Dieser Cache kommt zwar nicht ganz pünktlich zum Vatertag, aber dieser wird ja eh zum großen Teil nur noch auf Kosten eines christlichen Feiertages zum hemmungslosen Besäufnis genutzt. Mit Wertschätzung von Vätern hat das ja meistens leider nicht mehr so viel zu tun...
Doch davon vielleicht später mehr. Beginnen wir mit Wilhelm Busch:
Vater werden ist nicht schwer,
Vater sein dagegen sehr.
Ersteres wird gern geübt,
Weil es allgemein beliebt.
Selbst der Lasterhafte zeigt,
Dass er gar nicht abgeneigt;
Nur will er mit seinen Sünden
Keinen guten Zweck verbinden,
Sondern, wenn die Kosten kommen,
Fühlet er sich angstbeklommen.
Dieserhalb besonders scheut
Er die fromme Geistlichkeit,
Denn ihm sagt ein stilles Grauen:
Das sind Leute, welche trauen. –
So ein böser Mensch verbleibt
Lieber gänzlich unbeweibt. –
Ohne einen hochgeschätzten
Tugendsamen Vorgesetzten
Irrt er in der Welt umher,
Hat kein reines Hemde mehr,
Wird am Ende krumm und faltig,
Grimmig, greulich, ungestaltig,
Bis ihn dann bei Nacht und Tag
Gar kein Mädchen leiden mag.
Onkel heißt er günst'gen Falles,
Aber dieses ist auch alles. –
Oh, wie anders ist der Gute!
Er erlegt mit frischem Mute
Die gesetzlichen Gebühren,
Läßt sich redlich kopulieren,
Tut im stillen hocherfreut
Das, was seine Schuldigkeit,
Steht dann eines Morgens da
Als ein Vater und Papa
Und ist froh aus Herzensgrund,
Daß er dies so gut gekunnt.
Quelle: Busch, Bildergeschichten. Julchen, 1877
Ganz andere interessante Fakten zum Vatertag hat eine sehr seriöse Nachrichtenseite vor kurzem veröffentlicht:
9 erstaunliche Dinge, die Sie noch nicht über den Vatertag wussten
1. Der erste Vater
Als erster Vater überhaupt gilt der griechische Philosoph Ameinokles, der entgegen griechischer Tradition bei einer Orgie versehentlich mit einer Frau schlief. Als diese dann neun Monate später ein gesundes Kind zur Welt brachte, war das Aufsehen groß. Was nur die Wenigsten wissen: Nur 56 Jahre früher ging Eurysthios, der Großvater von Ameinokles, als der erste Großvater der Menschheit in die Geschichte ein.
2. Der erste Vatertag
Der Erste, der den Vatertag beging, war Jesus Christus (ca. 31 n.Chr.). Er war allerdings schnell so betrunken, dass er sich im Weg irrte und mit seinem Bollerwagen in den Himmel fuhr, wo witzigerweise sein Vater auf ihn wartete (Christi Himmelfahrt). Seine beiden Kinder Jesus Junior und Tanja lebten fortan als Halbwaisen bei ihrer trauernden Mutter.
3. Der Vatertag im Laufe der Geschichte
Ironie der Geschichte: Im Mittelalter waren Mönche und Kleriker meist die Einzigen, die aufgrund ihrer Braukunst über genügend Bier für eine ordentliche Begehung des Vatertags verfügten.
Offizieller Feiertag auf deutschem Gebiet wurde dieser erst bei seiner erzwungenen Einführung durch Napoleon im Jahr 1807. Der Jour français de la fromage père aux biére de la wagon prost, wie er damals noch hieß, galt bei der Bevölkerung jedoch als Zeichen der Unterdrückung und entwickelte erst nach seiner Umbenennung in Vatertag im Jahr 1848 seine heutige Popularität.
4. Vaterpflicht nach § 78
Die Polizei führt regelmäßig Personenkontrollen bei umherziehenden Vätergruppen durch. Wer nicht zweifelsfrei nachweisen kann (am besten Vaterschaftstest immer mitführen!), dass er Vater ist, muss wegen Verstoßes gegen § 78 Vatertagsgesetz mit bis zu 4 Jahren Haftstrafe rechnen. Vorsicht: Wer über drei Promille Alkohol intus hat, riskiert außerdem, seinen Bollerwagenführerschein zu verlieren.
5. Der "Die Macht der Karotte"-Trick
Was nur die Wenigsten wissen: Geht man am Vatertag zum örtlichen Rathaus und ruft dort dreimal laut "Die Macht der Karotte ist groß und erhaben!", dann ist der Bürgermeister persönlich verpflichtet, soviel Bier auf einem Eselskarren heranzuschaffen, wie der Rufende und seine Freunde trinken können. Zurück geht diese Regel auf ein immer noch gültiges Notstatut, das die Alliierten während der Besatzungszeit eingeführt haben, um die Deutschen zu demütigen.
6. Vatertagsgeschenke
Vatertagsgeschenke haben fünf Kriterien zu erfüllen: 1. Sie müssen vollkommen nutzlos sein. 2. Sie müssen allen Beteiligten irgendwie peinlich sein. 3. Sie dürfen maximal 60 Prozent dessen kosten, was für Muttertagsgeschenke investiert wird. 4. Wer selber bastelt, kriegt eine gesemmelt. 5. Rasierwasser.
7. Berühmte Väter
Papa Schlumpf (Patriarch), Benjamin Kindsvater (SV Wacker Burghausen), Darth Vader (Supreme Commander), Maria Vater (hessische Politikerin), der Heilige Vater (Papst), Vader Abraham (niederl. Sänger), Puff Daddy (US-Rapper), Kyriakos Papadopoulos (HSV), Väterchen Frost (Weihnachtsmannpendant), Daddy Cool (Ohrwurm), Thomas Jefferson (Gründervater)
8. Der homoerotische Aspekt
Die Meisten werden es zwar leugnen, aber: Statistisch gesehen kommt es zwischen Vatertagsausflüglern erstaunlich häufig zu homoerotischen Kontakten. Insgesamt gaben bei einer anonymen Umfrage 84 Prozent aller Ausflügler an, am Vatertag mit einem oder mehreren ihrer Kumpels im Suff "ein bisschen rumgeknutscht" zu haben. Immerhin noch 68 Prozent berichten gar von "knallhartem ungeschütztem Sex unter den Anfeuerungsrufen der anderen". Kein Wunder, dass in Männerkreisen das Motto gilt: "Was im Bollerwagen passiert, bleibt im Bollerwagen." Auch der Begriff "Pimmelfahrt" wird immer wieder benutzt.
9. Der Vatertag in anderen Kulturen
Nicht überall wird der Vatertag mit einem mobilen Saufgelage begangen wie in Deutschland. In Papua Neu-Guinea etwa ziehen vornehmlich junge Männer singenderweise mit dem Bollerwagen durch die Gegend und trinken dabei große Mengen Alkohol. Na gut, das ist praktisch dasselbe… Aber in Finnland ist es Brauch, seinem Vater in der Nacht zum Vatertag einen frisch gefällten Baum ins Bett zu werfen. Überlebt der Vater, gilt das als gutes Omen. In Venezuela hingegen kleben sich die Frauen einen Bart an und spielen bis Sonnenuntergang Fußball, während ihre Männer zusehen müssen. Im Islamischen Staat wiederum werden jedes Jahr am Vatertag alle Männer über 18 geköpft. So will es die Scharia.
So, jetzt müsst ihr nur noch das Rätsel lösen, das euch ganz verlässlich zu der Stelle führt, wo ihr eure ganz persönliche Wertschätzung euren oder anderen Vätern bekunden könnt.
