Die Hönneversinkung
„Unter Versinkungversteht man das zügige Eindringen von Wasser in größere Öffnungen (Karst, Kluft, Schlundloch) der Erdoberfläche. Dabei tritt turbulente Strömung auf.
Im Gegensatz dazu steht die Versickerung, also das langsame Eindringen von Wasser in laminarer Strömung in die Poren des Bodens (Bodenstruktur) durch Infiltration.
Ein typischer Fall von Versinken ist das Abtauchen oberirdischer Fließgewässer in unterirdische Fließwege in Karstgebieten. Am Ende der unterirdischen Teilstrecke tritt das Wasser als Quelle wieder zutage. Die bekannteste Versinkung ist die Donauversinkung.
Der Ausdruck Versinkung wird bevorzugt, weil das Wasser sich nicht im Erdreich verteilt (versickert), sondern in unterirdischen Hohlräumen abfließt.
Unterirdische Wasserläufe zählen wegen ihrer merklichen Fließgeschwindigkeit nicht zum Grundwasser.“
Im Gegensatz zu einer Bachschwinde, die in Karstgebieten häufig vorkommt, ist eine Versinkung/Versickerung viel seltener.
Anders als bei einer Bachschwinde, auch Ponor genannt, fließt der Fluss nicht durch eine Öffnung in ein Höhlensystem ein, sondern versickert langsam im porösen Kalkgestein.
Bekanntes Beispiel ist die Knitterhöhle in Letmathe, die unterhalb der Dechenhöhle liegt und von einem Höhlenbach durchflossen wird.
Auch das Brockloch zwischen Brockloh und Deilinghofen ist so ein Beispiel.
Doch warum versickert die Hönne hier im Untergrund?
Die Antwort heißt Karst:
„Karstlandschaften sind Naturräume mit außergewöhnlichen, lösungsbedingten Oberflächenformen und hydrographischen Besonderheiten, die als Karsterscheinungen bezeichnet werden. Diese treten ganz überwiegend in Kalkgesteinen auf (Karbonatkarst), daneben aber auch in Salzgesteinen (Salinarkarst) und Gips.
Namen gebend für alle Karstlandschaften ist das Kalkgebirge "Karst" im Südwesten Sloweniens, in dem die Erscheinungen idealtypisch ausgebildet sind. Hier gibt es zahlreiche große Höhlen und Höhlenflüsse, Flussschwinden (Ponore) und wasserreiche, sich zeitweilig trübende "Karstquellen". Weit verbreitet sind Dolinen, das sind trichterförmige Einsenkungen, die durch Lösung und Einsturz entstehen. Die wenigen Täler sind zumeist Trockentäler und führen nur auf kurzen Strecken Wasser. Auf vegetationsfreien Kalkfelsen sind als Kleinformen des Karstes schwerkraft-orientierte Rillen, so genannte Karren ausgebildet. Hinzu kommen verschiedene Formen von Karstsedimenten, insbesondere Kalkausscheidungen an Quellen und Wasserläufen.“
Der Earthcache widmet sich dieser Besonderheit des Hönnetals
Die Hönne, die im Hönnetal den Massenkalkzug durchbricht, versickert hier in einem riesigen, unterirdischen Höhlensystem. Nach starken Regenfällen kann dies ausbleiben, da der Fluss nicht durch eine Öffnung (Bachschwinde, Ponor) in die Höhle eintritt. Auf einer Strecke von 2km, fliesst der Fluss hier unterirdisch. Diese Länge variiert je nach Wasserstand der Hönne.
An den Listingkoordinaten ist bereits deutlich zu sehen, wie das Wasser langsam versickert. Der Fluss braucht eine Zeit lang, um im porösen Gestein zu versickern, was ab hier deutlich zu sehen ist.
Begib dich also zu den Listingkoordinaten und löse den Earthcache. Bitte beachten, dass ihr etwas Zeit benötigt die Aufgaben zu lösen.
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Warum versickert die Hönne hier im Untergrund?
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Erkläre in eigenen Worten, warum nach starken Regenfällen ein Teil des Wassers oberirdisch abfließt.
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Wie lang ist die gesamte Strecke, die die Hönne unterirdisch fliesst?
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Finde vor Ort heraus, wie lange die Strecke ist, bis das Wasser vollständig im Höhlensystem versickert ist. Erkläre mit eigenen Worten, warum das Wasser immer weniger wird, anstatt direkt zu verschwinden.
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Verschwindet das Wasser ruhig im unterirdischen Höhlensystem oder gibt es Turbulenzen vor Ort? Wenn ja, beschreibe sie bitte.
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Mache ein Foto mit dir und deinem GPS am „verschwundenen“ Fluss (optional)
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Bitte beachtet, dass ihr auf eurem Weg ein Naturschutzgebiet durchquert. Achtet bitte auf die Hinweisschilder. Hier dürfen die Wege nicht verlassen werden, was für das Lösen dieses Earthcaches auch nicht notwendig ist. Ihr braucht nicht querfeldein zu laufen, um die Fragen zu lösen. Es gibt viele Möglichkeiten, den Fluss vom Weg aus zu sehen
Das Flussbett muss nicht betreten werden!
Quelle: Wikipedia,karstwanderung.de, lwl.org