von einem Gletscher transportiert wurde. In der Ökologie (einschließlich Limnologie) und im Wasserbau versteht man unter Geschiebe die von einem Fließgewässer an seinem Grund transportierten Feststoffe, nicht jedoch die in der Wassersäule schwebenden.
Da es hier im Lech einen sehr grossen Anteil an Geröllen bzw Geschiebe gibt wurde hier in der Nähe eine
Geschiebefalle gebaut die man sich, bei interesse bei Hornberg ansehen kann.

Kreislauf der Gesteine

Unter dem Kreislauf der Gesteine oder manchmal auch nur als Recycling bezeichnet, versteht man in der Geologie jenen Zyklus, in dem Gesteine von der Erdoberfläche überschoben werden und in tiefere Niveaus geraten um anschließend wieder an die Erdoberfläche zurückzugelangen. Dieser Zyklus dauert häufig in etwa 200 Millionen Jahre, allerdings sind hiervon auch stark abweichende Daten bekannt. Hier vor Ort handelt es sich um den Teil, einen Teil, des Transports der Gesteine von der Erdoberfläche zurück in tiefere Niveaus mithilfe des Flusses Lech.

So nun aber genug der Theorie, jetzt wird es Zeit diese geologische Besonderheit zu erkunden und etwas über die transportierten Gerölle zu erfahren.

Mit den Informationen des Listings und euren eigenen Überlegungen könnt ihr vor Ort alle Fragen beantworten.

Ihr werdet vor Ort keine Informationstafel finden was aber zur Beantwortung der Fragen auch nicht nötig ist.

Bilder von eurer Tour sind sehr gerne gesehen und eine Logbedingung.

Wichtig ist nur, dass die Antworten VOR dem Loggen an mich gesendet werden, dass im Log keine Antworten enthalten sind, dass der Name des Earth Caches für den ihr die Antworten an mich sendet irgendwo in der Mail steht und dass, z.B. bei Gruppen, jedes Teammitglied in der Mail mit den Antworten ( nick- ) namentlich genannt wird. Wenn ihr das beachtet könnt ihr nach dem Absenden der Antworten sofort euren online Log, nur mit Foto, tätigen.

Auf Logfreigabe muss ausdrücklich NICHT gewartet werden, ich melde mich falls etwas nicht stimmen sollte.

Je nach Wasserstand ist nicht jede angegebene Koordinate zu erreichen, was aber auch nicht nötig ist. Ihr müsst euch nur auf eine der Kiesbänke und ans Ufer begeben. Es ist nie nötig, sich oder andere in Gefahr zu bringen.

 

Nun zu den Aufgaben welche ihr vor Ort lösen könnt:

Frage 1: Welche Art von Kies, aufgrund des Merkmals Korngröße, könnt ihr hier am Lech überwiegend erkennen? Welche Arten sind hier überhaupt vertreten?

Frage 2: Schaut euch auf den Kiesbänken um und versucht 2 Gesteine zu bestimmen aber keine weissen. Beschreibt hier unter anderem Farbe, Glanz, Gefüge (Textur/Struktur), Mineralbestandteile.

Frage 3: Hier kann man gut flache Steine im Lech flippern, das lockert, mich zumindest, auf und es hat auch etwas mit dem Gesteinskreislauf zu tun. Seht euch eure(n) "perfekten" Flipperstein(e) mal etwas genauer an und euch fragteuch warum gerade das der "perfekte" Flipperstein ist und was ihn dazu macht, bzw. gemacht hat ... ;-) teilt mir eure Überlegungen zum letzten Teil ... was ihn dazu gemacht hat ... bitte mit.

Frage 4: Seht euch etwas um, könnt ihr eine Quelle für den Steintransport in eurer "Nähe" sehen? Hier bitte den Blick etwas "weiter" schweifen lassen und an den Kreislauf der Gesteine denken.

Wegpunkt Ufer:

Frage 5: Seht euch das Ufer an und teilt mir mit, ob dieses noch aktiv geformt wird oder ob es hier keine Abtragung mehr stattfindet.

Frage 6: Zeigt das Ufer eine Schichtfolge und wie hängt diese mit dem Flussbett zusammen?

Frage 7: Macht ein Foto von euch oder einem persönlichen Gegenstand vor dem Hintergrund des besuchten Ortes ohne zu spoilern´und hängt dieses Foto an euren Log mit an. Dieses Foto ist eine Logbedingung welche auf grund der massenweise im Internet weitergegebenen EC Lösungen von mir gefordert wird. Logs ohne Foto werden nicht mehr akzeptiert.

 

Aufgrund der massenweisen Weitergabe von EC Lösungen im Internet stellen GSA und Groundspeak es den EC-Besitzern seit dem 10. Juni 2019 frei, ein Foto als Beweis für den Besuch vor Ort zu fordern. Ein Foto von sich selbst oder eines persönlichen Gegenstandes vor dem Hintergrund des besuchten Ortes ohne zu spoilern. 

 

Alle gestellten Fragen können an den jeweils angegebenen Koordinaten, oder während der Wanderung, durch eure Eindrücke, Messungen und Beobachtungen beantwortet werden.

Bitte verhaltet euch entsprechend so dass Besucher auch nach euch noch den gleichen Spass haben können und einen unberührten Ort vorfinden.

Viel Spass beim Erkunden und Kennen - Lernen dieser geologischen Besonderheit unserer Region wünscht Azra3l

 

Fotos: Privat Quelle: Wikipedia, eigene Recherchen

 

Ach ja, hier kann man gut flache Steine im Lech flippern, das lockert, mich zumindest, auf und es hat auch etwas mit dem Gesteinskreislauf zu tun. Das seht ihr spätestens wenn ihr euch euren "perfekten" Flipperstein mal etwas genauer anseht und euch fragt warum gerade das der "perfekte" Flipperstein ist und was ihn dazu macht, bzw. gemacht hat ... ;-)

 



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