Der Rothschönberger Stolln wurde 1844 bis 1877 als tiefster Stolln zur Wasserabführung aus den Gruben des Freiberger Bergbaus unter Verwendung von Lichtlöchern aufgefahren. Die ursprünglichen beim Auffahren des Stollns im 4. Lichtloch erforderlichen Wasserkraftmaschinen, so das Kunstrad zur Wasserhaltung und das Kehrrad für die Förderung, wurden mit dem über die Grabentour herangeführten Wasser aus dem Bobritzsch-Tal beaufschlagt. Das verbrauchte Aufschlagwasser wurde über die 184,5 m lange befahrbare Abzugsrösche in den Dorfbach geleitet. Quelle: Montanregion Erzgebirge
Um das Röschen-Mundloch der oberen Abzugsrösche vor Ort etwas näher zu betrachten, empfehlen wir die Mitnahme einer Taschenlampe. Der Zugang ist für die Öffentlichkeit nicht begehbar bzw. mit einem Gitter gesichert. Interessantes Detail: Der Schlußstein über dem Röschenmundloch enthält weder eine Jahreszahl noch Initialen. Dafür aber einen Vermessungspunkt.