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Die Flussschlingen des Herrengraben EarthCache

Hidden : 2/19/2017
Difficulty:
4 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:

HINWEIS: Ihr befindet euch hier in einem Naturschutzgebiet ! Zur Beantwortung der Fragen muss der Weg zu keiner zeit verlassen werden !




Der Stromstrich als eine der Ursachen  für den Flussverlauf


Grundsätzlich unterscheidet man

verwilderte Flusssysteme - hier verzweigt sich der sogenannte Stromstrich vielfach

Mäander - die Entstehung von Mäandern hat ihre Ursache in dem Hin-und Herpendeln des Stromstrichs.



Aber was genau ist „der Stromstrich“?
Als Stromstrich wird in einem Fließgewässer eine gedachte Linie bezeichnet, die die Punkte der Größten Fließgeschwindigkeit miteinander verbindet.
Sie liegt im Idealfall in der Flußmitte und nahe der Wasseroberfläche.
Je weiter man sich vom Stromstrich in Richtung Ufer oder Boden bewegt, desto mehr machen sich die Reibungskräfte bemerkbar, die die Wasserströmung abschwächen.

Anders als bei verwilderten Flusssystemen, bei denen sich der Stromstrich vielfach verzweigt, ist für Flussmäander typisch, dass nur ein einziger Stromstrich besteht.


BILD 1


Turbulente Fließbewegung, kleine Hindernisse oder Unebenheiten im Flussbett führen zu einer Verlagerung des Stromstrichs, was letztlich durch einen Prozess der Selbstverstärkung zu einer Pendelbewegung führen kann.


Der Stromstrich gelangt somit an eine Stelle in Ufernähe.
Durch die hohe Fließgeschwindigkeit, die ja das Kannzeichen des Stromstrichs ist, wird dort nun verstärkte Seitenerosion ausgelöst und Sediment durch das Wasser abtransportiert.
Die Uferböschung wird steiler, es entsteht ein PRALLHANG.

Die Verlagerung des Stromstrichs hin zu einem Ufer bedeutet zugleich, dass die Gegenseite nun besonders weit entfernt ist vom Stromstrich (Bild 1).

Bei jetzt geringerer Strömung können hier feinkörnige Sedimente abgelagert werden.
Es bildet sich ein flaches Ufer, der GLEITHANG.
Je höher die Lage der Sedimente ist, die auf dem Gleithang zum Absatz kommen, desto feinkörniger sind sie.







Der nach außen drückende Stromstrich führt dazu, dass Wasser am Prallhang nach unten geführt wird, dass dann in spiralförmiger Bewegung flussabwärts am nächsten Gleithang wieder nach oben bewegt wird

(Bild 2)


 BILD 2

Einmal in Gang gesetzt, führen Erosion am Prallhang und Ablagerung am Gleithang dazu. dass sich die Flusskrümmung weiter verstärkt.
Dabei tritt der Stromstrich nicht im Scheitelpunkt der Biegung auf das Ufer, sondern er wird durch die Zentrifugalkraft nach außen getragen und erreicht den Außenhang kurz nach dem Scheitelpunkt
(siehe wieder Bild1)

Der Prallhang verlagert sich so mit der Zeit talabwärts.
Eine ständige Lageveränderung ist daher typisch für freie Mäander.







SINUOSITÄT

Ein Maß für die Krümmung eines Flusses ist die Sinuosität.
Sie kennzeichnet das Verhältnis von tatsächlicher Flussstrecke (L) zur geraden Distanz (D) zwischen zwei Betrachtungspunkten der Flussstrecke.

P = L/D

P = 1 bedeutet, dass der Fluss völlig gerade ist.
Mäandrierende Flüsse haben eine Sinuosität von P > 1

Sedimente ohne große Ton- und Schluffanteile, die anfällig für Seitenerosion sind, führen zu P < 1,5

Größere Krümmungen mit P > 1,5 entstehen in Sedimenten mit höheren Ton- und Schluffanteilen.





Unterscheidung Talmäander und freie Mäander
Während freie Mäander im vom Fluss aufgeschotterten Lockersedimenten angelegt werden, tieft sich der Fluss bei Talmäandern in das Festgestein ein.


Um diesen Earthcache loggen zu dürfen, müßt ihr folgende Aufgaben erfüllen:


Vor Ort findet ihr keine Informationstafel. Alle zur Beantwortung erforderlichen Antworten findet ihr im Listing bzw. direkt vor Ort.

Beantwortet folgende Fragen über das MessageCenter oder sendet die Antworten an unser Profil oder direkt an teamchritho@go4more.de :

Schaut euch das den Flussverlauf und seine Uferbereiche genauer an.

1.
Mit Hilfe der Informationen aus dem Listing versucht zu ermitteln, ob es sich hier um Talmäander oder freie Mäander handelt - begründet eure Entscheidung


2.
Ermittelt die Sinuosität des Herrengraben.
Dazu nehmt ihr zwei Wegpunkte, deren Koordinaten ihr uns bitte auch mitteilt.
Zwischen diesen Wegpunkten ermittelt ihr möglichst genau die tatsächliche Flusslänge.
Hierzu gibt es einige hilfreiche Apps. Wir empfehlen den sogenannten „Daumensprung“, näheres dazu findet ihr bei Wikipedia (das hier zu erklären würde den Rahmen des Listings sprengen und auch nicht dem thema gerecht werden).
Wenn ihr beide Werte ermittelt habt, könnt ihr den Wert P, wie im Listing beschrieben, errechnen.
Dann könnt ihr auch eine Aussage zu den Sedimenten im Herrengraben machen.


Ihr dürft loggen sobald  die Antworten abgeschickt wurden ohne auf eine Antwort zu warten - aber ihr bekommt auf jeden Fall eine Rückmeldung - dafür freuen wir uns im Gegenzug auch über ein freiwilliges Logfoto von euch ;-)
Logs ohne Beantwortung der Fragen werden gelöscht.


Quellen:
geologie-digital.de - Hendrik Mehrens
Emschergenossenschaft/Lipperverband - Wasserwelten Lehrmaterial
Wikipedia

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