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Kinderstube der Minerale - Geoden und Drusen EarthCache

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TeamChritho: Leider funktionieren die Fragen nicht mehr ....

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Hidden : 8/21/2017
Difficulty:
2.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Die Kinderstube der Minerale:

Geoden, Drusen und Mandeln

Allgemeine Informationen zum EC
Ihr braucht nicht im Internet recherchieren - alles zur Beantwortung der Fragen zu diesem EC Notwendige findet ihr vor Ort und / oder im Listing !
Die Aufgaben zu diesem EC können vor Ort auch OHNE Besuch der Mineralienhalde gelöst werden, wer nicht möchte braucht also auch keinen Eintritt zu bezahlen.
Dennoch empfehlen wir einen Besuch der Halde und dafür ein paar Stunden Zeit mitzubringen – ihr werdet es nicht bereuen !
Das Gelände ist nur von April bis November geöffnet - bitte beachtet die Öffnungszeiten und Preise (wenn ihr auf die Halden wollt) : https://mineralienhalde.com/


Alles was an Werkzeug benötigt wird kann man vor Ort leihen, ein paar Transport-/Lagerbehälter sollte man aber dabei haben, um die schönen Funde sicher nach Hause zu bekommen ;-) …

Ihr befindet euch hier an der Mineralienhalde der Grube Clara.
Aber was genau ist die geologische Besonderheit der Grube Clara und der hier zu findenden Geoden / Drusen ?

Die Grube Clara ist weltweit für ihren Mineralienreichtum bekannt – es wurden hier bisher über 400 (!) verschiedene Sekundärmineralien nachgewiesen, einige davon kommen NUR hier vor.

Im Bereich der Grube Clara finden sich unterschiedliche Gangsysteme, ein Schwerspatgang, ein Flußspatgang und ein quarzreicher Bereich.
Diese Minerale bezeichnet man auch als Primärminerale.
Jedes Mineral kann wiederum viele verschiedene Sekundärminerale bilden.
Entsprechend vielfältig sind somit natürlich auch die hier gebildeten Geoden /Drusen, die Kinderstuben der Sekundärminerale.

Diese Kombination verschiedener Gangsysteme erklärt den Mineralreichtum der Grube.

Zuerst aber stellt sich ja mal eine Frage: Wie entstehen überhaupt die Minerale ?

Bei einem Mineral handelt es sich um einen natürlichen, homogenen Festkörper, der meist in kristallisierter Form vorliegt.
Ein Kristall dagegen ist ein Festkörper mit periodischer und streng regelmäßiger Anordnung von Atomen und Molekülen.
Die streng geordnete Struktur wird Kristallgitter genannt.

Minerale bilden sich in Hohlräumen, sogenannten Drusen, Geoden bzw. Mandeln.
Geode ist ein nicht einheitlich verwendeter Begriff aus der Geologie und Mineralogie, mit dem je nach Quellenlage ein rundlicher Hohlraum, begrenzt durch eine einheitliche Gesteinsaußenschicht, und/oder die durch verschiedene, geologische Prozesse entstandene Füllung mit mineralischer bzw. fossiler Substanz bezeichnet wird.
Verbleibt bei einer Füllung durch Kristalle noch ein Resthohlraum, wird diese auch als Druse und bei vollständiger Füllung als Mandel bezeichnet.

Wesentliches Kennzeichen von Mineraldrusen ist der verbleibende Hohlraum im Inneren einer Gesteinsknolle.
Lediglich die Wände sind mit Kristallen ausgekleidet.

Ebenso wie Geoden auch, sind Drusen quasi die versteinerten Hohlräume bzw. ehemalige Gasblasen von vulkanischem Material, in dessen Körper sich mineralhaltige Lösungen auskristallisierten.
Am häufigsten findet man Achatdrusen sowie mit Quarzen, insbesondere mit der Quarz-Varietät Amethyst gefüllte Drusen.

Geoden sind das vollständig mit Mineralien verfüllte Pendant zu Drusen.

Als Mineral können sowohl Bergkristall, Calcit, Opal, Coelestin, Rauchquarz, Siderit und Hämatit enthalten sein.

Eine Geode von außen

Eine Geode von innen

Die Entstehung

Magmatische Entstehung

Innerhalb eines zwischen 800 und 1200 °C heißen Lavastroms lösen sich die leichtflüchtigen Bestandteile aus der Gesteinsschmelze und bilden zunächst kleine Gasblasen.
Während diese Blasen im heißeren Kern der Lava noch einige Zeit beweglich sind und sich bei ihrer Wanderung in Richtung Oberfläche zu mehr oder weniger großen Hohlräumen verbinden können, werden sie in den schneller abkühlenden Randbereichen relativ schnell fixiert.
Sie bleiben dann klein mit meist rundlicher oder linsenartiger Form.
Der Durchmesser der Blasen und späteren Geoden kann dabei zwischen einigen Zentimetern und mehreren Metern betragen.
Eine der größten bekannten Geoden, die 1999 in Spanien entdeckt wurde, ist mit großen, vollkommenen und transparenten Gipskristallen (Marienglas) ausgekleidet, hat einen ovalen Durchmesser von 1,8 × 1,7 Metern, eine Länge von 8 Metern und kann bis zu 10 erwachsene Menschen aufnehmen.

Da aber Lavaströme während des Abkühlprozesses noch relativ lange fließfähig sind, werden die Gasblasen in Flussrichtung in die Länge gezogen.
Dabei nehmen sie eine tropfen- bis mandelähnliche Form an, deren dünnere Spitze stromaufwärts zeigt.

Bei weiterer Abkühlung auf etwa 400 °C, abhängig von der Zusammensetzung des vulkanischen Gases, kondensiert dieses zu aggressiven, teilweise wässrigen (hydrothermalen) Lösungen, die das umgebende Gestein angreifen und zersetzen.
Auf diese Weise entstehen einerseits winzige Verbindungskanäle zwischen den Blasen und im Gestein, andrerseits erste Mineralfüllungen in den Geoden aus den hochgradig abscheidenden Bestandteilen der Lösung.
Weitere nachfolgende hydrothermale Vorgänge, gespeist aus den fortgesetzten vulkanischen und tektonischen Prozessen im Erdinneren, führen die Arbeit der Hohlraumfüllung bzw. Verwitterung fort, bis schließlich nach mehreren 10-100 Ma Drusen mit teilweiser Mineralfüllung und verbleibendem Hohlraum im Zentrum oder vollständig aufgefüllte Mandeln entstanden sind.

Der aus vielen kleineren und größeren erstarrten Gasblasen (Geoden) bestehende Rand des erkalteten Lavastroms wird auch als Mandelstein bezeichnet.

Im Querschnitt besteht der Lavastrom demnach aus einem gasfreien, kompakten Kern, der allseitig mit einer Schicht aus Mandelstein umhüllt ist.

Sedimentäre Entstehung

Geoden können im sedimentären Bildungsraum durch Ausfällung aus dem Porenwasser und aus Fließgewässern um einen meist aus organischen Resten bestehenden Sedimentationskeim entstehen.
Die Ausfällung wird durch pH-Wert-Unterschiede um den Kristallisationskeim ausgelöst, der dabei meist fossilisiert wird.
Das ausgefällte Material unterscheidet sich im Stoffbestand meist vom Mineralbestand der unmittelbaren Umgebung.
Die Anlagerung erfolgt meist konzentrisch und spiegelt die wechselnden Ablagerungsbedingungen während der Gesteinsbildung wider.
Häufig sind im sedimentären Bereich Toneisensteingeoden zu beobachten, aber auch Karbonatminerale, Pyrit bzw. Markasit und verschiedene Quarz-Varietäten sind am Aufbau der Geoden beteiligt.
Geoden gehören wie auch die Septarien genetisch zu den Konkretionen.

Häufig werden Geode und Druse synonym verwendet, vor allem bei der Beschreibung von verschiedenen in der Natur auftretenden Quarzvarietäten wie Amethyste und Achate.
So wird beispielsweise mit dem Begriff "Achatgeode" ein rundlicher Gesteinskörper beschrieben, dessen Rinde aus Achat besteht und der im Inneren Quarz, Amethyst oder andere freistehende Minerale in einem verbliebenen Hohlraum ausgebildet hat.
Alternativ wird für diese Mischform auch die Bezeichnung Mandel mit Druse verwendet.

Manche Autoren verwenden den Begriff auch für durch Sekretion entstandene Hohlraumausfüllungen (siehe dazu auch in Mandelstein), andere Autoren beschränken die Bedeutung weniger stark und verwenden den Begriff für Konkretionen ganz allgemein.

Hydrothermale Entstehung

Neben den magmatischen und sedimentären Entstehungsbedingungen für Geoden gibt es eine weitere Form, die Entstehung in Gängen und Klüften durch hydrothermale Ablagerung. Diese Form liegt in der Grube Clara vor.
Im Schwarzwald entstanden durch die Bildung des Oberrheingrabens Klüfte und Gänge, in denen mineralhaltiges Wasser aufstieg.
Dieses Wasser mischte sich vor allem in der Nähe des Kontakts zwischen Grundgebirge und der Sedimentbedeckung (dem Deckgebirge) mit dem Wasser der Sedimente.
Diese Vermischung der unterschiedlichen Lösungen war der Auslöser für die Ausfällung von z.B. Baryt, Quartz oder Fluorit.

Die ausgefällten Minerale unterscheiden sich von Gang zu Gang und von Generation zu Generation.
Das liegt an der Zusammensetzung der beteiligten Flüssigkeiten, dem Mischungsverhältnis und den jeweiligen Gesteinen, mit denen sie in Kontakt waren.

Diese Vorgänge führten  zur Bildung der Mineralien - die Gänge und Klüfte wurden mit Mineralien aufgefüllt.

Auf der Mineralienhalde der Grube Clara wird Abbaumaterial aus dem verschiedenen Gangsystemen abgelagert und den Besuchern gegen eine kleine Gebühr zum Suchen und Sammeln zur Verfügung gestellt. Ihr findet hier die beschriebenen Geoden / Drusen mit verschiedenen Mineralien.

Mit etwas Glück sogar ein seltenes Mineral, die Chance ist hier durchaus gegeben !

Wir wünschen viel Spaß beim Suchen und viel Erfolg !

Die Fragen, die ihr zur Logerlaubnis beantworten sollt haben wir ganz bewußt so gewählt, daß es Jedem freigestellt ist das Gelände für einen Eintrittspreis zu betreten oder nicht.

Wir können diesen Besuch nur wärmstens empfehlen, ihr werdet es nicht bereuen - und auch Kinder haben ihren Spaß dort.

Bevor ihr diesen EC loggt, beantwortet bitte vorab folgende Fragen (über das MessageCenter,an unser Profil oder direkt an teamchritho@go4more.de :

Im frei zugänglichen Eingangsbereich findet ihr mehrere Infotafeln.

Eine beschreibt wie man auf den Halden Drusen finden kann. Wie genau ist die Vorgehensweise beschrieben ?

Wir haben im Listing verschiedene Gangsysteme beschrieben...

Wenn ihr euch vor Ort umschaut (vielleicht auch wieder mit Hilfe einer der Infotafeln): Wie können auch Hobby-Sammler erkennen in welchem Gestein (Schwerspatgang, ein Flußspatgang oder quarzreicher Bereich) man gerade nach Geoden sucht ?

Die Antworten auf diese Fragen reichen für eine Logerlaubnis aus !

Und nun noch freiwillige Frage:

Im Eingangsbereich findet ihr mehrere Vitrinen mit Ausstellungsstücken, die man auch käuflich erwerben kann. 

Beschreibt Aussehen, Formen und Farben der dort zu sehenden Minerale.

Ihr dürft sofort nach der Beantwortung loggen, wir melden uns aber auf jeden Fall bei euch.
Aber natürlich hoffen wir auch auf euren Besuch der Halde und viele spannende Funde – und sehr gerne auch das eine oder andere Foto der schönsten Funde als Anhang zu eurem Log !
Wir machen den Anfang und stellen ein paar Fotos unserer Funde ein (das würde den Rahmen des Listings sonst sicher sprengen)



Quellen:
geo.uni-tuebingen
mineralienatlas.de
steine-und-minerale.de
karrer-edelsteine.de
mineralienhalde.com
Von Didier Descouens - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12462805
I, Manfred Heyde [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/) or CC BY-SA 2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5-2.0-1.0)], via Wikimedia Commons
SpringerVerlag: Die Welt der Rohstoffe / Florian Neukirchen / Gunnar Ries (Autoren)

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