Die Frohe Zukunft erstreckt sich auf beiden Seiten der Dessauer Straße, die Halle mit Zörbig verbindet. Im Süden ist das Viertel mit großen Mehrfamilienhäusern aus dem zwanzigsten Jahrhundert bebaut, dagegen dominieren im Norden und im Osten kleinere Ein und Mehrfamilienhäuser. Von der aus dem Viertel Am Wasserturm/Thaerviertel kommenden, nordöstlich-südwestlich verlaufenden Dessauer Straße zweigen mehrere kleinere Straßen ab, hier genannt sind der Landrain nach Westen, der ins gleichnamige Viertel führt, sowie die Helmut-Just-Straße, die ebenfalls westlich nach Trotha und in die Gottfried-Keller-Siedlung verläuft. In Richtung Osten verbindet eine Straße die Frohe Zukunft mit den dorfähnlichen Stadtteilen Mötzlich und Tornau. In mehreren Richtungen liegen große Kleingartenanlagen. Im Norden gibt es das Gewässer des Posthornteiches, an das sich in Richtung Osten mehrere kleine Teiche anschließen. Östlich des Viertels liegt die Rhyolith- Kuppe des Goldberges. Im Norden des Viertels befindet sich eine Außenstelle der JVA Halle, die bis 2022 ausgebaut werden soll. Westlich des Stadtteiles befindet sich der Gertraudenfriedhof, begrenzt von der Dessauer Straße und dem Bergschenkenweg.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts baute man in der Gegend Braunkohle ab, so hier in der Grube Frohe Zukunft, nach der später das Stadtviertel benannt werden sollte. Im Ersten Weltkrieg wurde ein Militärflughafen im Gebiet des Stadtteils angelegt. Im Jahr 1934 siedelte man auch die sog. Siebel Flugzeugwerke an der Dessauer Straße an. Für deren Angestellte baute man dann innerhalb weniger Jahre eine Siedlung. Wegen der nicht gesicherten Stabilität des Bodens aufgrund des Bergbaus und wegen des angrenzenden Flughafens wurden die Gebäude jedoch nicht zu hoch gebaut. Im Jahre 1938 wurde die Heilandskirche errichtet, die im Krieg zwar beschädigt wurde, jedoch später wieder aufgebaut wurde. Im Zweiten Weltkrieg befand sich am Goldberg im Osten das KZ-Außenlager Birkhahn, in dem bis zu 1025 Häftlinge interniert wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Siebel Flugzeugwerke demontiert und gesprengt. Im Jahr 1958 wurde dann auch der Bergbau eingestellt. In der Zeit der DDR wurden im Süden des Stadtteils mehrgeschossige Blöcke gebaut.
Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Frohe_Zukunft