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Obere Meeresmolasse am Ette EarthCache

Hidden : 1/7/2017
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Allgemeines
Die gesamte nördliche Alpenfront ist von dem Molassebecken bedeckt. Es erstreckt sich mit einer Länge von etwa 1.000 km über Teile Frankreichs, der Schweiz, Deutschlands und Österreichs. An seinem Westende am Genfersee ist es etwa 20 km breit, greift in östliche Richtung weit nach Norden aus und erreicht im bayerischen Alpenvorland seine größte Breite von fast 130 km. Weiter östlich nimmt die Breite in der Höhe von Amstetten auf etwa 10 km ab; von dort zieht es sich als schmaler Streifen bis etwa St. Pölten, weitet sich anschließend – in nordöstliche Richtung schwenkend – bis auf etwa 40 km Breite, und geht nördlich der Donau in die karpatische Vortiefe über.

Das Molassebecken besteht vor allem aus Sedimenten des einst hier befindlichen Meeres (Tethys) und Schottern, Grobsanden,  und sonstigen Sedimenten aus der Verwitterung (Erosion) der nahen Alpen.

Die Schichtenfolge
Die Gesteine des Molassebeckens wurden im Oberen Eozän bis zum Oberen Miozän abgelagert. Sie werden aufgrund der vorherrschenden Ablagerungsbedingungen – marin oder terrestrisch – in vier Hauptgruppen unterteilt:

  1. Obere Süßwassermolasse (Abk. OSM oder auch tOS), Serravallium, Tortonium und Pontium, vor etwa 16 bis 5 Mio. Jahren

  2. Obere Meeresmolasse (OMM, tOM), Burdigalium und Langhium, vor etwa 22 bis 16 Mio. Jahren

  3. Untere Süßwassermolasse (USM, tUS), Chattium und Aquitanium, vor etwa 28 bis 22 Mio. Jahren

  4. Untere Meeresmolasse (UMM, tUM), Rupelium, vor etwa 34 bis 28 Mio. Jahren

Obere Meeresmolasse
Die Obere Meeresmolasse tritt im Bereich des Ostallgäus ins zwei Ost-West orientierten, meist nur wenigen hundert Meter breiten Streifen an die Erdoberfläche. Der nördliche Streifen beginnt am Südhang des Pfänderstocks bei Bregenz und verläuft grob über die Burghalde in Kempten zum Südhang des Peißenbergs. Der südliche OMM-Streifen beginnt am Ochsenberg und lässt sich von Görisried bis zum Auerberg hin verfolgen. Der größte Teil der OMM besteht aus grünlichgrauen, meist schlecht bis gar nicht geschichteten Sandsteinen und dunklen, dünnbankigen, sandigen Mergeln. Die ziemlich mürben Sandsteine sind gewöhnlich sehr arm an Fossilien. Ihre grünliche Farbe verdanken sie großen Mengen von Glaukonitkörnern.

Der Steinbruch
Durch die letzte Faltung der Alpen vor 10 Mio Jahren wurden auch die etwa 300 Meter dicken Ablagerungen der OMM zusammengeschoben und nach oben aufgebogen. Einer der steil aufgerichteten Ränder, zu der auch dieser Steinbruch gehört, zieht sich als Hügelkette aus hartem Sandstein vom Beerberg bei Schwenden bis nach Settele am Auerberg. Das Molassemeer enthielt Salzwasser, war verhältnismäßig warm und daher von einer artenreichen Fauna bewohnt. So können im Sandstein Schnecken- und Muschelschalen, darunter auch Austern, die sich am Meeresgrund abgelagert haben und versteinert sind gefunden werden. Mit viel Glück kann man sogar Zähne von Haien entdecken.
Der Sandstein dieses Steinbruchs wurde als Baumaterial abgebaut und u.a. für die Grundmauern des Marktoberdorfer Schlosses verwendet.

Deine Aufgaben

  1. Was kann man an der Oberseite einiger Sandsteinplatten sehen und woher kennen wir das? (Infotafel)

  2. Gehe zum Punkt „Wand“ und betrachte dir die Schichtfolge. Welche Stärke (cm) haben die schmaleren Schichten etwa?

  3. In welche Himmelsrichtung sind die an dieser Wand befindlichen Schichten geneigt?

Quellen: Wiki, Bau und Werden der Allgäuer Landschaft von Herbert Scholz, Infotafel

Additional Hints (No hints available.)