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Die Quelle an der Würm EarthCache

Hidden : 1/1/2017
Difficulty:
3.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:



Um die Würm und ihren Talraum auf dem Gebiet von Weil der Stadt wieder naturnäher und erlebbarer zu entwickeln, wurde 1999 von der Stadt, dem Landkreis und der Gewässerdirektion Neckar das „Würmprojekt“ ins Leben gerufen und bereits erste Maßnahmen umgesetzt….
An den Koordinaten findet ihr ausserdem ein paar geologische Besonderheiten, die man zuerst sicherlich nicht als diese wahrnimmt. Ihr findet eine Karstquelle und die dazu notwendigen geologischen Gegebenheiten.

Karstqelle


Die wichtigste Besonderheit von Karstquellen folgt aus der Tatsache, dass in Gebieten mit oberflächlichem Carbonatgestein dieser im Laufe der Zeit durch den Kohlensäuregehalt des Regenwassers in lösliches Calciumhydrogencarbonat verwandelt wird. Dadurch entstehen Höhlen und unterirdische Bäche. Das Wasser tritt an einer Quelle wieder aus. Anders als bei Grundwasser erfolgt keine Reinigung und es kommt zu einer sehr witterungsabhängigen Schüttung: Unwetter, Schneeschmelze und jahreszeitliche Schwankungen der Niederschlagsmenge sind an der Quelle deutlich bemerkbar. Viele Karstquellen sind in niederschlagsarmen Zeiten trocken. Andere sind sogar die meiste Zeit des Jahres trocken und schütten nur nach starken Niederschlägen. Die Qualität von Karstquellwasser ist für die Trinkwasserversorgung wegen fehlender Reinigung und hoher Härte denkbar ungeeignet. Zudem steht ungleichmäßige Schüttung einem gleichmäßigen Verbrauch gegenüber, ja sogar niedrige Schüttung im Sommer einem erhöhten Bedarf. Aus diesen Gründen werden Karstquellen heute kaum noch für die Trinkwasserversorgung genutzt.

Lehm


Lehm ist eine Mischung aus Sand (Korngröße > 63 µm), Schluff (Korngröße > 2 µm) und Ton (Korngröße < 2 µm). Er entsteht entweder durch Verwitterung aus Fest- oder Lockergesteinen oder durch die unsortierte Ablagerung der genannten Bestandteile. Unterschieden werden je nach Entstehung Berglehm, Gehängelehm, Geschiebelehm (Gletscher), Lösslehm (Löss) und Auenlehm (aus Flussablagerungen). Lehm ist weit verbreitet und leicht verfügbar, er stellt einen der ältesten Baustoffe dar.
Die Mischungsverhältnisse von Sand, Schluff und Ton können innerhalb definierter Grenzen schwanken, in kleinen Mengen kann noch gröberes Material (Kies und Steine) darin enthalten sein. Lehm mit nennenswertem Gehalt an Kalk, etwa in Folge wenig fortgeschrittener Verwitterung oder bei der Entstehung durch Ablagerung kalkigen Materials, wird als Mergel bezeichnet. Tonreiche Lehme werden als fett bezeichnet (nicht im Sinne von fetthaltig), tonarme als mager. Lehm ist nicht so plastisch und wasserundurchlässig wie reiner Ton, da die Korngröße der Bestandteile Sand und Schluff größer ist. In feuchtem Zustand ist Lehm formbar, in trockenem Zustand fest. Bei Wasserzugabe quillt Lehm, beim Trocknen schwindet oder schrumpft er.
Natürliche Lehmansammlungen sind meist eiszeitliche Ablagerungen durch Wind angewehten Feinmaterials. Dieser Staub (Löss und Sand) resultierte aus Gletscher-Schleiftätigkeit, wurde von Flüssen verfrachtet und infolge saisonaler Austrocknung verweht.

Auenlehm


Als Auelehm wird ein Lockergestein im Überschwemmungsgebiet ständig fließender Gewässer (Flüsse und Bäche) bezeichnet. Von Ferdinand Schalch wurde 1885 der Name „Aulehm“ eingeführt. Mit der Einführung der einheitlichen Rechtschreibung im Jahre 1901 wurde der Begriff Auelehm allgemein üblich.
Bei der Ablagerung des Hochflutlehms entsteht oberhalb des mittleren Grundwasserstandes der typische Auelehm mit seiner senkrechten Klüftung und der meist kräftigen gelbbraunen Farbe. Bei zeitweise stark verringerter Sedimentationsgeschwindigkeit reichert sich Humussubstanz an und es entstehen schwarzgraue sogenannte „Humushorizonte“. Bei längeren Ruhephasen der Sedimentation entsteht ein dunklerer Lehm. Diese insbesondere für die Sedimentation in Altwassern charakteristische Sedimentart ist in der Literatur mit einer Vielzahl von Namen (z. B. „Flussschlick“, bei flächenhafter Verbreitung auch „Ried“ oder „Schwarzer Auenboden“) belegt worden.
Das Ausmaß der Ablagerung von Auelehm hängt in erster Linie von der Hochwasserhäufigkeit ab. Dabei spielt der Grad der Kontinentalität des Klimas eine Rolle. Lokale Starkregen bei Wärmegewittern können zwar eine starke Bodenerosion verursachen, aber ein dadurch ausgelöstes Hochwasser hat vorwiegend eine lokale Wirkung. Ein weiterer wichtiger Faktor ist ein leicht erosionsfähiger Boden im Einzugsgebiet. Deshalb stehen mächtige Auelehmablagerungen überwiegend mit Lößhügelländern in Verbindung.
Für jedermann ist beobachtbar, wie Bodenmaterial bei Starkniederschlag oder Schneeschmelze von Ackerflächen abgespült wird und durch Hochwasser Schlamm auf Aueflächen abgelagert wurde. Zwischen den beiden Vorgängen besteht scheinbar ein direkter kausaler Zusammenhang und das ist Grundlage für die Annahme, dass die Nutzung der Landoberfläche für den Ackerbau Ursache der Auelehmbildung ist.

Fingermethode


Der mineralische Boden wird unterteilt in Grobboden oder Bodenskelett mit Korngrößen über 2 mm und in Feinboden mit Korngrößen bis 2 mm. Die Bodenart benennt unterschiedliche Gemenge von Korngrößenanteilen der drei Kornfraktionen Ton, Schluff und Sand (bzw. ihrer jeweiligen Unterfraktionen) des Feinbodens.



Die Fingerprobe nutzt verschiedene physikalische Eigenschaften einer feuchten Bodenprobe zur Bestimmung einer Bodenart und spricht dabei besonders die Körnigkeit, die Mehligkeit und die Bindigkeit einer Bodenprobe an.

Die folgende Tabelle zeigt auf, wie man bei der Beurteilung einer Bodenprobe mit Hilfe der Finger oder Feldmethode vorgehen soll.



Das folgende Dreieck verdeutlicht die verschiedenen Bodentypen und ihr Verhältnis zu den verschiedenen Bestandteilen.





Fragen und Aufgaben


1. Gehe an der Würm auf dem Weg ein paar Meter Fluss aufwärts, nimm eine Bodenprobe und beurteile diese mit Hilfe der Fingermethode. Welche Bodenart liegt vor?

2. Erkläre mit deinen Worten, wie diese Bodenart hier an diesem speziellen Ort entstanden sein könnte. Orientiere dich dazu am besten am Listing und bringe dies mit der Umgebung in Verbindung.

3. Ist dieser Boden aus geologischer Sicht eine eher junge oder alte Schicht?

4. Wie du der Informationstafel entnehmen kannst fließt hier ein Bach, welcher einer Karstquelle entspringt und in die Würm mündet. Erkläre bitte mit deinen eigenen Worten, warum hier dieser Quellaustritt erfolgt.

5. Welche völlig unterschiedlichen Grundeigenschaften der Gesteins/Boden-Schichten sind hierfür notwendig?

6. Betrachte die Landschaft und gib eine Vermutung ab, wo die Speisung dieser Quelle sein könnte und warum.


Optional würde ich mich sehr über ein Bild von euch oder der Gegend freuen!



Quellen


  • Informationstafel vor Ort
  • http://www.wikipedia.de
  • http:// www.lesando.de
  • https://www.mineralienatlas.de
  • http://www.payer.de


Sendet bitte eine e-mail mit den Antworten an mich. Ihr könnt gleich loggen und braucht nicht auf meine Freigabe zu warten. Sollte etwas mit den Antworten nicht stimmen, melde ich mich bei euch.

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