Der alte jüdische Friedhof ist das einzige Relikt der kleinen jüdischen Gemeinde in Silixen
Bis zur Machtergreifung des Nazi-Regimes bestand die kleine Glaubensgemeinschaft hier aus ca. 50 Personen.
Die Juden in Silixen waren in der Gesellschaft gut integriert und verdienten sich ihr Geld u.a. als Viehhändler, Arzt, Lehrer oder Frisör.
Aber auch an Silixen ging die Judenverfolgung nicht vorbei.
So wurden 1942 die letzten verbliebenen Juden deportiert
Heute gibt es noch 14 Grabsteine auf diesem Friedhof, der in die Denkmalliste des Landes Nordrhein Westfalen aufgenommen worden ist.
Der Prediger Moritz Rülf aus Detmold schrieb in seiner "Denkschrift über die von ihm besichtigten Synagogen und Friedhöfe der Gemeinden des Landesverbandes in Lippe" aus dem Jahr 1940, über die jüdische Gemeinde und ihren Friedhof in Silixen:
Silixen
Der Friedhof liegt an einem Abhang. Er ist nur in seinem oberen Teil belegt. Der älteste Stein ist aus dem Jahre 1880.
Wo die Gemeinde vorher beerdigt hat, wusste niemand mehr.
Auf dem Friedhof sind etwa 16 Steine. Im Großen und Ganzen ist er ganz gut erhalten. Ein Holzstakat umgibt ihn.
Vor etwa einem halben Jahre hat der Ortsvorsteher die Gemeinde wissen lassen, dass man beabsichtige, den Friedhof zu schließen, da er für die Vorüberkommenden ein unerfreulicher Anblick sei. Bislang hat sich die Gemeinde mit Erfolg dagegen gewandt. In dem Hause der Witwe Lisette Katz werden 2 Thorarollen verwahrt, wovon nur noch die eine brauchbar ist. Angeblich stammen diese Sfarim von der Gemeinde Vahrenholz, die vor 7 Jahr-zehnten eine Synagoge gehabt haben soll. Mir ist darüber nie etwas bekannt geworden.
Eine Synagoge besitzt Silixen nicht. Die Gemeindeangehörigen nehmen an dem Gottesdienst in Bösingfeld teil.