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Osenberge EarthCache

Hidden : 5/8/2017
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
3.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Wenn du an den Listingkoordinaten angekommen bist stehst du vor der ersten Erhöhung und wirst feststellen, dass hier extreme Höhen- sowie auch Unterschiede in der Bodenbeschaffenheit der Landschaft vorzufinden sind! Um hinter die urgeschichtlichen Begründungen zu kommen kannst du im nachfolgenden Text wissenschaftliche Eckdaten nachlesen, sowie zusätzlich vor Ort die Begebenheiten erkunden.



Ein Paar Eckdaten zu Dünen:

 

Was versteht man unter einer Binnendüne?

Binnendünen sind vom Wind hervorgebrachte (vom Wind transportierte und auch von ihm abgelagerte Sedimente), äolische Bildungen aus Sand (Dünen) und werden in Mitteleuropa räumlich von den Küstendünen an der Nord- und Ostseeküste abgegrenzt. Sie wurden überwiegend unter kaltklimatischen (periglazialen) Bedingungen am Ende der Weichsel- beziehungsweise Würm-Eiszeit, also vor etwas mehr als 10.000 Jahren, aufgeweht.

 

Entstehung:

In Mitteleuropa war es in der ausgehenden Weichsel- beziehungsweise Würm-Eiszeit ca. 10 Grad kälter als heute. Es gab daher keinen Baumwuchs und auch nur eine lückenhafte Vegetationsdecke in Form der Tundra. Zudem musste sich in den von den Gletschern erreichten Gebieten mit dem Rückschmelzen des Eises die Vegetation erst wieder neu etablieren. Dadurch konnte die Kraft der Winde nahezu ungebremst wirken. Leichte, feinkörnige Bodenpartikel, vor allem Sand wurde von den Luftströmen erfasst, oft kilometerweit davongetragen und an anderer Stelle wieder abgelagert. Durch die Wirkung des Windes entstanden so im Laufe der Zeit vielerorts Flugsandflächen und Dünen.

Die Dünen waren bei starken Winden in der Lage zu „wandern“. Mit dem Ende der Eiszeit kam die Aktivität der Dünen infolge der Wiederbewaldung schnell zum Erliegen, so auch hier in den Osenbergen!

 

Verteilung:

Die flächenmäßig größten Binnendünengebiete gibt es (bedingt durch die sandreichen Ablagerungen der pleistozänen Vergletscherungen) in Norddeutschland. Als ausgesprochen dünenreich gelten Sander und trockene Urstromtäler (siehe naheliegenden Earthcache GC5Z703).

 

 

Binnendünen in den Osenbergen:

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit führten auch an dieser geologischen Stelle massiver Raubbau an der Natur (jahrhundertelange Hudewirtschaft, sowie ungeregelte Holzwirtschaft) zu einer weitgehenden Verheidung der Osenberge. Durch die Beweidung der Gebiete mit Schafherden konnte sich somit über lange Zeit hinweg kein neuer Wald entwickeln. Der Plaggenhieb (durch den „Ewigen Roggenbau“ sowie zur Streugewinnung) führte auf den sehr nährstoffarmen Böden zu einer Bildung großer Flugsandflächen und zur Ausbildung meterhoher Wanderdünen. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts führte dann die massive Bildung von Wanderdünen zu einer Bedrohung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und der Siedlungen. Dies führte ab 1803 zu einer vom Oldenburger Staat durchgeführten gezielten Kultivierung des entstandenen Ödlandes der Osenberge, der Festlegung der Dünen und der anschließenden Wiederaufforstung in Form einer Kiefer-Monokultur. Diese Kieferbewaldung erwies sich in der Folgezeit jedoch als sehr anfällig gegen Windbruch und wurde am 13. November 1972 durch den Orkan Quimburga innerhalb weniger Stunden nahezu vollständig vernichtet. In den Folgejahren kam es unter Berücksichtigung neuer Erkenntnisse in der Forstwirtschaft zu einer erneuten Wiederaufforstung, die bis heute sichtbar ist.



Die Osenberge sind somit keine „Berge“ im eigentlich Sinne - auch sie sind im Wandel der Zeit während der Weichsel-Eiszeit durch sandreiche Ablagerungen entstanden und weisen noch heute deutlich sichtbare Dünen auf. Ihre Besonderheit besteht in der Art ihrer Dünenform.


Die Wanderdünen der Osenberge gehören zu den sogenannten „Freien Dünen“ und der darunter fallenden „Sicheldüne“ (Barchan). Die Sicheldüne ist die am weitesten verbreitete Dünenform in trockenen Klimabereichen und ihre Entstehung geht auf die Wirbelbildung zwischen den Dünenkämmen zurück. Dabei steigt die Oberfläche auf der Luvseite der Düne mit geringem Gefälle (ca. 15°) an und fällt auf der Leeseite steil (ca. 30°) ab. Zu den beiden Seiten (den Sichelenden) fällt die Höhe des Kammes der Düne deutlich sichtbar ab. Da sich die Sichelenden schneller bewegen, als der Hauptkamm der Düne, entsteht deren charakteristische Form. Grund für das schnellere Wandern der „Seitenarme“ ist die geringere Sandmasse, die durch den Wind umgewälzt werden muss. Sicheldünen entstehen durch konstante Winde aus einer Hauptwindrichtung und „wandern“ leewärts.



Um diesen EC loggen zu können beantworte bitte die unten aufgeführten Fragen über mein Profil.

Bei einigen Fragen gibt es kein komplett richtig oder falsch... deshalb schreibe einfach in deinen Worten, was du vor Ort siehst.

Mit der Absendung deiner Antworten an mich kannst Du gerne gleich loggen! Ich werde dir eine Rückmeldung geben, falls deine Daten nicht ausreichend bzw. falsch sein sollten.

  1. Beschreibe an den Wegpunktkoordinaten (Düne) die Sandbeschaffenheit (Körnung fein oder grob; Farbe hell oder dunkel) und die Unterschiede im Gefälle (eher steil – ca.30°- oder gering – ca 15°-) sowohl an der südwestlichen Seite als auch der nordöstlichen Seite. Wie erklären sich die charakteristischen Unterschiede?

  2. Beschreibe aus welchem Grund die Entstehung und Ausbildung der Wanderdünen möglich wurde.

  3. Mache ein Foto von dir oder deinem GPS vor der „Stöckerbude“ (auf der Düne) und lade es zu deinem Logeintrag mit hoch!



Viel Spaß beim Erkunden dieses urgeschichtlichen Ortes!



 

 

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