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"GoldSuche" an 54 Grad Nord (Bernstein)

A cache by Team N51E06 Send Message to Owner Message this owner
Hidden : 04/23/2017
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size: other (other)

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Geocache Description:




"GoldSuche" an 54 Grad Nord (Bernstein)

Wir sind begeisterte Küstenbesucher und auf unseren Touren gerne an besonderen Stellen. So haben wir uns bereits an den Stränden von Usedom und den Bereich um Kühlungsborn mit der Suche nach Bernstein beschäftigt und auch in Listings gesetzt. Wer also unsere ECs vom "Gold der Meere" (Bernstein) auf Usedom mit seinen etlichen RefPoints und auch in Kühlungsborn bisher nicht angehen konnte, da diese zu weit östlich liegen, der kann sich nun an markanten Punkten in St. Peter-Ording auf die Suche nach dem edlen Stein begeben.

Bereits öfter wurde angesprochen und auch an uns herangetragen, dass es bisher kaum vergleichbare Bernstein-ECs an den Küsten der Nordsee gibt. Dem wurde nun entsprochen und wir hoffen auch hier, dass dieser bei der CacherGemeinde seinen Anklang findet. Dieses Listing ist im Gegensatz zun den anderen ECs leicht verändert, allerdings sind die relevanten Details geblieben.

Wichtige Infos vorab: Nach Stürmen wird der Bernstein zusammen mit Material, das nicht schwimmt, im “Sprockholz”, angespült. Bekannte Fundorte nach Sturmfluten mit Winden aus Nord bis West sind die Sandbänke vor St. Peter-Ording. Manche Sammler schwören darauf, dass Möwen auf der Suche nach totem Fisch über Bernsteinen kreisen und dass man mehrere Tage nach Abflauen der Stürme aus Nordwest bis Südwest Glück haben kann.

Besonders nach einem ordentlichen Nordwest-Sturm bietet sich auf den weiten Flächen, die bei Ebbe trocken fallen, ein für die Bundesrepublik Deutschland einzigartiges Revier zum Bernsteinsammeln. Bevor man sich auf die Bernsteinsuche begibt, ist ein Blick in den Tidekalender unbedingt erforderlich. Das geringe Zeitfenster in dem die Sandbänke gefahrenfrei zugänglich sind, wird oftmals unterschätzt. Daher sollte man ca. drei Stunden nach Hochwasser mit ablaufendem Wasser starten. Bleiben Sie nie länger als bis zum jeweilig angegebenen Niedrigwasserstand auf den Sandbänken. Die Flut steigt zunächst in die Priele und droht daher den gefahrlosen Rückweg unmöglich zu machen.

Bernstein ähnelt sehr häufig den Phosphorklumpen, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute noch an einigen Stränden zu finden sind. Sie sind Überreste von Brandbomben und hoch entzündlich. Da Phosphor schwere Brandverletzungen verursachen kann, ist davon abzuraten, unbekannte Gegenstände vom Strand mitzunehmen! Der mutmaßliche Bernstein sollte vorsorglich nicht in der Hosen- oder Jackentasche, sondern in einer feuerfesten Metalldose transportiert werden. Gummistiefel sollten beim Sammeln von Bernsteinen nicht fehlen. Gerade wenn Sie im richtigen Zeitfenster am Strand sind, können Sie die Bernsteine aus dem Wasser heraussammeln, aber auch zum Durchwühlen des Modders können Gummistiefel sehr hilfreich sein.

Zu allen Zeiten hat Bernstein die Menschen fasziniert. Schon vor 10.000 Jahren stellten unsere Vorfahren Schmuck aus dem fossilen Harz her, Priester verbrannten es wegen des aromatischen Dufts wie Weihrauch. In der Antike war Bernstein ein begehrtes Handelsgut. Im Mittelalter schrieben die Menschen dem Bernstein magische Wirkung zu: Er galt als Beschützer vor Hexen und Dämonen. Noch heute glauben viele Menschen an eine heilsame Wirkung bei Hautkrankheiten und Zahnschmerzen. So soll Kleinkindern eine Bernsteinkette beim Zahnen helfen.


Ist das Wasser in den Sommermonaten warm, stehen die Aussichten schlecht, auf Bernstein zu stoßen. Denn nur, wenn das salzige Meerwasser kalt ist und dadurch eine große Dichte besitzt, treibt es Bernstein nach oben. Die besten Chancen, Bernstein zu finden, haben Sammler deshalb nach Stürmen mit auflandigen Winden, vor allem im Herbst und Winter. Dann heißt es früh aufstehen, denn sobald es heftig geweht hat, sind an den Stränden meist auch andere Bernsteinsucher unterwegs. Besonders häufig ist Bernstein an Stellen zu finden an denen Flutsaum entsteht, in Seetang oder auch Sprockholz. In Seegrass oder Seetang kann mit den Händen gewühlt werden um Bernstein finden und erkennen zu können. Bernstein verfängt sich häufig in diesen Pflanzen und wird mit ihnen an den Strand gespühlt. Das sind genau die Bernsteinvorkommen in Deutschland, welche zu durchsuchen sind. Am erfolgsversprechend sind sogar die Stellen, an denen Hölzer, Muscheln und Seegras sich zu Streifen an dem Strand zusammengefunden haben. Ob man Bernstein am Strand von St. Peter-Ording findet, ist natürlich insbesondere von der Strömung und der Windstärke und -richtung abhängig. Auch etwas Glück gehört dazu aber mit geübtem Auge hat man sehr gute Möglichkeiten zwischen herangespülten Algen und Muscheln Bernstein zu finden. Eine Taschenlampe im Gepäck kann sehr nützlich sein. Meist versteckt sich der Bernstein zwischen Tang, Holz, kleinen Steinen und Muschelschalen im sogenannten Spülsaum am Strand. Also, die Chancen sind eigentlich ganz gut, wie an einigen Stränden der Nordsee Schleswig-Holsteins und auch hier in St. Peter-Ording, das Gold des Meeres zu finden.
 
Die ältesten Bernsteine der Welt sind 400 Millionen Jahre alt. Baltischer Bernstein, der an Ostsee- und Nordseestränden angespült wird, entstand vor etwa 40 bis 50 Millionen Jahren aus dem Harz subtropischer Nadelwälder. Die Bernsteinkiefer – eine frühere "Ostseeküstenbewohnerin" – lieferte das Harz für den Baltischen Bernstein. Der Bernstein besteht zu rund 75% aus Kohlenstoff und wurde in der Eiszeit  zusammen mit Sand und Steinen aus Skandinavien zu uns gebracht. Wenn die eiszeitlichen Ablagerungen durch Wind und Wasser freigelegt werden, kommt auch der Bernstein wieder ans Tageslicht. Da es sich um einen Prozess handelt, der im Laufe von Jahrmillionen geschieht, ist es auch gar nicht überprüfbar, ob und in welchem Umfang auch heutige Pflanzen Bernstein liefern können.

Nach neuen Erkenntnissen handelt es sich aber nicht um das Harz der Bernsteinkiefer, sondern um das der Goldlärche. Das Harz trat aus der verletzten Rinde aus und muss recht dünnflüssig gewesen sein, damit es die Inklusien einschließen konnte. Inklusien sind vom Harz eingeschlossene Mücken, Libellen, Spinnen, aber auch Pflanzenteile wie Moose, Flechten oder Vogelfedern. Nur einer von 500 Bernsteinen zeigt eine Inklusie. Vollständig erhaltene Insekten sind von unschätzbarem Wert für die Paläonthologie. Die Bernsteinwälder Finnlands und Mittelschwedens versanken in Sümpfen. Das Harz lagerte unter Sand und Gesteinsschichten, wo es unter Druck und Luftabschluss zu Bernstein härtete.



Bernstein ist im Vergleich zu echten Steinen sehr leicht und glänzt in der Sonne. Rohbernstein sieht häufig bräunlich bis honiggelb aus, manchmal schimmert er auch weißlich, hellgelb oder rötlich. Mitunter sieht man ihn aber auch in Rot und Grün, selten auch in Schwarz am Strand liegen. Wer nicht sicher ist, ob es sich bei einem Fund um Bernstein handelt, kann damit leicht gegen einen Zahn klopfen. Ein weicher Ton deutet auf Bernstein hin - die ähnlich aussehenden gelben Feuersteine klingen wesentlich härter. Auch mit stark salzhaltigem Wasser lässt sich die Echtheit prüfen: Bernstein schwimmt oben. Ein Wolltuch eignet sich ebenfalls für einen Test: Trockener Bernstein lädt sich beim Reiben elektrostatisch auf und zieht Papierschnipsel und dergleichen an.

Die Listingkoordinaten haben wir in der Nähe der Strandbar 54 Grad Nord gesetzt und von dort aus könnt ihr mit den Exkursionen in nördlicher oder südlicher Richtung starten und die Suche beginnen. Ihr solltet allerdings beim Log die ungefähre Position eures Fundes mit angeben.
 
Um diesen EarthCache loggen zu können, begebt euch zu den Koordinaten und befasst euch mit den nachfolgenden Aufgaben, deren Antworten ihr auch mit etwas Glück vor Ort finden werdet. Ihr benötigt hierzu lediglich Auffassungsgabe und Erkenntnisse, die ihr durch eigene Ermittlungen und Experimente dort erfahren müsst.

Nun zu den Aufgaben und auch Echtheitsproben:
 
⦁ Bernstein hat einen hohen elektrischen Widerstrand.
Diese Eigenschaft lässt sich vor allem an größeren Exemplaren erkennen: Reibt den Stein an einem Wollpullover und testet, ob ihr mit ihm Papierschnipsel anziehen können!
Berichtet bitte darüber.

 
⦁ Bernstein schwimmt in Salzwasser.
Gebe drei Esslöffel Kochsalz auf einen Viertelliter Wasser und lege den Bernstein (nach dem Umrühren) hinein! Ein echter Bernstein hat eine geringere Dichte als die Kochsalzlösung und "schwebt" im Wasser. Der klassische Stein sinkt sofort nach unten.
Wie ist bei euch dieses Experiment gelungen?

 
⦁ Bernstein hat eine geringe Härte.
Mit einer Klopf- oder Beißprobe findet ihr heraus, was ihr tatsächlich in den Händen haltet. Wird ein Bernstein (vorsichtig) gegen einen Schneidezahn geklopft, entsteht ein dumpfer Klang. Andere Steine oder auch Glasscherben verursachen einen wesentlich höheren Ton.
Sind alle Zähne noch drin?
 
⦁ Versucht zu erklären, warum kann der Standort des Bernsteinwaldes nicht mehr rekonstruiert werden?

Eure Antworten aus den 4 Aufgaben mit den Erkenntnissen der einzelnen Punkte schickt uns bitte per Mail und danach dürft Ihr den EarthCache sofort loggen. In den EarthCache-Guidelines ist bewusst nicht vorgesehen, dass auf eine Logfreigabe seitens des Owners gewartet werden muss. Wir werden die uns zugesandten Antworten und Lösungen auf ihre Richtigkeit prüfen. Found it- Logs, die - auch auf Nachfrage hin - ohne Antworten zu den Aufgaben kommen, werden natürlich kommentarlos gelöscht. Es ist zwar keine Logbedingung, aber wenn Ihr wollt, macht ein Foto von euch und der Strandbar 54 Grad Nord.
 
Bitte beachtet unbedingt:
An Stränden und in Naturschutzgebieten dürfen Sand, Fossilien und Steine nur in geringen Mengen für private, nicht-kommerzielle Zwecke gesammelt werden. Solltet ihr abseits der gelisteten Koordinaten suchen wollen, beachtet immer die Gezeiten und versucht bitte nicht, den Pril zwischen Hitzsand und Dorf sowie zwischen Ording und dem Westerhever Leuchtturm zu überqueren, auch wenn diese bei Ebbe manchmal trocken liegen, dies kann lebensgefährlich sein!!!

 
Viel Vergnügen bei diesem EarthCache für die ganze Familie.
Und solltet ihr keinen Bernstein finden, so konntet ihr sicherlich einen spannenden und erholsamen Strandspaziergang genießen, denn gerade hier gilt die Devise: genügend Zeit mitbringen und Hektik bringt nichts.

 
Team N51E06

 

Quellen für Texte und Bilder:
auszugsweise Wikipedia, NDR, St. Peter-Ording, Spinagel.de, Nordsee-Bernsteinmuseum, Geolog. Zeitschr., eigene Beobachtungen und Erkundigungen mit Bildern vor Ort.



"Unfortunately we needed to refrain from adding an English version as it would have made the listing too long, complex and confusing. In case you do need an English translation kindly do not hesitate to contact us and we will look for a solution. Or you may want to try an online translation service. Thank you very much for your kind understanding."

Bernd of team n51e06


Info til vores danske cacher venner:
Vi har en oversættelse til danske omkvæd, ellers notering ville have været for lang og forvirrende. Men Hvis du ønsker en version på dit eget sprog, så lad os vide dette, og vi vil kontakte dig i denne henseende i kontakt med dig, eller du tager til en anden tjeneste til at fuldføre. Tak for din forståelse,

Bernd fra hold N51E06



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