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Tirolerstein

A cache by Humpler Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 4/18/2017
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: micro (micro)

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Geocache Description:


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Tirolerstein


Begib dich zum Tirolerstein und finde den Vornamen des „Tirolers“ heraus.
A = Wert des 1. Buchstabens
B = Wert des 5. Buchstabens
C = Anzahl der Buchstaben

Wie weit ist es vom Tirolerstein bis zur Köhlerhütte?
D = Entfernung in Kilometern


Final: N 49° A+A-B . (C-D) (C-B) (B+C+D) E 007° B+D. (B+D) B (C+D)



Tirolerstein


Go to the "Tirolerstein" and look for the first name of the "Tiroler"
A = value of the first letter
B = value of the 5th letter
C = number of letters

How far is it from the "Tirolerstein" to the "Köhlerhütte"?
D = distance in kilometers


Final: N 49° A+A-B . (C-D) (C-B) (B+C+D) E 007° B+D. (B+D) B (C+D)




Die Geschichte vom Tiroler Stein


Am Rande einer kleinen Lichtung auf der Berghöhe des Hochwaldes zwischen Brücken und Züsch steht ein großer, altersgrauer Grenzstein. Die Jahreszahlen und die Inschriften auf den Seitenflächen sind verwittert und von silbergrauem Moos überwachsen. Drei Rillen oben im Stein zeigen an, dass sich lange vor unserer Zeit hier die Grenzen dreier Herrschaftsgebiete berührten.

Seit den kalten Januartagen des Jahres 1741 heißt diese Stelle der „Tirolerstein”. Die Erinnerung an die Ermordung eines Tiroler Händlers an diesem Platz ist danach in den waldnahen Dörfern zur Sage geworden, die von der Habgier des Täters und von der Entdeckung des Toten am abgelegenen Waldweg erzählt. Der Zeitbericht aber über den Hergang ist auf altersgrauen‚ schwer lesbaren Blättern der Birkenfelder Amtsprotokolle unter „Actum Martis‚ den 24. Januar 1741” erhalten geblieben.

Um das Jahr 1740 war im ganzen westlichen Hochwald ein Tiroler Wanderhändler beliebt. Jeder kannte ihn nur mit seinem Vornamen. Unverdrossen belieferte er die Leute mit Waren des täglichen Bedarfs und brachte beim nächsten Besuch mit, was von ihnen bestellt worden war. Als hoher Schnee und bittere Kälte im Januar 1741 die Wege über die Berghöhen für Händler mit Traglasten unpassierbar gemacht hatten, blieb er vier Tage in Abentheuer und schlief nachts bei dem Wirt David Roth in einer Kammer auf Stroh. Während dieser Zeit teilte er die Schlafstätte mit dem bisherigen Knecht des Försters Johann Bruch, mit Namen Nicklas, „von Hoppstätten im Trierischen gebürtig”. Der Knecht hatte seine Stelle beim Förster gekündigt und war danach mehrere Tage lang dem Wirt beim Holzhacken und Dreschen zur Hand gegangen.

Am 19. Januar brach der Tiroler wieder auf. Beim Abschied sagte er zum Wirt, dass er nach Züsch und von da nach Malborn, dann nach Dhronecken und Hilscheid „auf die Märkte” wolle.

Am Samstag darauf brachte ein Mann von Malborn einen Brief nach Abentheuer zum Förster Bruch, der ihn und den Wirt Roth in so große Aufregung versetzte, dass man gleich den Amtmann in Birkenfeld davon unterrichtete. In dem Brief hatte der Schwiegersohn eines Wirtes aus Hilschied angefragt, ob der Förster von seinem bisherigen Knecht bestohlen worden wäre. Er habe am letzten Mittwoch im Wirtshaus „Branntwein getrunken, allerhand Geld, acht Louisdor, harte Taler, Batzen und Weißpfennige, nebst vielem Rauchtabak sehen lassen.” Der Förster wusste, dass sein Knecht nie so viel Geld in seinem Besitz gehabt hatte. Bei ihm hatte er als Barlohn „alles in allem nur einen Gulden bekommen.“ Darum hatten sie in Abentheuer den Verdacht geschöpft, „es müsse dieser Kerl den Tiroler um sein Geld gebracht haben.”

Der Förster und der Wirt fragten in Brücken nach, „ob der Knecht sich dort bei einem Bauern verdingt habe, wie er vorher hatte verlauten lassen”. Dann ritten sie nach Züsch, „um selbst zu erkundigen", ob der Tiroler dorthin gekommen sei. Auch in anderen Dörfern forschten sie nach ihm, „ob er vielleicht unterwegs seine Gedanken geändert, sich gedrehet und etwa auf Eisen zugegangen” wäre. „Allein man hätte den Tiroler nirgends mehr zu sehen bekommen, seit er von Abentheuer hinweggegangen war.” Der Knecht Nicklas sei auch nicht in Brücken aufgetaucht. Er wäre vielmehr nach seinem Fortgang vom Wirt in den Eisenhammer gekommen, und hätte dem Hammerschmied etwas halten helfen sollen. Bald aber habe er gesagt, „er müsse fort und könne nicht mehr helfen”. Man hätte gesehen, wie er dem Tiroler am Wald begegnet sei, als dieser den Züscher Berg „hinausging”.

Am Montag teilte der Gerichtsschöffe Pauli dem Amt in Birkenfeld mit, dass die Waldleute, die gestern, wie jeden Sonntag, in die Kirche gegangen waren, keine Spur angetroffen und auch sonst nichts gesehen oder gemerkt hätten. In Birkenfeld vermutete man aber schon das Schlimmste und gab dem Gerichtsschöffen und Landsbürg Faber und dem Gerichtsschöffen Melchior Pauli den Auftrag, mit dem Polizeiwachtmeister „den Züscher Wald diesseits der Amtsgrenze durchaus wohl zu visitieren, ob sie den toten Körper nicht antreffen”, trotz des hohen Schnees.

Diese Suche nach dem Verschollenen hatte Erfolg. Am späten Nachmittag des Mittwochs, als die hereinbrechende Dämmerung den weißen Waldboden in scharfen Umrissen aufleuchten ließ, sahen die Männer den Kramkasten „unter dem Schnee herausblicken. Direkt daneben fanden sie den getöteten Tiroler Krämer, vom Schnee vergraben,“ fünf bis sechs Schritt diesseits der Amtsgrenze, von dem letzten Stein gegen Züsch, welcher die Ämter Birkenfeld und Nohfelden trennt, sodann ungefähr einen Flintenschuß von dem Züscher Weg, welcher sowohl an das Dorf Züsch, als auch an den Hammer geht.“

Unter der weißen Oberfläche lag der Tote auf dem Gesicht in einer großen Blutlache. Selbst ein Baum daneben war blutbespritzt und der Kramkasten stark damit besudelt. „Weil aber alles mit Schnee bedeckt gewesen, hatte man keinen Prügel oder Stein finden können, womit man bezeugen könne, wie der Totschlag geschehen sei”. Am Donnerstagmorgen wurde der Tote nach Abentheuer heruntergebracht, „weil die Sache der ungemein großen Kälte wegen keinen längeren Aufschub leiden konnte”. Von Birkenfeld kam der Amtschirurg Bethmann zur Untersuchung der Todesursache.

Er konnte aber keine genauen Feststellungen treffen, da „der Körper wie ein Stein zusammengefroren war.” Erst „wenn dieser Entleibte in die Wärme gebracht und ganz ausgekleidet werden könnte, seien genaue Untersuchungen möglich. Dem Aussehen nach müsse allerdings dieser Tiroler Krämer auf den Kopf tödliche Streich nebst denjenigen empfangen haben, die sich über dem Mund und ober dem Gesicht auch ausgezeichnet befinden.”

Außer dem Kramkasten „ist mit der Leiche sonst beim Amt weiteres nicht eingeliefert worden, als die an des Ermordeten Leib befindlichen Kleider, sodann des Entleibten Petschaft, Hut, Schloppkapp (Kopfschützer) und ein bezahlter Mautzettel (Zollquittung) von 99 Gulden 59 Silbergroschen". In Innentaschen, die offensichtlich nicht ausgeraubt worden waren, fand man zwei Taschentücher, ein Knäul Garn, eine Schachtel mit einer Maultrommel (Art Mundharmonika), ein Besteck (Messer und Gabel), einen Kamm und einen versiegelten Beutel mit ungefähr zehn Gulden und mehrere Hemdenknöpfchen.”

Als von der Behörde der „Begrabungsverhaltungsbefehl“ eingegangen war, wurde der Tote „auf dem Friedhof unter die stillen Schläfer eingereiht.“ Seine letzte Ruhestätte blieb nicht der Wald, in dem er einen gewaltsamen Tod gefunden hatte.

Das Holzkreuz beim Tirolerstein bedurfte keiner behördlichen Aufforderung. Eines Tages stand es vor dem Stein an dem abseitigen Waldpfad, den der Händler aus unbekannten Gründen auf seinem letzten Gang dem Fahrweg vorgezogen hatte.

Ob man den Mörder ermittelt und gerichtet hat? In den überlieferten Berichten ist darüber nichts mehr verzeichnet. Der Tirolerstein ist heute in der weltentlegenen Einsamkeit des westlichen Hochwaldes schwer zu finden. Um Kreuz und Stein weht die Stille.

Quellen:
Birkenfelder Amtsprotokolle 1741, Birkenfeld, Heimatmuseum. Birkenfelder Amtsprotokolle, 1588-93 (III) Nr. 60, Oldenburg. E. Bödsing, „Notizen über die Besitz- und wirtschaftlichen Verhältnisse (1621-1893) der Abentheuerhütte“, Mülheim 1909; Die Geschichte vom Tiroler Stein, Albert Reitenbach, Kirschweiler, Heimatkalender Birkenfeld, 1960.


Anmerkungen zum Cache


Der Multi liegt im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Wie alle unsere Caches in diesem Gebiet, haben wir auch hier die Wegpunkte mit der Nationalparkverwaltung abgestimmt. Auch die Gemeinde Brücken ist informiert und begrüßt das Projekt.

Die Wege müssen lediglich direkt am Final verlassen werden. Auch ist es unsinnig irgendwo Luftline zu gehen. Es versteht sich von selbst, dass die Waldwege in diesem Bereich nicht mit dem Auto befahren werden dürfen.

Mit dem Fahrrad ist der Multi gut zu machen.

Natürlich gilt auch hier, dass Ihr den Multi auf eigene Gefahr geht/fahrt. Im Wald (insbesondere im Nationalpark) besteht immer das Risiko von herunterfallenden Ästen.

Natürlich sollte man den Multi NICHT bei Dunkelheit oder der Dämmerung absolvieren.

Alle verwendeten Bilder sind entweder gemeinfrei (public domain) oder von uns selber aufgenommen!

Additional Hints (Decrypt)

Svany: Ohpur erpugf ibz Jrt

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)



 

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