Heilig Kreuz Assmannshausen
Die Kirche in Assmannshausen trägt den Namen Heilig Kreuz. Sie ist neben der Pfarrkirche der Pfarrei in Geisenheim (dem Rheingauer Dom) die zweite Kirche, die den Namen der Pfarrei, also Heilig Kreuz, trägt.
Der Bau der Kirche ersteckte sich über mehrere Jahrzehnte im 14. Jahrhundert. Für das Jahr 1325 wird ein Pfarrer "Herbert" in Assmannshausen urkundlich erwähnt. Zudem wurde die älteste Glocke der Kirche 1383 gegossen. Damit muss es in dieser Zeit einen Turm, eine Sakristei, einen Chorraum und einen Teil des Hauptschiffes bereits gegeben haben. Assmannshausen selbst wird 1108 urkundlich erstmals erwählt.
Der Chor der Kirche besitzt ein Sterngewölbe mit Konsolköpfen, die mythische Figuren darstellen. Das spätgotische Hauptschiff der Kirche, ursprünglich dreijochig, hat Strebepfeiler, die halb außen, halb innen liegen. Dieses Hauptschiff wurde 1888-1890 um ein Joch nach Westen erweitert und erhielt eine neue Fassade mit einer Doppeltreppe. Im Osten der Kirche befindet sich der 43 hohe Turm aus dem 14. Jahrhundert. Er hat vier Geschosse und einen achteckigen, spitzen Turmhelm. Die Sakristei an der Südseite wurde 1890 angebaut. Die im Krieg zerstörten Fenster des Chorraums von 1734 wurden 1949 erneuert und stellen in ihrer Farbensymbolik Glaube, Hoffnung und Liebe dar. - In der Mitte des Chorraums steht ein Flügelaltar im gotischen Stil, der 1872 hier aufgestellt wurde. In das Mittelstück fügte man ein gestiftetes Gemälde aus der Schule von Matthias Gründwald aus dem 15. Jahrhundert ein. Es zeigt den Tod Mariens. Die Gemälde der Altarflügel wurden damals ergänzend angefertigt. Die Seitenaltäre aus dem 16. Jahrhundert wurden 1744-1748 umgestaltet und erhielten Altarbilder anstelle von Statuen. Links steht der Agatha-Altar mit dem Hl. Sebastian, der Hl. Agatha und dem Hl. Nikolaus, darüber die 14 Nothelfer. Auf der rechten Seite steht der Marienaltar mit Maria und Elisabeth mit Jesus und Johannes.
Die alte Glocke aus dem Jahr 1383 schlägt den Ton fis'. Sie hat einen Durchmesser von 94 cm und wiegt 692 kg. Die Inschrift auf der Glocke lautet: Im Jahre des Herrn 1383 am 6. Tag nach dem Tage des Hl. Erzengels Michael bin ich gegossen worden und heiße Maria. - 1954 kamen drei weitere Glocken mit den Tönen e', a' und h' hinzu.
(www.heilig-kreuz-rheingau.de)
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