Mit dieser kleinen Serie möchte ich einige Gebäude und Denkmäler der Stadt Suhl vorstellen, die es heute in dieser Form zum Teil nicht mehr gibt. Findet heraus, an welchen Orten sich die abgebildeten Objekte befunden haben.
Dieses Mal möchte ich mich ein wenig mit den Hinterlassenschaften des Eisenbahnbaus beschäftigen. Als KeinerF am 11.03.2017 seinen Multi „Hast du noch Zeit?“ veröffentlichte, hatte ich dieses Thema eigentlich schon in Planung. Gut, dass ich noch nicht so weit war. Somit konnte ich die Überschneidungen nachträglich noch vermeiden.
Als erste Bahnstrecke konnte 1858 in Südthüringen die Werrabahn Eisenach-Meiningen-Coburg eröffnet werden. Trotz aller Bemühungen musste Suhl lange Zeit auf einen Anschluss warten und die wirtschaftliche Entwicklung stagnierte. Am 19.12.1882 wurde die Strecke Richtung Meiningen eröffnet. Eine noch größere technische Herausforderung war der Bau Richtung Erfurt, wofür in Suhl eine Reihe großer Brücken und aufwändige Stützmauern erforderlich waren. Aber erst nach Fertigstellung des Brandleitetunnels am 1. 8. 1884 konnte der durchgängige Verkehr Erfurt-Meiningen aufgenommen werden.
Der Viadukt
Ich war übrigens auch überrascht, dass es eigentlich der Viadukt heißt. Das Viadukt scheint aber zumindest nicht falsch zu sein.
Der Eisenbahnviadukt an den Listingkoordinaten wurde 1882-1884 errichtet. Hier sehen wir den Viadukt Würzburger Straße auf einer Postkarte um 1900. Damals überspannte er nur Gärten und das Flüsschen Lauter. Im Hintergrund ist der Domberg zu erahnen. Die Häuser im Hintergrund sind die Selben wie auf den anderen beiden Fotos vom Viadukt. Das Foto wurde von der Eller-Straße aus aufgenommen. Die Eller-Straße hatte damals noch eine Einmündung zur Auenstraße. Die Straßenecke zur Auenstraße seht ihr vorn im Bild. Diese Straßenecke habt Ihr schon gesehen, als es um den Schlachthof ging. Von euch möchte ich den heutigen Namen der Eller-Straße wissen (zwei Worte). Hier zählen wir alle Buchstaben. Der Wert ist A.
Ist eigentlich schon einmal jemandem aufgefallen, dass die Bahnstrecke in Richtung Zella-Mehlis nur ein Gleis hat? Dies war nicht immer so. Die Brückenpfeiler sind, wie man auch heute noch sieht, ausreichend breit für zwei Gleise. Eines der Gleise wurde 1945 demontiert und in Richtung Sowjetunion verbracht.
Auch auf dieser Aufnahme ist die ursprüngliche Brücke mit einem Tragwerk aus Stahl-Fachwerkträgern zu sehen. Die Fachwerkträger waren seinerzeit ebenso wie das „Blaue Wunder“ in Dresden oder auch der Eifelturm nicht etwa geschweißt sondern „….......“.
Was? Da oben fehlt ein Wort? Ja. Ach-so! Von dem fehlenden Wort bilden wir den Buchstabenwortwert. Dieser sei B.
1969 wurde die Brücke letztmalig generalüberholt. Dies dürfte auch der Zeitpunkt gewesen sein, zu dem die Fachwerkträger demontiert und durch die heutigen Stahlträger ersetzt wurden. Auf dem unteren Bild sehen wir die Brücke, wie sie sich auch heute noch darstellt.
Eine weitere sehr sehenswerte Eisenbahnbrücke überspannt die Harzgasse. Diese ist gemauert und hat insgesamt C Bögen. Bei der Bestimmung von C sollte jeder selbst einschätzen, ob er dem Internet vertrauen möchte. Ich habe vor Ort etwas anderes Herr „W“ gezählt.
Der Bahnhof
Wann das heutige zweigeschossige Bahnhofsgebäude mit neogotischer Kalksteinfassade errichtet wurde, habt Ihr sicher schon bei der Lösung des Multis „Hast du noch Zeit?“ herausgefunden. Auf der Süd-Ostseite des Bahnhofsgebäudes könnt Ihr dies aber auch noch einmal nachlesen.
Zu diesem Zeitpunkt war die Bahnstrecke in Richtung Grimmenthal aber schon D Jahre in Betrieb. In dieser kurzen Zeit diente ein einfaches eingeschossiges Gebäude als Bahnhof. Bei der Ermittlung von D ist das genaue Datum egal. Es wird nur die Differenz der Jahreszahlen gebildet, die Ihr auch vor Ort ablesen könnt.
Ein historischer Streckenabschnitt
Bei dem folgenden Foto werden es Einheimische etwas leichter haben als Auswärtige. Es ist auf jeden Fall noch innerhalb der Stadtgrenzen von Suhl. Wer bei Teil 2 dieser Serie das „Restaurant zum Bahnhof“ gefunden hat, der weiß zumindest schon einmal um welchen Streckenabschnitt es sich hier handelt.
Wie ich in der Nähe der Finaldose erfahren habe, wurde diese 15,84 km lange Strecke als letzte im Thüringer Raum gebaut und erst 1911 eröffnet. Aufgrund der starken Steigung von bis zu 7,06 % wurde ein Teilstück sogar als Zahnradbahn hergestellt. Die Fahrzeit mit Zahnradlokomotiven betrug jedoch 70 Minuten. Mit der Dampflok dauerte es seit etwa 1929 nur noch 45 Minuten. Aber auch mit dem Dampflokbetrieb war es im September 1974 vorbei. Bis zur Schließung der Strecke im Mai 1997 waren hier nur noch Dieselloks unterwegs, die für die Strecke 28 Minuten brauchten. Eine Elektrifizierung der Strecke ist also nie erfolgt.
So; jetzt dürfte aber auch dem Letzten klar sein, um welche Strecke es geht. Stellt euch in die Mitte des oben abgebildeten Bahnübergangs und speichert die Koordinaten.
Auf zum Cache
Von der zuletzt gespeicherten Koordinate aus wird gepeilt.
Entfernung in m = A * B - 32
Richtung in ° = C * D * 10 + 9,81
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Rätseln und Suchen.