Der Stadtteil Niederfähre liegt auf der rechten Elbseite, direkt an der Elbe, gegenüber der Albrechtsburg. Südöstlich benachbart ist der Stadtteil Vorbrücke, nördlich grenzt er an Proschwitz und östlich an Zscheila.
Die wichtigste Straße des Stadtteils ist die Goethestraße, die als Bundesstraße 101 über Bohnitzsch nach Großenhain führt. In der anderen Richtung verläuft sie weiter über die Elbtalbrücke und durch den Schottenbergtunnel Richtung Nossen.
Im Stadtteil Niederfähre befinden sich das Berufliche Schulzentrum (BSZ) und die Musikschule. Im BSZ kann man die theoretische Berufsausbildung für verschiedenste Ausbildungsberufe absolvieren oder mit bestandenem Realschulabschluss in drei Jahren das Abitur erwerben. Dafür stehen vier verschiedene Profile zur Verfügung, die inhaltlich eine sehr hilfreiche Vorbereitung für ein anschließendes Studium bilden.
Die Bebauung des Stadtteiles reicht im Norden bis an die Senke des Fürstengrabens, der die Nassau entwässert. Dort liegen auch der Meißner Winterhafen sowie das Stadion am Heiligen Grund. Unmittelbar nördlich an die Senke schließen sich die Proschwitzer Weinberge mit der Lage "Katzensprung" an.
Zur Geschichte:
"Das Gassendorf mit seinen Häuslerzeilen lag in einer gewannähnlichen Streifenflur und hatte dem Namen nach eine Bedeutung für den Fährbetrieb am Meißner Elbübergang. In den Jahren 1350 und 1430 sind Allodien bezeugt, 1480 findet ein Vorwerk Erwähnung. Eingepfarrt war und ist Niederfähre nach Zscheila. Die Grundherrschaft übte bis ins frühe 19. Jahrhundert direkt das Prokuraturamt Meißen aus. Im Jahr 1856 gehörte Niederfähre zum Gerichtsamt Meißen und kam danach zur Amtshauptmannschaft Meißen, aus der der gleichnamige Landkreis hervorging.
In den Jahren 1791 und 1834 wird erwähnt, dass Niederfähre und Zscheila zusammen eine Gemeinde bildeten. Auf Grundlage der Landgemeindeordnung von 1838 erlangte Niederfähre seine Selbstständigkeit als Landgemeinde. Schon früh galt es gemeinsam mit dem benachbarten Vorbrücke als Vorstadt von Meißen. Am 1. Januar 1887 schlossen sich beide Orte zur insgesamt 94 Hektar großen Gemeinde „Niederfähre-Vorbrücke“ zusammen. Diese wurde exakt drei Jahre später nach Cölln eingemeindet und kam mit diesem am 1. Januar 1901 zu Meißen. Auch 1908 findet der Doppelname „Niederfähre-Vorbrücke“ Erwähnung, heute liegen beide Orte in der gemeinsamen Gemarkung „Niederfähre m. Vorbrücke“."
(Quelle: Wikipedia)