Geschichte:
Der Stadteil Göggingen liegt an den Flüssen Singold, Wertach und wird urkundlich zum ersten Mal im Jahr 969 erwähnt. Durch die orthopädischen Heilanstalten des Friedrich Hessing wurde dieser Kurort ab dem 19. Jahrhundert überregnional bekannt. Aufgrund der Aufnahme von Sudetendeutschen nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerungszahl stark an. 1969 wurde die Marktgemeinde Göggingen zur Stadt erhoben, aber bereits 3 Jahre später wurde Göggingen von Augsburg eingemeindet.
Sehenswürdigkeiten:
Fugger-Schlösschen Göggingen
Im Jahr 1495 kauften die Fuggers dieses Schloss von Andreas Frickinger und ließen es umbauen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde es verkauft und in den nächsten Jahrhunderten wechselte öfters der Besitzer. Als 1939 die Gemeinde Göggingen das Schlösschen übernahm wurde es komplett neu gestaltet. Von den alten barocken Bauten ist nichts übrig geblieben.
Kurhaus
Das Kurhaus wurde im Auftrag von Hofrat Friedrich Hessing 1886 erbaut und ist ein Multifunktionstheater in Glas- und Gusseisenkonstruktion. Als Vorbild dienten die englischen Pleasure Garden, wobei die Kombination eines Wintergartens mit einem voll ausgestatteten Theater mit Orchestergraben einzigartig ist. Ähnliche Konstruktionen gab es nur noch in Leipzig, Paris und Blackpool. Das Kurhaus in Göggingen ist das einzig noch heute erhaltene. In den ersten Jahren zog das Theater ein überregionales Publikum an. Nach dem Ende des ersten Weltkriegs nahm das großbürgerliche Publikum ab und es fanden zunehmends Veranstaltungen für die Bevölkerung, wie Karnevalsbälle, statt. 1942 wurde es zu einem Lichtspielhaus umgebaut. Ab den 50er Jahren begann der Niedergang des Gebäudes und endete mit einem Brand 1972. Der Brand lenkte das Augenmerk der Öffentlichkeit wieder auf dieses Gebäude, wodurch Abrisspläne verhindert werden konnten. Nach vielen Jahren des Stillstandes begann 1988 die Sanierung, die 1996 abgeschlossen wurde. Heutzutage finden wieder vielfältige Veranstaltungen statt.
Hessingburg
Die Hessingburg ist ein schlossartiges Gebäude und diente als Gästehaus der einstigen Hessingschen Orthopädischen Heilanstalt. Auffällig sind die vielen zinnbestückten Türmen und Türmchen. Unterhalb der Terrasse liegt ein Springbrunnen, der als Quell der Genesung dient. Viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Adel, u.a. Kaiserin Auguste Viktoria, logierten in dem Gebäude. Im Erdgeschoss befindet sich der Gartensaal, in dem heutzutage Veranstaltungen stattfinden.
Wertach
Die Wertach entsteht im südöstlichen Allgäu und mündet bei Augsburg in den Lech. Nachdem verheerenden Pfingsthochwasser im Jahr 1999 wurde das Gewässerschutzprojekt Wertach Vital in Angriff genommen. Dieses Projekt ist in drei Abschnitte aufgeteilt und zu den wesentlichen Maßnahmen zählen die Gewässeraufweitung, der Umbau von Wehranlagen und Deichen. Südlich der Gögginger Wertachbrücke liegt der Abschnitt Wertach Vital | und dieser konnte 2009 vollständig abgeschlossen werden. An den anderen Abschnitten wird bis heute gearbeitet.
Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen (ZNFG)
Der mehrgeschossige Ziegelhochbau ist eine Erweiterung der Produktionsstätte von der ehemaligen Firma Zwirnerei und Nähfadenfabrik Göggingen (ZNFG) und wurde 1908 erbaut. Zur Wasserversorgung der ZNFG wurde der Fabrikkanal im Jahr 1884 angelegt. Westlich des Fabrikkanals ist das im Sommer beliebte Gögginger Luftbad.
Final:
N 48°20.(D-20*C-6*B-A+9)
E 010°52.(F-10*E-11*G-3*B+H+7)
Öffnungszeiten des Kurparks sind:
01.10. - 28.02. 09-17 Uhr
01.03. - 31.03. 09-18 Uhr
01.04. - 30.04. 09-19 Uhr
01.05. - 31.08. 09-21 Uhr
01.09. - 30.09. 09-20 Uhr
Bei schlechter Witterung, Schneefall ist der Park nicht geöffnet.