„Geesthügel“ in der Lüneburger Heide
Auf Schritt und Tritt begegnen wir in der Lüneburger Heide Hinterlassenschaften der eiszeitlichen Gletscher. Hier in der Gegend ist es das Naturschutzgebiet „Heiliger Hain“, was sehr bekannt geworden ist, durch den Heide Dichter Hermann Löns.
Aber auch das etwa 240 ha große Naturschutzgebiet "Rössenbergheide-Külsenmoor" das am Ostrand eines eiszeitlichen Grundmoränenhügels liegt, kann sich aus geologischer Sicht sehen lassen. Diesen Gebietskomplex der einen typischen Übergangsbereich von der trockenen Geest über linienhaft angeordnete Quellmoore zur Niederung präsentiert, will ich euch hier vorstellen.
Er beinhaltet mit den Naturschutzgebieten „Niederungsbereich Oerrelbach“ und „Rössenbergheide-Külsenmoor“ den bedeutendsten Heide- und Übergangsmoorkomplex im Südosten der Lüneburger Heide.
Es ist geprägt von trockenen, mit Sandheiden und Kiefernwäldern bewachsenen Geesthügeln, die über vermoorte Quellbereiche mit Übergangs- und Hochmoorcharakter zur grünlandgeprägten Niederung des Oerrelbaches abfallen. Die großflächigen Sandheiden haben sich infolge einer traditionellen Nutzungsweise auf den trockenen Geesthügeln entwickelt. Im Übergangsbereich zum östlich angrenzenden Külsenmoor befinden sich Moorheiden, feuchte Moorwälder und Torfstiche. Erlenwälder säumen den Oerrelbach, der als typischer Geestbach das Külsenmoor von Norden nach Süden durchfließt.
Aber was ist denn nun genau ein „Geesthügel“ und wie kommt er hierher?
Die Geest bezeichnet eine geomorphologische Landform in Norddeutschland, Flandern, den Niederlanden und Dänemark, die durch Sandablagerungen während der Eiszeiten entstand und im Gegensatz zur Marsch steht. Da die Geest aus ihrer Natur eine höher gelegene Ebene darstellt, nennt man sie auch Geestrücken oder Sandrücken. Geestlandschaften sind generell höher als die Marsch. Sie bestehen aus Endmoränen, Grundmoränen saaleeiszeitlicher Prägung (Hohe Geest) oder weichseleiszeitlichen Sandern (Niedere Geest). Diese Altmoränenlandschaft wurde im Zuge des Eem-Interglazials von Flugsanden und danach von Sandern der folgenden Weichseleiszeit überprägt. Zusätzliche Erosion schuf relief- und gewässerärmere Gebiete. Sie besitzen eine deutliche Verwandtschaft zu den Platten im Binnenland. Häufig findet man daher sandigen, unfruchtbaren Boden. Die Heidelandschaften sind seit der Jungsteinzeit durch Überweidung der ehemals weit verbreiteten Wälder auf unfruchtbaren Sandböden im Bereich der Geest entstanden.

Quellen und Grafik: Wikipedia und Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz Foto: eigenes
Ein ausgiebiger Spaziergang um diese geologische Besonderheit zu betrachten lohnt sich immer, es gibt so viel zu entdecken! Wenn es eure Zeit zulässt könnt ihr bis in das Naturschutzgebiet "Heiliger Hain" wandern.
An den Listing Koordinaten könnt ihr parken, dort ist auch eine Informationstafel zum Naturschutzgebiet
Um die Natur zu schützen bleibt bitte auf den Wegen und sollten Hunde dabei sein, lasst sie an der Leine! An den Wegpunkten 1 und 2 gibt es Bänke, dort lässt sich wunderbar eine Rast machen!Aber Achtung bei der Überquerung der K7, die Autos dürfen hier 100km/h fahren.
Nun zu den Fragen, die zu einem Earth Cache nun einmal dazu gehören:
An WP1,a: beschreibt mir die Landschaft, sind die Hinterlassenschaften des Grundmoränenzuges hier wellig, hügelig oder eher flach? Also eher eine kuppige oder eine ebene Grundmoräne?
b: Auf welcher Höhe über NN befindet ihr euch?
c: Nehmt bitte einmal ein wenig Erde vom Boden auf und betrachtet die Beschaffenheit genauer, sind fossile pflanzliche Rückstände zu erkennen oder ist es purer Sand?
An WP2,:a Und auch hier wieder: nehmt ein wenig Erde vom Boden auf, ist es wieder nur Sand oder lässt sich die Nähe zum Moor durch dunklere Farbe oder fossile Pflanzenrückstände erkennen? (Idealerweise nicht am Löns-Gedenkstein sondern eher in der Nähe zum Schild „Niederungsbereich Oerrelbach“)
b: auch hier messt bitte die Höhe über NN und nennt mir die Differenz zu 1a
3. Seit dem 10. Juni 2019 steht es einem EC Owner wieder frei, ein Foto als Beweis des Besuches zu fordern. Ein Foto von sich selbst oder eines persönlichen Gegenstandes vor dem Hintergrund des besuchten Ortes. Vielleicht am Lönsstein.
Ich hoffe, dass euch der Spaziergang durch diese geologisch besondere Gegend gefallen hat.
NACH Beantwortung der Fragen über mein Profil könnt ihr sofort loggen, sollte etwas unklar sein, melde ich mich.