Kies? oder Sand? der Lüneburger Heide
Habt ihr euch bei einem Spaziergang schon einmal Gedanken darüber gemacht was sich unter euren Füßen befindet?
Hier kann man es eindrucksvoll sehen.
Erst einmal stellt sich aber die Frage, ist es Sand oder Kies und wann ist dieser hier entstanden?
Entstehung:
Die Oberflächenformen der Lüneburger Heide entstanden als glaziale Serie. Die Glaziale Serie (lat. glacies „Eis“) bezeichnet in Mitteleuropa die in einer bestimmten Reihenfolge ausgebildeten Landschaftsformen, die während der pleistozänen Vergletscherungen durch jeden Gletschervorstoß unter den Gletschern, an deren Randlagen und deren Vorland entstanden sind. Während der Saale-Kaltzeit lagerten die Gletschermassen Sand-, Geschiebe- und Geröllmassen ab. Durch die mehrmals vorstoßenden Gletscher wurde die Landschaft immer wieder umgeformt, da die Schmelzwassersedimente früherer Saale-Kaltzeit-Stadien später von einem neuen Gletscher überlagert und dadurch zu einem Höhenzug zusammengeschoben wurden. Der vermutlich auf diese Weise entstandene Haupthöhenzug (Schwarze Berge - Wilseder Berg - Lüßplateau - Sprakensehler Berge) teilt die Lüneburger Heide in zwei geologisch-geomorphologische Haupteinheiten: - in die Parallelrückenlandschaft der Nord- und Hochheide - in die ausgedehnten Sanderflächen der Südheide. Außerdem entstand das Urstromtal der Aller. Während der Weichsel-Kaltzeit wurden die saalezeitlichen Moränen erniedrigt, es entstanden u.a. Trockentäler, Flugsand- und Binnendünenaufwehungen und Schotterdecken in den Flußtälern. Außerdem bildeten sich im Lee (Windschatten) der Höhenzüge Flottsande. Die feineren Bodenbestandteile wurden durch Regen, Schmelzwasser und Wind weiter verteilt, die heutige Oberflächenstruktur bildete sich heraus. Als die Gletscher abschmolzen, bildete sich bei subarktischem Klima eine Tundrenlandschaft, die sich mit zunehmender Erwärmung in lichte Wälder verwandelte.

Unterscheidung von Kies und Sand:
Formal definieren Geowissenschaftler Sand als partikuläres Gesteinsmaterial mit einer Korngröße zwischen 0,063 und 2 mm Durchmesser.
Gesteinspartikel grösser als 2 mm werden als Kies und noch grössere (63mm) als Steine bezeichnet.
Liegt der Korndurchmesser zwischen 0,063 mm und 0,0002 mm, sprechen Geowissenschaftler von Schluff bzw. Silt., bei noch kleineren von Ton.
Ebenso vielfältig wie die Zusammensetzung sind auch die Farbtönungen natürlicher Sande.
In heimischen Sandgruben lassen sich stellenweise Sande mit entsprechenden Verfärbungen finden,z.B. rötlich bis rötlich-braune, bedingt durch Eisen-Verbindungen, die im Porenraum des Sandes aus dem Grundwasser ausgefällt wurden. Die Palette heimischer Sandfarben ist damit aber noch längst nicht erschöpft. Die grüne Farbe wird durch das Mineral Glaukonit verursacht, das sich unter bestimmten Bedingungen am Meeresboden bildet. Betrachtet man grauen Sand unter dem Mikroskop, stellt man fest, dass er aus einer Mischung heller Quarzkörner und dunkler Braunkohlepartikel besteht. Mikroskopisch kleine Schwefel-Kristalle im Sand sind verantwortlich für die gelbliche Farbe. Schließlich entsteht ein Rosa-Farbton durch die Eigenfarbe der Quarzkörner selbst ("vewitterter Rosenquarz"). Weiß erscheinender Sand: Als Quarzsand werden Sande bezeichnet, die einen besonders hohen Gehalt des Minerals Quarz aufweisen (mehr als 85 Gew.-%). Teils als küstennahe Meeressande, teils in Senken auf dem Festland unter besonderen geologischen Umständen abgelagert, reicherte sich das Mineral Quarz stark an, weil die übrigen, weniger stabilen Mineralien (wie Feldspäte und Glimmer) als Folge einer tiefgründigen Verwitterung des Sandes größtenteils aufgelöst oder in feine Partikel zerlegt und fortgeschwemmt wurden.
Quellen: Wikipedia, Sand ABC von Dr. Dietmar Meier
Grafik: Wikipedia, Foto: eigenes</>
Bevor es nun zum „praktischen“ Teil dieses Earth Caches kommt, erlaubt mir noch einen Hinweis:
Ihr braucht auf keinen Fall an den Wänden zu klettern. Wenn ihr neben der Einfahrt zur “Sandkuhle“ den kleinen Trampelpfad entlang geht, habt ihr einen wunderbaren Überblick. Achtet hier dann darauf das ihr nicht zu dicht an den Rand geht, ganz besonders wenn Kinder euch begleiten!
Beantwortet mir folgende Fragen und sendet mir die Antworten über mein GC Profil zu, DANACH könnt ihr loggen, sollte etwas nicht ganz richtig sein, melde ich mich :
1. In welcher Geländeform der glazialen Serie befindet ihr euch?
2. Was ist es, unter euren Füßen, Kies oder Sand?
3.Welche Farben könnt ihr an der „Wand“ erkennen?
4. Und wodurch sind sie entstanden?
5.Seit dem 10. Juni 2019 steht es einem EC Owner wieder frei, ein Foto als Beweis des Besuches zu fordern. Ein Foto von sich selbst oder eines persönlichen Gegenstandes vor dem Hintergrund des besuchten Ortes.