Mit dieser kleinen Serie möchte ich einige Gebäude und Denkmäler der Stadt Suhl vorstellen, die es heute in dieser Form zum Großteil nicht mehr gibt. Findet heraus, an welchen Orten sich die abgebildeten Objekte befunden haben. Bei der Recherche könnten neben dem Internet auch die Bücher "Suhler Alltagsimpressionen" und "475 Jahre Suhl" von Gerd Manig und Dieter Schellenberger hilfreich sein. Auszüge aus diesen Büchern sind auch bei Google Books verfügbar. Ein Blick auf die Hintergrundbilder dieser Serie hilft auch manchmal weiter. Ich wünsche viel Spaß beim Rätseln und Knobeln. Und wie beim letzten Mal beginnen wir auch dieses Mal wieder mit einem Kriegerdenkmal.
Kriegerdenkmal Nr. 2
Dieses Kriegerdenkmal wurde vom Baumeister Ewald Weber auf einer Anhöhe zu Ehren der Gefallenen im Ersten Weltkrieg errichtet. Die Einweihung fand am 21. Oktober 1928 bei strömenden Regen statt. Die Kupferplatten mit den Namen der gefallenen Soldaten wurden jedoch erst am 17. Mai 1929 angebracht. Nach 1950 wurden im Laufe der Zeit Teile des Denkmals entfernt. Nach 1990 verschwand es vollständig.
Begebt euch in die Mitte des verbliebenen Sockels und nehmt dort die Koordinaten dieser Station.
Die Gartenfreunde
Diese Aufnahme aus dem Jahre 1905 zeigt eine Gartenanlage, die 1896 gegründet wurde. Sie ist heute noch so erhalten, wie sie in der Zeit um 1900 angelegt wurde. Das Ziel des Gartenvereins war es, die erste FKK-Sonnenbadeanlage nach den Naturheilmethoden von Prießnitz zu schaffen. Deshalb hatte das Gebäude links im Bild eine Dachterrasse mit einer blickdichten Brüstung. So konnten die Vereinsmitglieder auf der Dachterrasse ein ungestörtes (bzw. nicht störendes) Sonnenbad nehmen. Das Gebäude steht heute noch. Heute hat es aber eine ganz normale Dachform. Hier nehmen wir die Koordinaten in der Einfahrt, die zu diesem Gebäude führt.
Das Restaurant “Zum Bahnhof”
Dieses Bild zeigt das Restaurant “Zum Bahnhof” um 1910. Aber Vorsicht dieser Titel könnte euch in die Irre führen. Denn das 1846 errichtete Gasthaus “Menzel” wurde erst aufgrund der Unterbringung von Arbeitern an der Bahnstrecke entsprechend umbenannt. Und das war zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach dem Umbau im Jahre 1987 erhielt das Restaurant seinen heutigen Namen, der aber hier nicht verraten wird. Das Gebäude ist in seiner äußeren Form bis heute erhalten geblieben. Das Umfeld hat sich jedoch geringfügig verändert.
Für die notwendigen Koordinaten stellt Ihr euch bitte vor den großen Giebel zur Straße.
Keilpart & Co.
Im Jahre 1878 eröffnete der Mechanikus Friedrich Keilpart in der Großen Backstraße 18 seine „Mechanische Werkstatt“. Bereits seit der Zeit vor dem 1. Weltkrieg produzierte man einfache Messgeräte. Niemand konnte erahnen, dass daraus ein führendes Weltunternehmen entstehen könnte. Nach dem 1. Weltkrieg wechselten die Werkstatträume mehrfach. Schließlich wurde die kleine Firma im Jahr 1920 in der Rimbachstraße ansässig, wo dann auf 3 Etagen produziert wurde. Der Betrieb wurde in der Folgezeit zum Weltmarktführer für Präzisionsmessgeräte. Die Firma blieb ständig in den Händen der Familie Keilpart.
Zum Ende des 2. Weltkrieges hatte die Firma, einschließlich der Fremdarbeiter, 470 Mitarbeiter und nannte sich „Keilpart & Co“. Nach der Kapitulation ging die Firma als SAG-Betrieb in sowjetische Militärverwaltung über. In Folge dessen wurde der gesamte Maschinenpark (als Reparationsleistung) demontiert und in Kisten verpackt. Im Foto oben sieht man die zum Abtransport bereitgestellten Kisten. Glücklicherweise gab der sowjetische Generalmajor Radinow den Befehl, die Maschinen nicht abzutransportieren sondern unverzüglich wieder im Betrieb aufzustellen. Er sah es als vernünftiger an, in Suhl mit den Maschinen zu produzieren, als abzutransportieren und nichts damit anfangen zu können. Ihm war die Firma „Keilpart“, die auch in die Sowjetunion exportiert hatte, von seiner früheren Tätigkeit bekannt. In der DDR entwickelte sich das nunmehr verstaatlichte Unternehmen zu einem Spitzenbetrieb innerhalb des Kombinats Carl Zeiß.
Dort wo im Jahr 1945 die Kisten standen ist heute ein Buswartehäuschen. Dessen Koordinaten werden als Referenzpunkt für diese Station genutzt.
Auf zum Cache
Aus den aufgenommenen Koordinaten wird jeweils ein Durchschnittswert für die Dezimalminuten des Nordens und des Ostens berechnet. von dort aus wird eine Peilung von 415 m in Richtung 28,3 ° vorgenommen. Der Ort der Dose war jahrelang ein Lost-Place. Jetzt zieht aber wierder Leben ein.
Nachdem die Dose zum wiederholten Male weg gekommen ist, habe ich heute , am 05.07.2020) ein neues Versteck gesucht und gefunden. Das Finale ist jetzt am Boden. Ihr braucht zum Heben einen Magnetstab. Bitte beachtet auch die Hinweise im Checker.
